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Der Web-Sauger

Webseiten mit Naja downloaden

Arbeiten mit dem Scheduler

Naja kommt bereits mit effizienten Komponenten auf die Platte und lässt sich über den Options-Dialog im Tools-Menü an eigene Bedürfnisse angleichen. Da wäre zum Beispiel der Scheduler, der das Linux-Programm cron benutzt, um Zeiten für Tasks (Downloads, News abrufen) festzulegen (Abbildung 3). Dazu könnte man zum Beispiel folgendermaßen vorgehen:

  • Mit [Strg-J] einen neuen Job definieren
  • Im Options-Dialog den Job konfigurieren
  • Im Scheduler die Zeiten festlegen

Abbildung 3: Der Scheduler von Naja nutzt cron, um Zeiten für Tasks festzulegen.

Ein wichtiger Parameter ist in diesem Zusammenhang ISeg (segmentation interface). Damit kann das Aufteilen der Dateien in Päckchen eingestellt werden. Dieser Wert ist für FTP (mit Authentication) auf zwei limitiert. Die Einstellungen für ISeg werden ebenfalls im Menü ToolsOptions ([Strg-O]) vorgenommen.

Es gibt insgesamt vier Scheduler-Typen: cron, anacron 1, anacron 2 und anacron 3. Cron wird für Maschinen verwendet, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Die anacron-Scheduler hingegen verwenden Sie, wenn der Rechner nicht ununterbrochen läuft.

Der Scheduler arbeitet mit Kommandos (case-sensitive). Ein Kommandoaufruf könnte beispielsweise so aussehen:

cmd_1("string");cmd_2("string");cmd_3("string")

Das Alert-Kommando zeigt eine Nachricht in einer Box:

Alert("title","your message…\n your message…")

Das System-Kommando erlaubt die Ausführung eines Kommandos in einer Subshell:

System("echo naja")

Das Job-Kommando gestattet die Ausführung eines Jobs:

Job("id")

Fazit

Naja ist praktisch, variabel, mit Plug-Ins erweiterbar und technisch auf der Höhe der Zeit. Das Tool ist in Python geschrieben und vereint Übersichtlichkeit, weitreichende Konfigurationsmöglichkeiten und effiziente Download-Techniken unter einem Dach. Somit ist es als Werkzeug für die tägliche Arbeit zu gebrauchen.

Es gibt aber auch Kritikpunkte, etwa die Installation. Für Einsteiger ist der Aufwand, insbesondere das Kompilieren von wxWidgets (inklusive wxPython), wahrscheinlich schwer zu bewältigen. Das darf künftig ruhig etwas benutzerfreundlicher sein, etwa indem Software wie pyOpenSSL integriert wird. Ärgerlich ist auch die fehlende Offline-Hilfe. Der Anwender ist gezwungen, eine Verbindung zum Internet herzustellen und auf der Homepage nach geeigneten Informationen zu suchen – die man dort aber schnell findet. Und schließlich stört die Banner-Werbung der "ad-sponsored software". Insgesamt fällt das Urteil durchwachsen aus. Na ja, entscheiden Sie selbst.

Der Autor

Thomas Kaufmann ist als freier Entwickler (Python, C, C#, Java) und Autor tätig. Zudem gehört die Administration von Linux-Systemen (Suse, Red Hat) sowie IT-Sicherheit zu seinen bevorzugten Themen.

Infos

[1] Naja Homepage: http://www.keyphrene.com

[2] Python Homepage: http://www.python.org

[3] wxPython Homepage: http://www.wxpython.org

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LinuxUser 06/2012

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