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Mission Sowjet-Unterzögersdorf

Auf sowjetischem Boden

Im bereits erwähnten Vorspann starten Sie ein Neues Spiel oder laden gespeicherte Spielstände (Abbildung 1). Das Intro informiert Sie zunächst – natürlich in russischer Sprache, aber mit deutschen Untertiteln – über die politische und ökonomische Lage in der russischen Enklave. Den Text überspringen Sie auf Wunsch, indem Sie [Space] drücken. Sie sehen anschließend den anfangs erwähnten, heruntergekommenen Bauernhof.

Ihre Spielfigur, Genosse Gomulka, erscheint in voller Pixel-Montur auf dem Hof (Abbildung 3) und stellt fest, das der an diesem Morgen besonders stark verschmutzt ist. Sie steuern den Genossen nun mit Hilfe der Maus durch den ersten Teil des Abenteuers. Damit Genosse Gomulka zu einem der Müllhaufen läuft, klicken Sie mit der linken Maustaste auf den Haufen. Nach einem Klick mit der rechten Maustaste auf den Müll verwandelt sich der Cursor in ein Auge: Schieben Sie die Maus nun über ein beliebiges Objekt, so erscheint ein kleiner Text, der beschreibt, um was für ein Objekt es sich handelt. Drücken Sie die linke Maustaste, betrachtet Genosse Gomulka das Objekt aus der Nähe und fasst dann die Erkenntnisse seiner Inspektion zusammen: "Oje, Dreck am Boden, wie unschön."

Abbildung 3: Genosse Gomulka besichtigt sein Refugium: Was ist bloß auf dem Hof passiert? Überall liegen Müllhaufen herum, nun ist Reinemachen angesagt.

Klicken Sie zweimal mit der rechten Maustaste auf den Dreck, verwandelt sich der Cursor zu einer Hand, beim Linksklick bückt sich der Genosse und hebt den Müllhaufen auf. Er gehört nun zu seinem Inventar. Sie begutachten das Inventar, indem Sie die Maus an den oberen Rand des Bildschirms schieben und auf den Koffer klicken, der mitsamt seinem Inhalt auf der Bildfläche erscheint (Abbildung 4). So gehen Sie mit dem Koffer um: Über das Augen-Symbol unten links nehmen Sie die Gegenstände im Koffer genauer in Augenschein.

Abbildung 4: Das gesammelte Inventar des Genossen Gomulka. Über das Auge-Symbol betrachten Sie die Gegenstände im Koffer genauer, über die Hand benutzen Sie diese.

Nach einem Klick auf die Hand färbt sich der rote Cursor grün und Sie entnehmen dem Koffer einen Gegenstand. Probieren Sie das mit dem Müllhaufen: Anstelle des Cursors schwebt dann der Müll in der Luft. Sie bewegen ihn über die Mülltonne rechts neben der Tür und werfen ihn mit einem Linksklick in die Tonne hinein. Generell wenden Sie so einen Gegenstand auf einen anderen an, etwa einen Schlüssel auf eine Tür, ein Stein auf ein Fenster oder ähnliches. Mit einem Rechtsklick packen Sie den Gegenstand zurück in den Koffer.

Auch aufschlussreiche Gespräche mit anderen Charakteren erlaubt Suzoeg. Nach drei Klicks mit der rechten Maustaste verwandelt sich der Cursor in einen sprechenden Mund. Nach einem weiteren Klick mit der linken Maustaste auf eine Person redet Genosse Gomulka mit dieser. Diese Aktionen erreichen Sie übrigens auch über das Menü am oberen Bildschirmrand (Abbildung 5). Dort finden Sie zudem zwei Disketten – eine mit einem grünen, eine mit einem roten Pfeil – über die Sie das Spiel laden beziehungsweise speichern. Mit Hilfe der Lenin-Statuen ganz rechts und ganz links verlassen Sie das Abenteuer oder holen, wie es im Jargon des Spiels heißt, eine Ausreisegenehmigung ein.

Abbildung 5: Alle nötigen Befehle für das Adventure erreichen Sie auch über ein Menü im oberen Bereich des Bildschirms, indem Sie einfach die Maus dorthin schieben.

Sollten Sie noch nie ein Adventure gespielt haben: Im wesentlichen geht es darum, Aufgaben zu bewältigen, Schlüssel für verschlossene Türen zu finden oder Fragen zu lösen, die sich im Laufe des Spiels ergeben. Das ist in Suzoeg – abgesehen vom absurden Ambiente – nicht anders. Tatsächlich kommt beim Lösen der oft merkwürdigen Rätsel mit ebenso obskuren Mitteln ein ziemlicher Spielspaß auf. Leider ist das Spiel viel zu früh beendet – da bleibt wohl nichts anderes, als gespannt auf die Fortsetzungen zu warten.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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