Jeder Anwender, der bereits Tipps im Internet finden wollte, kennt das Problem: Er springt von Google über Freshmeat zu Altavista, klickt in den Web-Formularen herum und stapelt Browser-Fenster auf dem Desktop. Wesentlich nervenschonender arbeitet es sich da mit surfraw: Das Tool schickt den gesuchten Begriff als korrekte Anfrage an die entsprechende Suchmaschine. Der Bowser präsentiert Ihnen dann das Ergebnis.
Installation
Sollte das Programm nicht im Umfang Ihrer Distribution enthalten sein, finden Sie den Tarball mit dem Quellcode auf der Homepage des Projektes [1] und auf der Heft-CD in Verzeichnis LinuxUser/surfraw/. Zunächst entpacken Sie das tar-Archiv, bevor Sie surfraw mit dem üblichen Dreischritt configure, make und make install installieren:
[andreas]~> tar xzf surfraw-1.0.7.tar.gz [andreas]~> cd surfraw-1.0.7 [andreas]~> ./configure [andreas]~> make [andreas]~> su Password: (root-Passwort) # make install
Weitere Optionen zur Installation verrät Ihnen die Datei INSTALL, die im neu entstandenen Verzeichnis surfraw-1.0.7 enthalten ist. Benutzern der Debian-Distribution genügt der Befehl
apt-get install surfraw
um das Tool auf den heimischen Rechner zu holen.
Konfiguration
Nach der Installation finden Sie im Verzeichnis /etc die Dateien /etc/surfraw.conf und /etc/surfraw_elvi.list.
Werfen Sie zuerst einen Blick in die Datei /etc/surfraw.conf: Hier wartet die systemweite Konfiguration. Die Datei bringt gute Voreinstellungen mit und ist ausreichend kommentiert. Im Kopf der Datei sehen Sie einen Hinweis zur Konfigurationssyntax mit einer Warnung: "This file has a different format to that of $HOME/.surfraw.conf! $HOME/.surfraw.conf entries should always be written sh style."
Das bedeutet, dass die Syntax der Hauptkonfiguration in /etc/surfraw.conf von der Datei ~/.surfraw.conf in Ihrem Home-Verzeichnis abweicht. Während die systemweiten Variablen der Konfiguration mit def und defyn definiert werden, dürfen Sie sich in den lokalen Einstellungen mit dem Muster VARIABLE=inhalt begnügen.
Mit diesem Wissen können Sie die Konfigurationsdatei ~/.surfraw.conf in Ihrem Heimatverzeichnis erstellen. Die persönliche Datei bietet den Vorteil, dass Sie schnelle Änderungen ohne Root-Rechte durchführen können. Außerdem können Sie auf diese Weise für jeden User unterschiedliche Nutzerprofile verwenden.
Interessant sind für Sie in erster Linie zwei Variablen: SURFRAW_text_browser und SURFRAW_graphical_browser. Öffnen Sie Ihren Lieblings-Editor und wählen Sie sowohl den Text- als auch den Grafik-Browser, mit dem Sie gerne arbeiten:
SURFRAW_text_browser=lynx SURFRAW_graphical_browser=phoenix
Speichern Sie die Zeilen als ~/.surfraw.conf ab. Jetzt haben Sie den grundlegenden Teil Ihrer Konfiguration bereits abgeschlossen. In der Textkonsole werden die Ergebnisse Ihrer Anfragen nun von Lynx, auf der grafischen Oberfläche hingegen von Phoenix angezeigt.



