Home / LinuxUser / 2002 / 09 / Emulatoren unter Linux - Teil 3

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Zeitreise

Emulatoren unter Linux - Teil 3

MSX

Zum Abschluss wollen wir uns noch mit einem weniger bekannten Homecomputer beschäftigen. Genau genommen handelt es sich nicht um "einen" Computer, sondern um einen Standard, nach dem einige, wenige Computermodelle gefertigt wurden. Die Rede ist vom MSX-Standard, den Microsoft 1983 zusammen mit der ASCII Corp. entwickelte. Ziel war es, eine einheitliche Plattform im Systemwirrwarr der Homecomputer zu schaffen. Microsoft selbst lieferte das BASIC, das auch bei den MSX-Rechnern als Betriebssystem dienen sollte. MSX war vor allem in Südamerika und Japan sehr beliebt. Somit verwundert es kaum, dass hauptsächlich japanische Firmen MSX-Computer herstellten. Es erschienen ab 1985 noch der MSX 2 und (nachdem sich Microsoft kurze Zeit später auf MS-DOS konzentrierte) von ASCII die Geräte MSX 2+ und TurboR. Programme wurden auf Kassetten, später auch auf 3,5-Zoll-Disketten oder Modulen ausgeliefert.

Der einzige Emulator für Linux ist fMSX [30]. Er emuliert laut Autor gleich sieben MSX-Computer und enthält auch die benötigten ROMs.

Abbildung 9: Der Emulator fMSX kennt sieben verschiedene Rechner

fMSX unterliegt nicht der GPL, kann aber für nicht kommerzielle Nutzung frei weiter gegeben werden. Um ihn zu starten, öffnen Sie zunächst ein Terminalfenster, wechseln in das Verzeichnis, in dem sich der Emulator befindet, und geben dann den Befehl fmsx ein. Die zahlreichen Optionen, die fMSX beim Start mitgegeben werden können, finden Sie ebenso wie die Tastaturbelegung in der Datei fMSX.html. Um z. B. ein Disketten-Image einzubinden, rufen Sie fmsx folgendermaßen auf:

fmsx -diska imagename

wobei imagename für den Namen der Datei steht, die das Disketten-Image beinhaltet.

Ausblick

Aufmerksame Leser unserer Serie werden bemerkt haben, dass die 8-Bit-Computer der Firma Commodore, zu denen auch die C64-Linie gehört, bislang noch nicht angesprochen wurden. Diesen kleinen Kisten widmen wir bei nächsten Mal einen eigenen Teil. (hge)

Kasten 2: Kompilieren 

Sofern die Emulatoren Ihrer Distribution nicht beiliegen und Ihnen nur ein Archiv mit dem Quellcode zur Verfügung steht, müssen Sie das entsprechende Programm in eine ausführbare Version übersetzen (kompilieren). Hierzu installieren Sie zunächst die GNU-Werkzeuge in Form von GNU make, dem C-Compiler gcc und der Bibliothek zlib. Diese Programme sollte jede Distribution mitbringen. Anschließend entpacken Sie das herunter geladene Archiv mit einem geeigneten Programm (z. B. Ark) in einem Verzeichnis Ihrer Wahl. Öffnen Sie nun ein Terminalfenster und wechseln Sie in das neu erzeugte Unterverzeichnis. Alle Befehle müssen im Terminalfenster jeweils mit der Eingabetaste abgeschlossen werden. Melden Sie sich vor den folgenden Schritten mit dem Befehl su als Benutzer root an.

z81: Installieren Sie zunächst die Bibliothek svgalib. Sie sollte jeder Distribution beiliegen. Per make, gefolgt von make install, wird das Programm übersetzt und in Ihrem System unter /usr/bin installiert. Beenden Sie die Sitzung als Benutzer root durch die Eingabe von exit.

spectemu: Mit den Befehlen ./configure und make werden alle mitgelieferten Programme, einschließlich des Emulators selbst, übersetzt. Letzteren findet man anschließend unter dem Namen xspect.

Adamem: Sie starten den Übersetzungsvorgang mit dem Befehl make x. Das generierte Programm trägt anschließend den Namen adamem.

XCPC: Geben Sie den Befehl make -f Makefile.Linux clean all ein. Das Programm wird als xawcpc im aktuellen Verzeichnis abgelegt.

Arnold: Sofern Sie über die GTK+- und/oder die SDL-1.2-Entwicklungsbibliotheken verfügen, sollten Sie diese installieren (unter SuSE Linux sind dies die Pakete glib-devel, gtk-devel und sdl-devel). Sie erhalten dann eine leichter zu bedienende Oberfläche bzw. eine beschleunigte Bildschirmausgabe. Wechseln Sie per cd src in das gleichnamige Unterverzeichnis. Nach der Eingabe von ./configure und make wird das Programm eine Verzeichnisebene höher unter dem Namen arnold erstellt.

cpc4x: Geben Sie nacheinander folgende Befehle ein: make -f Makefile.user config, make -f Makefile.user, make -f Makefile.user install. Anschließend befindet sich in Ihrem Heimatverzeichnis ein neues Verzeichnis namens cpc, in dem sich alle notwendigen Dateien befinden. Das Programm hat den Namen cpc4x.bin. Darüber hinaus wurde eine Datei im Unterverzeichnis bin Ihres Heimatverzeichnisses erstellt.

fMSX: Dieser Emulator lässt sich durch einfache Eingabe von make übersetzten. Das fertige Programm trägt den Namen fmsx.

