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Hardware-Überwachung mit xmbmon
Xmbmon
Zur dauerhaften Überwachung eignet sich das Programm xmbmon noch besser: Hier liegt der Schwerpunkt in der grafischen Aufbereitung der Werte über die Zeit. Es stellt die Schwankungen der Parameter in Kurven dar.
Starten Sie das Tool durch Eingabe von xmbmon in einer Shell, öffnet sich ein kleines Fenster. Im oberen Bereich stehen von links nach rechts die Angaben zu Motherboard (MB), Prozessor (CPU), Chip und Kernspannung (Vc).
Auf der linken Seite finden Sie zudem Temperaturmarkierungen von 10 bis 50 Grad. Rechts entdecken Sie die Markierungen für die Kernspannung von 1,8 bis 2,2 Volt.
Diese Grenzen sind voreingestellt aber nicht statisch. Durch verschiedene Optionen verändern Sie beispielsweise die Spanne, in der die Software Temperaturschwankungen darstellt:
xmbmon -tmax 65.00 -tmin 5.0 -vmin 1.50
-tmax bestimmt die obere Temperaturgrenze in Grad Celsius, -tmin analog die untere Grenze. Das Ergebnis sehen Sie in Abbildung 2.
Eine Neubestimmung der Ober- und Untergrenze der Werte ist sinnvoll, wenn Sie zum Beipiel über einen Prozessor verfügen, der mit seiner Wärmeleistung ständig über der Vorgabe von 50 Grad liegt.
Die minimale Anzeige der CPU-Kernspannung legen Sie mit -vmin 1.50 auf 1,5 Volt fest. Neben dem Parameter -vmin gibt es noch -vmax für die Obergrenze.
Die Option -g regelt die Position des Fensters sowie seine Größe. Mit dem folgenden Aufruf erhalten Sie ein Fenster, das 150 Pixel breit und 300 Pixel hoch ist und genau in der linken oberen Bildschirmecke sitzt:
xmbmon -g 150x300+0+0
Die Farben, die zu den einzelnen Temperaturen gehören, setzen Sie mit -cltmb (Standard: Blau, Temp. 1), -cltcpu (Rot, Temp. 2), -cltcs (Cyan, Temp. 2) und -clvc (Grün, Volt):
xmbmon -cltmb yellow
oder hexadezimal (wie in HTML-Farb-Tags):
xmbmon -cltmb "#d1b82a"
Eigene Kommentare zu den Temperaturen und der Voltzahl schreiben Sie mit den Optionen -cmtmb (MB), -cmtcpu (CPU), -cmtcs (chip) und -cmvc (Vc) (Abbildung 3).
Weitere Einstellungsmöglichkeiten erfahren Sie bei beiden Varianten des Tools über den Parameter -h, mit dem Sie – wie bei vielen Kommandozeilenwerkzeugen – die eingebaute Hilfe abrufen.
Außerdem liegen in der Datei xmbmon.resources einige Vorlagen bereit, mit denen Sie das Äußere von xmbmon über die Xresources [6] verändern können.
Gleichgültig, ob Sie die Textmodusvversion mbmon oder den grafischen Bruder xmbmon nehmen: Mit der Temperatur im Blick brennt Ihnen in Zukunft kein Kernel mehr beim Backen an.
Glossar
BIOS
Basic Input Output System. Grundsystem zum Starten eines Rechners. Dieses System überprüft den Zustand der Hardware und lädt anschließend den Bootloader oder das eigentliche Betriebssystem.
Infos
[1] Erläuterungen zur Signal-11-Fehlermeldung: http://www.bitwizard.nl/sig11/
[2] Xmbmon-Download: http://www.nt.phys.kyushu-u.ac.jp/shimizu/download/download.html
[3] Heike Jurzik, "Rechte und Pflichten – meine oder Deine Datei?", LinuxUser 10/2000, S. 93: http://www.linux-user.de/ausgabe/2000/10/093-zubefehl/befehl9.html
[4] Lm_sensors: http://www2.lm-sensors.nu/~lm78/
[5] Marc André Selig, "Private Feuerwände", LinuxUser 05/2002, S. 30: http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/05/030-firewall/firewall-4.html
[6] Jo Moskalewski, "Xresources", LinuxUser 05/2001, S. 70: http://www.linux-user.de/ausgabe/2001/05/070-desktopia/desktopia-2001-05.html



