Brennprogramm Nero für Linux

Neues aus Rom

Der unangefochtene Marktführer bei kommerziellen Brennprogrammen heißt derzeit Nero. Nun bringt der gleichnamige Hersteller erstmals eine Linux-Variante auf den Markt.

Mit geschickter Niedrigpreispolitik und der Überschwemmung des OEM-Marktes hat sich das Brennprogramm Nero an die Spitze der Windows-Verkaufscharts gesetzt. Der Erfolg war so groß, dass sich der Hersteller Ahead Anfang des Jahres in Nero umtaufte. Mit der aktuellen Version 6 wuchs das Windows-Programm zu einem wahren Multitalent, das nicht mehr nur Daten- und Musik-CDs brennt, sondern auch den Multimediabereich bis hin zur einfachen Videobearbeitung bedient.

Obwohl der Fokus auf der Windows-Plattform liegt, schielte der Hersteller in der Vergangenheit immer wieder auf andere Betriebssysteme. So war für Brennerlieferanten kurzzeitig eine Macintosh-Version erhältlich, die aber Aufgrund einiger Mängel wieder vom Markt verschwand. Umso erstaunter blickte die Linux-Gemeinde auf eine Pressemitteilung, die mit NeroLINUX eine Umsetzung für Linux ankündigte.

Kostenlos, aber nicht frei

NeroLINUX ist für alle Besitzer eines Nero-6-Paketes kostenlos. Wer nur eine OEM-Version sein Eigen nennt, bleibt entweder außen vor oder muss das kostenpflichtige Upgrade-Angebot in Anspruch nehmen. Vor den Download hat der Hersteller eine Registrierung gesetzt: Ohne die Eingabe einer gültigen Seriennummer gelangt man nicht zur Linux-Version. Ein Informationstext weist darauf hin, dass man "in Kürze" Zugang zum so genannten "Nero Nutzerbereich" erhält. Welche Leistungen dieser Nutzerbereich genau umfassen wird, geht daraus leider nicht hervor. Er lässt aber hoffen, dass auch in Zukunft neue Linux-Versionen erscheinen.

Hat man die Hürde der Registrierung genommen, steht man vor der Wahl zwischen RPM- und Debian-Paketen. Dabei unterstützt NeroLINUX auch ältere Distributionen wie Suse Linux 8.0 oder RedHat 7.2. Quellcode gibt es nicht, auch wenn das Programm kostenlos ist.

Installation

Sobald Sie das ungefähr 11 MByte große Paket heruntergeladen haben, spielen Sie es bequem mit einem Paketmanager auf das System auf. Auf einem Computer mit Suse Linux übernimmt Yast diese Aufgabe, der das Brennprogramm auch gleich in das KDE-Menü integriert.

Nach dem Start meldet sich NeroLINUX mit der Versionsnummer 2.0.0.0 – eine Version 1 hat allerdings nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Als erstes verlangt das Brennprogramm die erneute Eingabe der Nero-6-Seriennummer. Weigert man sich, schaltet die Anwendung in einen zeitbeschränkten Demo-Modus. Unter File/Preferences... auf dem Register Common im Feld NeroLINUX Serial Number lässt sich die Eingabe der Seriennummer nachholen. Anschließend muss man NeroLINUX neu starten.

Abbildung 1: In den Einstellungen von Nero kann man nicht nur die Seriennummer nachträglich ändern, sondern auch die Tests bei jedem Programmstart abschalten.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Brandstifter
    Nero kommt mit einer taufrischen Beta-Release seiner Brennsoftware für Linux auf den Markt. Ob sie das Zeug hat, den Konkurrenten K3B anzuzünden, zeigt der Test.
  • Pyromania
    Die ersten Gehversuche von Nero auf dem Linux-Markt scheiterten kläglich. Mit der aktuellen Release 3 sei alles besser – verspricht der Hersteller.
  • Brandheiß
    Nero hört auf die Rufe aus der Community und spendiert seinem Brennprogramm für Linux nicht nur ein neues Interface, sondern auch eine Kommandozeile.
  • Version 2.0.0.2 im Test
    Gut ein viertel Jahr ist es her, dass wir einen Blick auf die erste Linux-Version der kommerziellen Brenn-Software Nero geworfen haben. Dieser Artikel verrät, mit welchen Neuerungen Version 2.0.0.2 aufwartet.
  • Cebit 2008: Nero Linux 3 mit neuer Oberfläche und Kommandozeile
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 04/2017: SPEZIAL-DISTRIBUTIONEN

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

WLAN lässt sich nicht einrichten
Werner Hahn, 21.03.2017 14:16, 0 Antworten
Dell Latitude E6510, Ubuntu 16.4, Kabelbox von Telecolumbus. Nach Anklicken des Doppelpfeiles (o...
"Mit Gwenview importieren" funktioniert seit openSuse 42.2 nicht mehr
Wimpy *, 20.03.2017 13:34, 2 Antworten
Bisher konnte ich von Digitalkamera oder SD-Karte oder USB-Stick Fotos mit Gwenview importieren....
Ich habe eine awk Aufgabe und bekomme es nicht so Recht hin
Dennis Hamacher, 10.03.2017 18:27, 1 Antworten
Ich hoffe Ihr könnt mir dabei helfen oder mir zeigen wie der Befehl richtig geschrieben wird. Ich...
Unter Linux Open Suse Leap 42.1 einen Windows Boot/ ISO USB Stick erstellen...
Tim Koetsier, 07.03.2017 15:26, 1 Antworten
Hallo, weiß jemand wie ich oben genanntes Vorhaben in die Tat umsetzen kann ? Wäre echt dankba...
Druckertreiber installieren OpenSuse42.1
Tim Koetsier, 07.03.2017 15:22, 1 Antworten
hallo, kann mir BITTE jemand helfen ich verzweifel so langsam. Habe einen Super Toner von Canon...