Wichtige Mount-Optionen

Das Programm Mount bringt einige interessante Parameter mit: Die Option -o ro sorgt z. B. dafür, dass ein Gerät "read-only" (nur lesend) verfügbar gemacht wird; entsprechend erlaubt -o rw ("read-write") lesenden und schreibenden Zugriff, was aber in der Regel der Standard ist. Weiterhin sind Kombinationen möglich: Um für einen les- und schreibbar gemounteten Datenträger die Schreibberechtigung zu entfernen, geben Sie gleich zwei Parameter beim Befehlsaufruf an, zum Beispiel:

mount -o remount,ro /media/usb

Damit fordern Sie Mount auf, den Datenträger neu zu mounten (remount) und dabei den Schreibzugriff zu deaktivieren (ro).

Der Mount-Befehl bringt einen praktischen Parameter mit, mit dem Sie ISO-Images ins Dateisystem einhängen. Um eine solche 1:1-Kopie eines Datenträgers beispielsweise vor dem Brennen auf CD/DVD testweise in den Linux-Verzeichnisbaum einzuhängen, tippen Sie:

mount -o loop datei.iso /media/tmp

Linux benutzt dann ein so genanntes Loop Device, um das Image wie ein echtes Gerät anzusprechen.

Tabellarisch – die Datei "/etc/fstab"

Wie schon erwähnt, mountet Linux einige Dateisysteme direkt beim Booten. Die Datei /etc/fstab ("Filesystem Table") enthält Einträge für die einzuhängenden Dateisysteme und alle Optionen. Neben sämtlichen Plattenpartitionen finden Sie in dieser Datei Definitionen für verschiedene Wechseldatenträger (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die Filesystem Table enthält die Mount-Operationen für das automatische Einbinden von Datenträgern beim Bootvorgang.

In der ersten Spalte sehen Sie die Gerätedatei, die zweite enthält den Mountpunkt. Weiterhin sind hier das jeweilige Dateisystem des Datenträgers (in der Regel erkennt der Kernel dieses automatisch, und es reicht auto) und diverse Mount-Optionen definiert.

Neben den schon erwähnten Parametern ro und rw finden Sie hier häufig Einträge, wie user (Gerät darf ohne Root-Rechte eingehängt werden), nouser (das Gegenteil), auto (Dateisystem wird schon beim Booten eingehängt), noauto, exec (Programme auf diesem Datenträger sind ausführbar) oder noexec. Für CD-ROM-, DVD- und Diskettenlaufwerke zeigt das Beispiel in Abbildung 2, dass diese Datenträger nicht beim Systemstart eingehängt werden (noauto) und dass das manuelle Mounten jedem Benutzer (user) gestattet ist. Da hier auch die zugehörigen Mountpunkte (z. B. /media/cdrom0, /media/floppy0) definiert sind, reicht das Kommando

mount /media/cdrom0

aus, um eine CD einzuhängen.

Weil Windows-Dateisysteme keine Dateibesitzer oder Gruppen kennen, können Sie für Dateien und Verzeichnisse auf solchen Partitionen automatisch einen Besitzer (uid=) und/oder eine Gruppenzugehörigkeit (gid=) definieren. Weiter regelt der umask-Eintrag aus dem Beispiel pauschal bestimmte Zugriffsrechte [1]. Um die Datei /etc/fstab anzupassen, bearbeiten Sie sie als Administrator in einem Text-Editor.

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