Musik und Film für lange Nächte
Korner: Kaffeine
Reine Einstellungssache
Ist das Bild des Films nicht ganz nach Ihrem Geschmack, gönnen Sie dem Punkt Einstellungen / Videoeinstellungen (Abbildung 4) einen zweiten Blick. Hier drehen Sie per Schieberegler an den Stellschrauben bei Farbe, Sättigung, Helligkeit oder Kontrast. Hinkt der Ton dem Bild hinterher, ändern Sie den Audio-Video-Offset.
Wer schon einmal mit xine hantiert hat, weiß um die Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten, die dieses Programm mit sich bringt. Kaffeine stellt unter Einstellungen / Xine konfigurieren eine grafische Oberfläche (Abbildung 5) bereit, mit der sich solche Player-Parameter komfortabel per Mausklick ändern lassen. Nehmen Sie hier Änderungen an Audio- oder Videotreiber vor, werden diese allerdings erst nach einem Neustart des Programms wirksam.
Kaffeine überzeugt jedoch nicht nur auf grafischer Seite, sondern wartet auch mit einer Menge nützlicher Kommandozeilen-Switches auf. So können Sie mit Hilfe der --device-Option den Pfad zur Audio- oder Video-CD setzen und sogar das benötigte Input-Plugin übergeben. So spielt
kaffeine --device /dev/cdrom VCD
die Video-CD im CD-ROM-Laufwerk ab.
Möchten Sie Ihrer aktuellen Stückliste Titel hinzufügen, geben Sie Kaffeine einfach die Option --enqueue ihrtitel mit, und schon reiht sich das Stück brav ein. Selbst AVI-Dateien mit separater Untertitel-Datei lassen sich mit Hilfe der Kommandozeile nutzen: Starten Sie den Player in diesem Fall mit kaffeine film.avi untertiteldatei.xxx.
Glossar
MOV
Abkürzung für "Movie", bezeichnet Videodateien in Apples Quicktime-Format.
WMV
Das Videoformat "Windows Media Video" gehört zur Windows-Media-Architektur und konkurriert mit Quicktime.
symbolischen Link
Der Befehl "ln -s pfad/zur/datei /neuer/pfad/neuer/name" legt einen Verweis auf die erstgenannte Datei unter einem anderen Namen meist an einer anderen Stelle im Dateibaum an, ohne dass der Dateiinhalt kopiert wird. Löscht man die Originaldatei, zeigt der Verweis ins Leere, man erhält einen "broken symlink".
$
In der Shell gesetzte Variablen wie HOME, KDEDIR oder KDEDIRS geben ihren Inhalt preis, wenn man ein Dollarzeichen vor ihren Namen schreibt.
Infos
[1] Günter Bartsch, Stefan Holst: "Xinemania", LinuxUser 08/2003, S. 36 ff.