Kasten 3: Rechtliches 

Sowohl ausgelesene ROMs als auch Diskettenabbilder werden im Internet wie Freibier angeboten. Vor dem Download sollte man allerdings beachten, dass jegliche Software nach wie vor dem Copyright des jeweiligen Herstellers unterliegt. Wer also nicht über das Original verfügt, erstellt zwangsläufig eine Raubkopie. Verschärft wird das Problem dadurch, dass einige Firmen mittlerweile pleite sind oder der Verbleib der Rechte nach mehreren Auf- und Verkäufen im Dunklen liegt. Um auf Nummer Sicher zu gehen, können Sie auf dem Gebrauchtmarkt ältere Computer und Original-Software erstehen. Gute Anlaufstellen sind hierfür z. B. das Internetauktionshaus eBay [41] und die Firma Sintech [42]. Darüber hinaus gibt es einige Hobbyprogrammierer, die Test- oder Freeware-Programme geschrieben haben (vgl. Kasten Infos).

Da sich die Emulatorengemeinde sehr schnell verändert, bitten wir um Verständnis, falls einige der folgenden Links nicht mehr erreichbar sind oder sich die Adresse geändert hat.

Sinclair

Sinclair Spectrum

Coleco Adam

Amstrad/Schneider CPC

MSX

Allgemeine Seiten zum Thema Emulatoren und die Geschichte der Homecomputer:

Glossar

Emulator

Einige Programmierer versuchen, Computer-Hardware durch Software unter Linux nachzubilden. Die so entstehenden Programme verhalten sich genau so, als wären sie der zugrunde liegende Computer - Sie emulieren die jeweilige Hardware (engl. emulate, nachahmen). Durch die möglichst perfekte Nachahmung ist das Emulationsprogramm (kurz Emulator) sogar in der Lage, Programme des ursprünglichen Computers auszuführen.

ROM

Abkürzung für Read Only Memory, Nur-Lesespeicher. Bezeichnet einen elektronischen Speicherchip, dessen Inhalt nur gelesen werden kann.

Infos

[1] http://rus.members.beeb.net/z81.html: Homepage von z81, dem ZX80/ZX81-Emulator

[2] http://home.t-online.de/home/sinclair_zx81/zx81_wbr.htm: Übersicht über den ZX81-Webring

[3] http://www.zx81kit.co.uk/: Sinclair-Shop in England - hier können noch echte ZX81 bestellt werden

[4] http://www.sinclair-research.co.uk/system/index.html: Sinclair-Research

[5] http://www.nvg.ntnu.no/sinclair/computers/zx81/zx81_pcw0681.htm: Planet Sinclair

[6] http://www.zx-spectrum.net/xzx/: Homepage des Emulators xzx

[7] http://www.inf.bme.hu/~mszeredi/spectemu/: Homepage des Emulators Spectemu

[8] http://www.void.jump.org/x128/: Homepage des Emulators X128

[9] ftp://ftp.nvg.unit.no/pub/sinclair/snaps/discmag/emulate: Emulate! - The Spectrum Emulator Magazine

[10] http://zx-museum.org.ru/: Spectrum Museum

[11] http://www.void.jump.org/faq/: ZX Spectrum FAQ

[12] http://www.nvg.unit.no/spectrum/stevo/gamefaq/gamefaq.htm: The Spectrum FAQs

[13] http://www.nvg.unit.no/spectrum/stevo/: Stephen Smith's Collection

[14] http://www.sintech-shop.de: Spectrum User-Club / Sintech-Shop

[15] http://www.komkon.org/~dekogel/adamem.html: Homepage des Emulators Adamem

[16] http://www.csclub.uwaterloo.ca/u/dmwick/adam.html: Coleco Adam Homepage

[17] http://www.colecovision.com/faq.shtml: Colecovision.com

[18] http://arnold.emuunlim.com/: Homepage des Emulators Arnold

[19] http://www.cpcszene.de/~nurgle/: Linux-Version von Arnold

[20] http://xcpc.emuunlim.com/: Homepage des Emulators XCPC

[21] http://www.amstrad-cpc.de bzw. http://www.schneider-cpc.de: Homepage des Emulators cpc4x

[22] http://bricerive.free.fr/cpc/cpcppCore.html: Homepage des Emulators CPC++

[23] http://andercheran.aiind.upv.es/~amstrad/: Verschiedene Dokumente zum CPC

[25] http://dsktools.berlios.de/: Homepage der dsktools

[26] http://www.cs.unc.edu/~llopis/cpc/cpc.html: CPC Forever

[27] http://www.classicgaming.com/museum/faqs/amstradfaq.shtml: Amstrad FAQ

[28] ftp://ftp.lip6.fr/pub/amstrad: Archiv mit Emulatoren und Tools

[29] http://www.amstrad.com: Amstrad Homepage

[30] http://www.komkon.org/fms/fMSX/: Homepage des Emulators fMSX

[31] http://www.faq.msxnet.org: Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu MSX

[32] http://www.msx.org: The MSX Resource Center

[33] http://manuel.msxnet.org/bookmarks/: Manuels Bookmarks

[34] http://www.ascii.co.jp: ASCII Corp (japanische Seite)

[35] http://www.emucamp.com: Emucamp

[36] http://www.zock.com

[37] http://www.8bit-museum.de: 8-Bit-Museum

[38] http://www.old-computers.com/

[39] http://www.classicgaming.com: Classic Gaming

[40] http://www.emuunlim.com: EmuUnlim

[41] http://www.ebay.de: Internetauktionshaus eBay

[42] http://www.sintech-shop.de: Sintech (Verkauf originaler Hard- und Software)

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 55 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...