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Auf die Röhre geschaut

Pipeline-Bildschirmschoner unter Linux und Windows im Vergleich

Realistische Darstellung

Die umfangreichste Ausstattung bieten die Pipes aus xscreensaver: Neben Laufgeschwindigkeit, Häufigkeit des "Spielereien", Art der Abzweigungen und Blickwinkel lässt sich die aktuelle Frame-Rate anzeigen (Abbildung 4). Das Testsystem erreichte gute 100 Frames pro Sekunde, kein anderer Bildschirmschoner im Testfeld konnte uns diesen Wert anzeigen. Haupt-Vorteile gegenüber den Windows-Pipes sind die gute Raumausfüllung und die einstellbare Häufigkeit der Manometer und Absteller. Eine weitere Besonderheit der Pipes aus xscreensaver sind die Flansche, die an allen Winkelstücken samt Verschraubungen angebracht sind (Seite 77 oben). Dadurch sieht das Röhrensystem deutlich echter aus. Nachteilig ist, dass man erst in der ab April verfügbaren Version für Mehrprozessor-Systeme pro CPU eine Röhre gleichzeitig laufen lassen kann, auf einer Einprozessor-Maschine laufen die Röhren stets nacheinander. Auch die Farbwahl sollten die Entwickler noch einmal überdenken, die Windows-Farben sind einfach knalliger.

Abbildung 4: Geschwindigkeit, Häufigkeit der Zubehörteile, Blickwinkel und Frameraten – die Einstellungsmöglichkeiten der Pipes aus xscreensaver sind besonders groß

Fazit

Es ist heute ohne Weiteres möglich, die Performance selbst hochgezüchteter Rechner voll auszuschöpfen, die Pipe-Bildschirmschoner leisten hier gute Dienste. Die besten Rohre verlegt "Pipes" aus xscreensaver, mit einer abwechslungsreichen und komplizierten Rohrführung und netten Details wie Flanschen, Schrauben, Abstellern und Manometern. Schade nur, dass auf Rechnern mit nur einem Prozessor auch nur eine Pipe läuft. Die Windows-Röhren folgen dicht auf Platz zwei, einzige Kritikpunkte bleiben die eintönigen Röhren und fehlende "Spielereien". Für besonders leistungsfähige Rechner mit nur einer CPU empfiehlt sich der Bildschirmschoner trotzdem, da er mehrere Röhren gleichzeitig laufen lassen und damit den Rechner besser auslasten kann. Abgeschlagen auf Platz drei liegen die KDE-Pipes. Mit mangelnden Einstellungsmöglichkeiten, tristem und schnörkellosem Outfit sowie einem festen Blickwinkel ist der KDE-Bildschirmschoner keine Konkurrenz zum xscreensaver-Paket. Das macht auch nicht die Möglichkeit mehrerer parallel laufender Röhren wett. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler hier noch einmal gründlich anpacken.

Pipes von xscreensaver

Die Pipes aus dem Paket xscreensaver zeichnen sich durch besonders umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und eine überaus realistische Darstellung aus. Damit überflügelt er das restliche Testfeld. Der einzige Nachteil ist, dass pro Prozessor nur eine Röhre laufen kann.

Röhren von Windows XP

Der Röhren-Bildschirmschoner von Windows XP erlaubt, mit mehreren Röhren gleichzeitig sehr einfach die System-Performance voll auszuschöpfen. Damit empfiehlt er sich besonders für hochgezüchtete Rechner mit einem Prozessor.
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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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