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Hereinspaziert

KDM und GDM konfigurieren

Anmelden à la Gnome

Ähnlich wie bei KDM ist das Erscheinungsbild des GDM abhängig von der Distribution. Unter Suse Linux verbirgt sich unter Sprache ein Dialog zur Auswahl der Sprache, die Sie nach dem Anmelden nutzen wollen. Unter Sitzung findet sich die Liste der auswählbaren Fenstermanager und Desktop-Umgebungen, und der Punkt System bietet Optionen zum Herunterfahren und Neustarten des Computers sowie einen Punkt zum Konfigurieren von XDMCP. Ein Eintrag, der das GDM-Konfigurationsprogramm startet, rundet das Angebot ab (Abbildung 6).

Abbildung 6: Der GDM von Suse Linux.

Der GDM von Mandrake Linux schaut genauso aus, nur firmiert der Menüpunkt System dort unter dem Namen Aktionen.

Fedora, das standardmäßig den GDM verwendet, verbirgt die Funktionen zum Herunterfahren oder Neustarten nicht in einem Menü und verzichtet ebenfalls auf eine Option, die das GDM-Konfigurations-Tool startet. Sie können es jedoch nach dem Anmelden mit dem als Root aufgerufenen Befehl gdmsetup starten (Abbildung 7).

Abbildung 7: In diesem Dialog konfigurieren Sie den GDM.

Dort legen Sie unter Security fest, ob der Konfigurationsdialog vom Login-Bildschirm aus erreichbar sein soll oder nicht. Kreuzen Sie jedoch unter Fedora Core 2 Allow configuration from the login screen an, taucht im Anmeldebildschirm trotzdem keine Schaltfläche auf, die gdmsetup startet. Schuld ist das von Fedora Core 2 verwendete GDM-Theme. Wählen Sie stattdessen auf dem Registerreiter Graphical greeter ein anderes aus, bietet auch der Fedora-GDM Zugriff auf das Konfigurations-Tool. Da die vorinstallierte Auswahl an Login-Themes recht mager ist, finden Sie eventuell unter [4] etwas Passendes. Aus dem Netz herunter geladene GDM-Themes installieren Sie ebenfalls mit gdmsetup.

GDM davon zu überzeugen, einen neuen Fenstermanager als Sitzungstyp anzubieten, ist einfach und funktioniert ebenso wie bei KDM. Der einzige Unterschied besteht im Speicherort des Session-Skripts. GDM erwartet es unter Suse Linux im Ordner /opt/gnome/share/xsessions; das richtige Verzeichnis unter Mandrake Linux und Fedora Core 2 ist /usr/share/xsessions/. Für einen tieferen Einstieg in die Konfiguration von GDM eignet sich die GDM-Referenz unter [5].

Glossar

XDMCP

Das X Display Manager Control Protocol [3] wurde entwickelt, um über ein Netzwerk auf X-Sitzungen zugreifen zu können. Der Nutzer an einem entfernten Rechner kann so alles vom Login bis zur Applikation grafisch übers Netz auf dem Server erledigen. Aus Sicherheitsgründen und um die Netzauslastung zu minimieren, sollte man statt XDMCP besser SSH verwenden.

Theme

Ein Theme ist eine Zusammenstellung von optisch zusammenpassenden Elementen, mit denen man Anwendungen ein anderes Aussehen überstülpt. Neben den meisten Fenstermanagern kennen auch Anwendungsprogramme wie Mozilla oder XMMS Themes.

Infos

[1] Hagen Höpfner, "Linux light", LinuxUser 8/2004, S. 68 ff., http://www.linux-user.de/ausgabe/2004/08/068-suse-light/

[2] KDM-Handbuch: http://docs.kde.org/en/HEAD/kdebase/kdm/

[3] Linux XDMCP HOWTO: http://www.tldp.org/HOWTO/XDMCP-HOWTO/

[4] GDM-Themes: http://art.gnome.org/themes/gdm_greeter/

[5] GDM-Referenz: http://www.jirka.org/gdm-documentation/t1.html

Der Autor

Hagen Höpfner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme der Fakultät für Informatik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Was er dort so alles treibt, steht unter http://wwwiti.cs.uni-magdeburg.de/~hoepfner/. In seiner Freizeit spielt der begeisterte Vater Gitarre in der Rockband "Gute Frage" (http://www.gutefrage.de/).

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