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Nützliches Seegetier

deskTOPia: bubblemon und wmfishtime

Immer zu Diensten

Zusätzlich zu all diesen Features hat der Programmautor noch die Möglichkeit eingebaut, durch Klick mit der linken oder der mittleren Maustaste in das bubblemon-Fenster ein Programm Ihrer Wahl zu starten. Dafür geben Sie das oder auch die gewünschten Programme bei dem Start von bubblemon als letzten Aufrufparameter an. Am besten verdeutlicht dies ein Beispiel. Der Aufruf

bubblemon -k sylpheed "xterm -e vim"

bewirkt folgendes: Wenn man mit der linken Maustaste in das bubblemon-Fenster klickt startet das Mail-Programm sylpheed, klickt man mit die mittleren, startet ein Kommandozeilenfenster xterm, in dem der Editor vim läuft. Da im zweiten Befehlsaufruf Leerstellen vorkommen, muss man ihn in Anführungszeichen setzen.

Was wäre eine Ente, die nicht quaken kann? Der Programmautor hat vorgesorgt: Im Unterverzeichnis misc des Quellcodes von bubblemon liegen die Datei wak.wav, die beim Abspielen ein Quakgeräusch ertönen lässt, und ein Shell-Skript mit dem lautmalerischen Titel wakwak.sh. Letzteres verwendet das Kommando play aus dem Paket sox, das Sie eventuell nachinstallieren müssen. Mit dem Befehl

chmod +x wakwak.sh

machen Sie das Skript ausführbar, mit einem Editor sollten Sie anschließend noch den vollständigen Pfad zur Datei wak.wav hineinschreiben. Wenn Sie bubblemon nun mit wakwak.sh als Parameter starten, können Sie Mitarbeiter im selben Raum mit einem einfachen Mausklick auf bubblemon durch fröhliches Gequake in den Wahnsinn treiben.

Kasten 1: Aquarium und Ententeich für immer@KL:Natürlich will man die nützlichen Helferlein nicht bei jedem Systemstart einzeln aufrufen. Für Abhilfe sorgt ein Eintrag in der Datei <I>.xinitrc<I> oder – je nach Konfiguration – in <I>.xsession<I> im Home-Verzeichnis. Unter SuSE 8.1 beispielsweise fügen Sie die beiden Aufrufe einfach in die <I>.xinitrc<I> unterhalb der Zeile "# Add your own lines here…" ein:

bubblemon wakwak.sh &
wmfishtime -c &

Nutzen Sie die Applikationen unter WindowMaker, haben Sie es noch einfacher. Klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf den Fensterrand, und ziehen Sie das Fenster nach rechts ins Dock. Mit einem Rechtsklick auf den Fensterrand öffen Sie das Kontextmenü, aus dem Sie den Punkt Settings auswählen. Im folgenden Einstellungsmenü tragen Sie Ihre Programmaufrufe in das Feld Application path and arguments ein, setzen einen Haken vor die Option Start when Window Maker is started und bestätigen die Auswahl mit Klick auf OK. Von nun an erledigt WindowMaker das Starten der DockApps.

Glossar

DockApps

Ursprünglich vom Fenster-Manager WindowMaker stammende kleine Anwendungen, die in angedockter Form am Bildschirmrand laufen. Von der Größe her mit GNOME Panel Applets vergleichbar, gibt es für fast jeden Zweck eine Dock Applikation. DockApps sind so beliebt, dass sie inzwischen auch von anderen Fenster-Managern unterstützt werden.

System Load

Der auch als Systemlast bezeichnete Wert berechnet sich aus der Anzahl der Prozesse, die innerhalb eines bestimmten Intervalls entweder auf die CPU oder die Festplatte warten mussten. Auf Desktop-Systemen liegt der System Load meistens unter 2.

Infos

[1] http://www.ne.jp/asahi/linux/timecop/

[2] Joachim Moskalewski: "Fensterbauer", LinuxUser 09/2000, S. 64, http://www.linux-user.de/ausgabe/2000/09/064-desktopia/wmaker.html

[3] Joachim Moskalewski: "Schlicht ausgeklügelt", LinuxUser 01/2002, S. 57

[4] Andrea Müller: "Aloha Waimea", LinuxUser 01/2003, S. 64

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LinuxUser 06/2012

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