Keyboard Deluxe
LinEAK
Im Detail
Die Konfigurationsdatei lineakd.conf von lineakd ist aber auch ohne das grafische Tool lineakconfig editierbar. Sie finden sie in Ihrem Home im versteckten Verzeichnis .lineak/ und können Sie mit jedem Text-Editor öffnen und bearbeiten. Listing 1 zeigt die Beispielkonfiguration, die in Abbildung 2 erzeugt wurde. Die Einträge im Überblick:
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KeyboardType: Name der Tastaturdefinition in lineakkb.def (siehe unten)
- CdromDevice: Gerätedatei für
EAK_EJECT(CD-Auswurf) - MixerDevice: Gerätedatei für alle Lautstärkeaktionen (
EAK_VOLUP,EAK_VOLDOWN,EAK_MUTE)
Alle weiteren Einträge sind vom Tastaturmodell abhängig und ordnen den Spezialtasten bestimmte Aktionen zu. So ist die [Find]-Taste in diesem Beispiel mit dem Aufruf von xfglob, dem Dateisuche-Dialog von XFCEbelegt. Weitere Tasten dienen der Steuerung von XMMS.
Listing 1
Konfiguration von
lineakdin der Datei
~/.lineak/lineakd.conf# LinEAK - Linux support for Easy Access and Internet Keyboards # Global settings KeyboardType = LTIK CdromDevice = /dev/cdrom MixerDevice = /dev/mixer # Specific keys of your keyboard play = "xmms --play-pause" previous = "xmms --rew" next = "xmms --fwd" stop = "xmms --stop" mail = "" internet = "" search = "xfglob" go = "" volumedown = "EAK_VOLDOWN" mute = "" volumeup = "EAK_VOLUP" sleep = "xlock -mode clock" # end lineakd.conf
Nachgelegt
Falls LinEAK Ihr Keyboard nicht kennt, können Sie durch Erweiterung der Datei /usr/local/etc/lineakkb.def Hilfestellung leisten. Zuerst gilt es herauszufinden, welche Keycodes die Spezialtasten liefern. Das X Window System liefert dazu bereits das passende Tool xev mit. Starten Sie dieses Tool aus einem xterm-Fenster heraus und bewegen Sie den Mauszeiger in das xev-Fenster. Nun drücken Sie nacheinander die Spezialtasten Ihres Keyboards und notieren sich die erzeugten Keycodes. Abbildung 3 zeigt den gemeldeten Code für die Sleep-Taste (223) auf einem Logitech Classic Corded Keyboard.
Die eigentliche Tastaturdefinition ist in Listing 2 zu sehen – sie wird an die Datei lineakkb.def angehängt. Da das Classic Corded-Modell nur drei Spezialtasten enthält, ist der Aufwand minimal.
Listing 2
Neue Tastaturdefinition in der Datei
/usr/local/etc/lineakkb.def# begin Logitech Classic Corded Keyboard
[LTCCK]
brandname = "Logitech"
modelname = "Classic Corded Keyboard"
[KEYS]
sleep = 223
wake = 227
power = 222
[END KEYS]
[END LTCCK]
# end Logitech Classic Corded Keyboard
Der Name der Definition LTCCK ist an die bereits vorhandenen Logitech-Definitionen angelehnt. Die symbolischen Tastennamen sleep, wake und power werden den ermittelten Keycodes zugeordnet. Unter diesen Namen tauchen die Tasten im Konfigurations-Tool und in lineakd.conf auf. Zum Schluss wünsche ich kreatives Tastenbelegen.
Glossar
XMMS
Der Quasi-Standard in Sachen MP3-Player unter Linux (X MultiMedia System). Neben MP3 kennt er viele andere Audio-Formate, darunter auch die patentfreie MP3-Alternative OGG Vorbis.
Sourceforge
Ein Web-Dienst, der viele Open-Source-Projekte beheimatet. Entwickler-Foren, Versionsverwaltung, Download-Bereiche und vieles mehr werden zur Verfügung gestellt.
Daemon
"Disk and execution monitor", ein Dienstprogramm (Server), das ohne interaktive Eingaben auskommt.
Tarball
tar ist ein unter Unix übliches Archivierungs-Tool. Eine damit zu einem File zusammengepackte Dateiansammlung, im Slang "Tarball" genannt, trägt meistens die Dateiendung .tar.gz oder .tgz. Diese rührt daher, dass solche Archive zuerst mit tar zusammengefasst und dann mit gzip komprimiert werden.
Shell
Einer der wichtigsten Bestandteile jedes Unix-Systems – die kommandozeilengesteuerte Benutzerschnittstelle zum System.
PATH
In dieser Umgebungsvariable sind durch Doppelpunkt getrennte Verzeichnisse aufgelistet. Diese durchsucht die Shell nach den Kommandos, welche der Benutzer ohne Pfadangabe eingibt. So wird etwa top unter /usr/bin/top gefunden.
~
Die Tilde steht als Abkürzung für das Home-Verzeichnis des jeweiligen Benutzers. Ist man beispielsweise als Benutzer tux eingeloggt, so wird ~ von der Shell normalerweise zu /home/tux expandiert.
XFCE
Eine schlanke Desktop-Alternative zu KDE und GNOME, die ursprünglich an das kommerzielle CDE ("Common Desktop Environment") angelehnt war.



