KDE Update

Spiel mich ein, Scotty

Das K Desktop Environment ist der beliebteste Desktop unter Linux. Aufgrund seines Umfanges ist bei einem Update Einiges zu beachten. Dieser Artikel zeigt, wie Sie Ihr KDE-System auf den neuesten Stand bringen.

Die KDE-Entwicklung schreitet stetig voran. Neue Versionen locken nicht nur mit gestopften Sicherheitslöchern, sondern auch mit einer Vielzahl neuer Funktionen. Dem daher ständig wachsenden Wunsch nach Updates stehen zunächst einige Hürden im Weg: So ist die Vorgehensweise, um zu einem aktualisierten Desktop zu gelangen, nicht nur für jede Distribution anders aus, auch die Reihenfolge, in der die vielen Pakete eingespielt werden, spielt eine tragende Rolle.

Da jeder Distributor bei den Paketbezeichnungen und der Aufteilung der Programme und Hilfsdateien auf die Pakete sein eigenes Süppchen kocht, ist es fast unmöglich, eine allgemeingültige Installationsanleitung zu geben. Mit einem kleinen Fokus auf den Marktführer SuSE probieren wir dies im Folgenden dennoch.

Daten sichern

Der erste Schritt sollte daraus bestehen, ein Backup Ihrer Daten anzulegen. Dabei geht es in erster Linie um die KDE-Einstellungen, die in den unsichtbaren Unterverzeichnissen .kde und eventuell .kde2 der Home-Verzeichnisse stecken.

Zwar versprechen die KDE-Entwickler, dass nach einem Update die meisten Einstellungen übernommen werden, eine Garantie gibt es dafür aber nicht. Wenn mit wichtigen Daten arbeiten, empfehlen wir generell ein Backup des gesamten Systems. Die meisten Distributionen bieten hierfür geeignete Werkzeuge an. Geht im Folgenden etwas schief, kann man schnell das Backup zurück spielen.

Eine Deinstallation des bestehenden KDE-Systems ist in der Regel nicht notwendig. Es wird aber davon abgeraten, mehrere KDE-Versionen gleichzeitig in einem System zu betreiben. Wer es dennoch versuchen möchte, findet eine Anleitung unter [10]. Des Weiteren sollten Sie prüfen, ob genügend freier Festplattenplatz zur Verfügung steht – Platzmangel führt in einigen Fällen zu kryptischen Fehlermeldungen.

Erst KDE beenden

Das Update sollte nicht unter KDE selbst vorgenommen werden. Auch wenn es entsprechende Erfolgsmeldungen gibt, wäre dies so, als würde man bei einer sitzenden Person den Stuhl tauschen – das ist nicht empfehlenswert. Die meisten Distributionen installieren standardmäßig mehrere Desktop-Systeme, die am Anmeldebildschirm zur Auswahl gestellt werden. Sie können auch nach dem Abmelden in KDE mit [Strg-Alt-F1] auf eine Textkonsole wechseln und sich dort anmelden.

Die Anmeldung müssen Sie als Benutzer root durchführen: Nur der Administrator-Account hat die notwendigen Rechte, um das Update bzw. die Installation vorzunehmen.

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