Gnomogramm

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01.05.2003

Community News

Gut einen Monat nach Erscheinen von GNOME 2.2 bringt das GNOME-Projekt mit Version 2.2.1 eine weitere Unterversion, die im Gegensatz zum Vorgänger keine neuen Funktionen implementiert, dafür aber eine Reihe von Fehlern korrigiert. Nebenbei blieb noch Zeit, diverse Kleinigkeiten zu verbessern und neue Übersetzungen hinzuzufügen. Besonders stolz sind die Entwickler auf die neue Nautilus-Version, die sie als die bisher schnellste und stabilste bezeichnen. Schon aus diesem Grund lohnt sich ein Update. Wer es hingegen nicht so eilig hat, kann auf das für den Spätsommer geplante GNOME 2.4 warten, das neben weiteren Fehlerkorrekturen auch eine Reihe neuer, nützlicher Anwendungen mitbringen soll. Dann lohnt sich ein Update in jedem Fall.

Passend zur neuen Version wurde auch der GNOME Desktop User Guide (http://www.gnome.org/learn/) überarbeitet. Die neue Version enthält neben Änderungen in den Bereichen Panel und Wechselmedien eine Vielzahl kleinerer Aktualisierungen und Fehlerkorrekturen. Wie schon die Vorgänger kann auch diese Version unter obiger Adresse als PDF-Dokument heruntergeladen werden; Sie finden sie auch auf der Heft-CD.

GnomeICU, kurz beleuchtet

Über den ICQ Client GnomeICU (http://gnomeicu.sourceforge.net/) berichteten wir schon in einer früheren Ausgabe. Jetzt ist die erste GNOME-2-basierte Version erschienen – Grund genug, nochmals einen kurzen Blick zu riskieren. Sofort nach dem Start fällt das überarbeitete und an GNOME 2 angepasste Design ins Auge. Alles wirkt jetzt etwas bunter, netter und macht Lust aufs Chatten. Die Benutzereinstellungen wurden umfangreich erweitert.

Konnte man früher nur die wichtigsten Daten angeben, erlaubt die neue Version die Angabe von Interessenbereichen und Vereinen. Ziel ist es, den Kontakt zu Gleichgesinnten zu erleichtern. Damit der Benutzer anschließend in der Kontaktliste nicht den Überblick verliert, lassen sich jetzt alle Kontakte zu Gruppen zusammenfassen. Jedoch kann man jeden Kontakt immer nur einer Gruppe zuordnen. Alles in allem hat sich damit der Bedienungskomfort verbessert.

Dagegen fehlen für eine Reihe von Konfigurationseinstellungen im Augenblick noch die Menüpunkte. Zum Beispiel lässt sich der zu verwendende ICQ-Server samt Port nicht in der Konfiguration einstellen. Ebenso kann das Verzeichnis zum Speichern übertragener Dateien nicht mehr angegeben werden. Nichtsdestotrotz existieren diese Einstellungen. Da GnomeICU jetzt komplett gconf-konform ist, legt es seine Konfigurationdateien im XML-Format ab, die sich mit dem gconf-Editor bearbeiten lassen. Sicherlich ist dies eine etwas umständliche Methode, Konfigurationsänderungen vorzunehmen, aber immerhin besteht die Möglichkeit. Insgesamt macht die neue Version einen positiven Eindruck, und die fehlenden Einstellungen sind bis zur Version 1.0 sicher wieder Bestandteil des Konfigurationsmenüs.

Abbildung 1: Das neue Design und die Kontaktgruppen fallen direkt ins Auge
Abbildung 2: Bei den Einstellung scheint sich auf den ersten Blick nicht viel geändert zu haben

GQview, alle Bilder im Blick

Gimp gilt als die Killer-Applikation im Bereich Bildbearbeitung und -betrachtung für Linux schlechthin. Sollen jedoch lediglich große Bildmengen gesichtet und nur marginale Arbeiten vorgenommen werden, ist Gimp etwas überdimensioniert. Ein kleines Betrachtungsprogramm wie GQview (http://gqview.sourceforge.net/) ist hierfür wesentlich besser geeignet. Dabei vereinigt GQview elementare Dateiverwaltungsfunktionen wie Umbenennen, Löschen oder Kopieren mit der grundlegenden Funktionalität eines Bildbetrachters. Dazu zählen Eigenschaften wie eine Thumbnail-Vorschau genauso wie das Rotieren von Bildern oder die Möglichkeit, ausgewählte Bilder als Präsentation ablaufen zu lassen.

Bedarf ein Bild doch umfangreicherer Bearbeitung, kann eines von acht frei definierbaren, externen Programmen aus GQview heraus mit dem entsprechenden Bild gestartet werden. Aufrufe für die wichtigsten Programme wie Gimp, xv und xpaint sind bereits vordefiniert.

Besonderes hilfreich beim Durchforsten großer Bildbestände ist GQviews Funktion zum Auffinden von Duplikaten: Dabei hat der Benutzer die Wahl, ob die Bilder anhand des Dateinamens, der Größe, des Pfades oder einer Prüfsumme verglichen werden sollen. Auf diese Weise lassen sich identische Bilder garantiert finden. GQview bietet somit alles, was ein Bildbetrachter benötigt – lediglich eine Druckfunktion fehlt nach wie vor.

Abbildung 3: GQview ist sehr übersichtlich. Die Fensteraufteilung kann nach Belieben geändert werden
Abbildung 4: Die Einstellungsmöglichkeiten von GQView sind sehr umfangreich

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