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Video-CDs mit GNU VCDImager

VCDImager GUI

Zunächst zur VCDImager GUI für die Gnome-Nutzer. Die allerneuste Version laden Sie aus dem Internet [9] herunter, auf der Heft-CD befindet sich die Vorgängerversion. Entpacken Sie die Datei mit tar xvfz vcdimagergui-1.1.tar.gz – da es sich um ein Python-Programm handelt, brauchen Sie keine Dateien zu kompilieren. Wechseln Sie in das entstandene Unterverzeichnis VCDImager-1.1 und starten Sie die Oberfläche mit ./vcdimager.py. Es öffnet sich ein Dialogfeld (Abbildung 2), über das Sie bequem die oben erläuterten Optionen eingeben.

Abbildung 2: Die VCDImager GUI gibt Gnome-Nutzern die Möglichkeit, Video-CDs mit Hilfe einer grafischen Oberfläche herzustellen.

Klicken Sie auf den Ausführen-Button, startet das Programm intern das Kommando vcdimager, weshalb der Prozess mitunter einige Minuten dauert. Um mehrere Tracks zu markieren, halten Sie beim Auswählen der Dateien einfach [Strg] gedrückt.

K3b Integration

Nutzer von KDE installieren K3b über den Paketmanager der Distribution, wenn es nicht ohnehin bereits installiert ist. Quelltexte und fertige Pakete für die verbreiteten Distributionen finden Sie ansonsten auch unter [10]. Zunächst stellen Sie unter dem Eintrag Programme – den Sie über K3b einrichten erreichen – sicher, dass die Pfade zu den Programmen vcdxbuild, vcdxminfo und vcdxrip stimmen. Das Programm setzt sie im Normalfall selbst.

Sie finden die Option, über die Sie VCDs erstellen, im Datei-Menü. Starten Sie ein Neues Projekt – und zwar ein CD Projekt – und öffnen Sie dann ein Neues VideoCD Projekt. Im unteren Bildschirmbereich sehen Sie einen Reiter mit der Beschriftung Video-CD0, darunter befindet sich ein leeres Feld. Ziehen Sie die Video-Datei per Drag'n'Drop in das leere Feld. Es erscheint eine Meldung, dass die besagt, dass die MPEG-Dateien im VCD-Format vorliegen müssen. Um die offizielle PAL-Auflösung von 352x288 Pixeln zu erfüllen, müssten Sie theoretisch die MPEG-Datei mit einem Programm wie Mencoder skalieren [12]. Das ist jedoch nicht notwendig, da die meisten DVD-Player auch andere Formate akzeptieren.

Um den Brenndialog zu öffnen, wählen Sie Brennen... im Projekt-Menü. Im Reiter Einstellungen im Brenndialog legen Sie die Optionen für das Erstellen einer VCD fest (Abbildung 3), ein Klick auf den Schalter Brennen startet den Brennvorgang und erzeugt die VCD.

Abbildung 3: K3b mit GNU VCDImager-Integration. Im Brenndialog stellen Sie einige der Parameter für den VCDImager ein.

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LinuxUser 06/2012

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