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Neues aus Rom

Brennprogramm Nero für Linux

Komfortable Oberfläche

Die Bedienung des Programms gestatltet sich recht einfach: Sie ziehen nur die zu brennenden Dateien vom oberen Dateimanager in die untere Hauptfensterhälfte. Für Audio-CDs wählen Sie zunächst über die großen Schalter am linken Bildrand das zweite Register und legen dort die Musikdateien ab.

Abbildung 3: Das zweigeteilte Hauptfenster von NeroLINUX.

MP3, Ogg-Vorbis und andere Fremdformate müssen vor dem Brennen auf Audio-CDs in das Wave-Format umgewandelt werden. NeroLINUX geht den einfachen Weg und greift auf bekannte, externe Werkzeuge zurück. Welche das sind, bestimmen Sie unter File/Preferences... auf dem Register File Types.

Abbildung 4: Jede Zeile in den NeroLINUX-Einstellungen beschreibt ein Dateiformat. Auch diesen Dialog hat das Programm praktisch unverändert von GnomeToaster übernommen.

Haben Sie alle Einstellungen eingetragen, folgen auf dem nächsten Register die Brenneinstellungen. Unter Recording wählen Sie zunächst den Typ des Rohlings. Ob das Medium abgeschlossen werden soll, bestimmt Finalize disc. Sofern der Brenner es unterstützt, verhindert Buffer-Underrun Protection etwaige Pufferüberläufe und damit kaputtgebrannte CDs.

Abbildung 5: Dieser Kartenreiter regelt alle Einstellungen zum Brennvorgang.

Auf der linken Seite unter General wählen Sie über Write Speed die Schreibgeschwindigkeit. Ist Maximum eingestellt, erkennt NeroLINUX die maximale Geschwindigkeit des CD-Brenners selbst. Leider funktionierte diese Automatik in unseren Tests nicht immer für alle Rohlinge fehlerfrei. So brannte das Programm eine CD-RW mit 12facher Geschwindigkeit, obwohl der Rohling nur für die 10fache ausgelegt war. So etwas kann zu Datenverlusten führen, weshalb Sie bei der aktuellen Programmversion die Geschwindigkeit im Auge behalten und gegebenenfalls manuell korrigieren sollten.

Der Menüpunkt Recorder/Burn Compilation startet den Schreibvorgang. Wenn noch kein Rohling im Laufwerk liegt, fordert NeroLINUX dazu auf, einen einzulegen. Alle durchgeführten Aktionen protokolliert das Brennprogramm auf dem letzten Register im unteren Teil des Hauptfensters.

Das Menü Recorder bietet noch weitere interessante Funktionen, wie das Kopieren einer CD oder DVD (Copy Disc) oder das Löschen von wiederbeschreibbaren Medien. Tiefergehende Informationen über ein Medium liefert Disc Info.

Fazit

Damit sind die Möglichkeiten von NeroLINUX im wesentlichen erschöpft. Images für VideoCDs oder DVDs müssen Sie mit externen Programmen zusammenstellen und können sie dann erst per Recorder/Brun Image... auf einen entsprechenden Rohling schreiben. Mit seinem großen Windows-Bruder kann NeroLINUX also nicht konkurrieren. Vergleicht man NeroLINUX jedoch mit den anderen Alternativen wie K3b, liegt der kommerzielle Vertreter gleich auf. Unterschiede im Funktionsumfang und der Bedienung sind recht marginal. NeroLINUX machte jedoch einen stabileren und runderen Eindruck. Somit bietet es sich für diejenigen Linux-Benutzer an, die bereits eine Nero-Schachtel in ihrem Schrank stehen haben.

Ein Kauf von Nero 6 nur aufgrund der Linux-Version lohnt hingegen nicht. Erst recht, da Nero derzeit weder Support noch Hilfe für die Linux-Version leistet. Wer Probleme oder Fragen hat, wird auf das englischsprachige CDFreaks-Forum unter [2] verwiesen oder die leider ebenfalls nur auf englisch vorliegende Schnelleinführung [3].

Bootfähige CDs 

Um eine boofähige CD zu erstellen, wechseln Sie auf das Register mit den Brenneinstellungen. Unter den ISO Options wählen Sie unter Bootable: den Punkt El-Torito bootable disc. Klicken Sie anschließend auf Boot options. Im neuen Fenster haben Sie die Möglichkeit, entweder ein vorliegendes Medium anzugeben, das bereits bootbar ist (Bootable logical drive – in der Regel eine Diskette im Laufwerk /dev/fd0) oder eine entsprechende Image-Datei (Image file). Setzten Sie vor einer der beiden Optionen – je nachdem was Sie vorliegen haben – den entsprechenden Haken und geben Sie das Laufwerk, bzw. den Dateinamen ein. Unter Enable expert settings bestimmen Sie optional, welches Laufwerk nach dem Start emuliert und welche Nachricht beim Einlesen der CD angezeigt werden soll (Boot message).

Abbildung 6: Dieses Diaglogfenster legt alle Parameter einer bootfähigen CD fest.

Eine CD kopieren 

Rufen Sie den Menüpunkt Recorder/Copy Disc auf. Es erscheint das Fenster aus Abbildung 7. Auf dem Register Image legen Sie fest, ob die zu kopierende CD zunächst in ein Image ausgelesen und von diesem anschließend auf die Ziel-CD geschrieben werden soll (bei nur einem CD-Laufwerk ist dies Pflicht). Verfügen Sie über mehrere Laufwerke, können Sie unter dem Register Copy Options eine direkte Kopie wählen. Dort stellen Sie auch das Quelllaufwerk (Source device) und die Auslesegeschwindigkeit nebst Rohlingstyp ein. Sofern die CD (absichtlich aufgebrachte) Fehler aufweist, können die Punkte auf dem Register Read Options nützlich sein. So bestimmt man dort jeweils für Audio- und Datentracks getrennt, dass NeroLINUX Fehler einfach ignoriert (Ignore read errors) und sie genau so auf die Ziel-CD schreibt. Darüber hinaus kann das Laufwerk auch in den so genannten RAW-Modus versetzt werden. Mit Subchannel-Daten versteht sich NeroLINUX nicht – selbst dann, wenn der Brenner dies könnte. Ein Klick auf Copy startet den Kopiervorgang.

Abbildung 7: Der Dialog zum Kopieren eines Mediums weicht von der Windows-Version ab. Dort gehört er zum Fenster "Neue Zusammenstellung". Auf dem in der Abbildung dargestellten Register wählt man das Quelllaufwerk.

Infos

[1] Nero: http://www.nero.com

[2] Nero-Abteilung des CDFreaks-Forums: http://club.cdfreaks.com/forumdisplay.php?f=104

[3] NeroLINUX: http://www.nero.com/de/NeroLINUX.html

[4] Homepage von GnomeToaster: http://gnometoaster.rulez.org/

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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