Home / LinuxUser / 2003 / 09 / Flexibler mounten mit Dateisystemnamen

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

… mit ihrem guten Namen

Flexibler mounten mit Dateisystemnamen

Stolperstein Bootloader

Der einzige Stolperstein bei der variablen Partitionierung ist der Bootloader, er muss nach wie vor vom BIOS des Rechners gestartet werden und dann seine eigenen Programmdateien finden. Deshalb muss sowohl bei LILO als auch bei Grub die Boot-Partition benannt werden. Allerdings können Sie den Kernel-Parameter "root=" auf Volume Labels umstellen, hier ein Auszug aus der Grub-Konfiguration:

kernel /boot/vmlinuz root=LABEL=suse82 hdb=ide-scsi vga=0x788

Nun können Sie Ihr Linux-System sehr weitgehend verändern, ohne sich um Dateisystemtabelle oder Kernel-Parameter Gedanken zu machen. Der einzige Knackpunkt bleibt der Austausch der Festplatte: Nach Übertragung aller Daten und Setzen der Dateisystemnamen müssen Sie den Bootloader erneut installieren und je nach Umbau die Positionsangabe für den Bootloader in der Konfiguration anpassen.

Neue Distributionen ausprobieren

Durch die Verwendung der Dateisystemnamen ist es nun sehr einfach, mehrere Distributionen parallel zu installieren und sie auch nach Belieben zu löschen, ohne dass dies Einfluss auf die übrigen Distributionen hat.

Am Einfachsten geht dies mit einem Master-Grub, der die Bootloader der einzelnen Distributionen startet. Dazu legen Sie die Partition hda1 mit einer Größe von 10 MB an und formatieren sie als Ext-2 – zum Beispiel, indem Sie von der Rettungs-CD aus LinuxUser 08/2003 starten. Mounten Sie die Partition unter /mnt, richten Sie das Verzeichnis /mnt/grub ein und legen Sie dort die Datei menu.lst an. Das nachfolgende Listing zeigt eine Beispielkonfiguration der /mnt/grub/menu.lst für vier Distributionen auf den Partitionen hda5 bis hda8:

timeout 10
default 0
title SuSE 8.1
  root (hd0,4)
  chainloader +1
title SuSE 8.2
  root (hd0,5)
  chainloader +1
title Red Hat 8.0
  root (hd0,6)
  chainloader +1
title Red Hat 9.0
  root (hd0,7)
  chainloader +1

Kopieren Sie nun alle Dateien aus dem Verzeichnis /usr/lib/grub/i386-pc der Rettungs-CD in das Verzeichnis /mnt/grub und richten Sie Grub mit folgenden Befehlen ein:

grub
root (hd0,0)
setup (hd0)
quit

Damit ist der Master-Grub installiert. Bei der Installation der ersten Distribution sollten Sie /dev/hda2 als Swap-Partition einrichten lassen, der Rest der Festplatte wird zu einer erweiterten Partition ("Extended"). Dort bekommt jede Distribution ein logisches Laufwerk, in unserem Beispiel SuSE Linux 8.1 die Partition /dev/hda5. Zudem müssen Sie den Bootloader der jeweiligen Distribution in der Root- oder Boot-Partition ablegen lassen, bei SuSE Linux 8.1 wäre dies wiederum /dev/hda5. Alle weiteren Distributionen benutzen dann /dev/hda2 als Swap-Partition.

Nach Umstellung auf Dateisystemnamen können Sie jederzeit etwa beide SuSE-Distributionen löschen – die Swap-Partition ändert ihre Position nicht, einzig die beiden Red-Hat-Partitionen rücken auf zu hda5 und hda6 – in Grub-Schreibweise entspricht dies hd(0,4) und hd(0,5). Es genügt also, die beiden Zahlen in der Master-Grub-Konfiguration grub/menu.lst auf /dev/hda1 anzupassen. Dank der Möglichkeit, während des Systemstarts die Grub-Konfiguration zu bearbeiten [2], brauchen Sie für die Änderung nicht einmal eine Rettungs-CD.

Infos

[1] Mirko Dölle, "Bunt gemischt für Jedermann": LinuxUser 03/2003, Seite 70 oder http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/03/070-multidistri/index.html

[2] Martin Loschwitz, "Lilos Erben": LinuxUser 07/2002, Seite 71 oder http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/07/071-grub/grub-1.html

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...