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Spieglein, Spieglein …

MirrorMagic

Knick in der Pupille

Abbildung 2 zeigt eine typische Spielszene. Links oben befindet sich die Quelle des Laserstrahls, der über verschiedene drehbare Spiegel durch das Spielfeld läuft. Sie müssen nun versuchen, durch Drehung der Spiegel mit der Maus die grauen Ballons mit dem Strahl zu treffen. Dabei kommt es oft vor, dass erst die Kombination mehrerer Spiegel zum Ziel führt. Reflektierende Wände, Prismen und Polarisationsfilter können sowohl Hindernisse als auch Hilfen darstellen. Die genauen Eigenschaften der Spielelemente (es gibt viele!) finden Sie am besten durch Ausprobieren heraus.

Abbildung 2: Manchmal muss man um die Ecke denken

Zwei Dinge sollten Sie bei MirrorMagic immer beachten: Zum einen steht Ihnen zum Lösen des Levels nur eine begrenzte Zeitspanne zur Verfügung (erkennbar an der blauen Skala am rechten Bildrand), zum anderen darf sich der Laser nicht überhitzen. Eine Überhitzung tritt auf, wenn der Strahl direkt auf den Sender zurückgelenkt wird. Die Laser-Temperatur lesen Sie auf der roten Skala am rechten Bildrand ab.

Sind alle Ballons von der Spielfläche geräumt, verschwindet vor dem Laser-Empfänger (in Abbildung 2 rechts unten zu sehen) eine Barriere, so dass dieser nun vom Strahl erreicht werden kann. Gelingt Ihnen das, ist der Level gelöst. Manchmal finden sich zusätzlich eine Reihe von Glühlampen auf dem Spielfeld, die alle mit dem Strahl angeschaltet werden müssen, bevor der Empfänger funktioniert.

Baustelle

Wie bereits angesprochen, bietet MirrorMagic die Möglichkeit, eigene Levels zu erstellen. Diese Funktion ist aber nur für Ihr eigenes Level-Set (wählbar im Hauptmenü) verfügbar; die Deflektor- und Mindbender-Levels können Sie nicht verändern. In Abbildung 3 ist der Level Creator zu sehen. Darin haben wir als Beispiel einen LinuxUser-Level mit moderatem Schwierigkeitsgrad gebaut.

Abbildung 3: Bauen eigener Levels

Die rechte Bildhälfte des Level Creator bietet alle im Spiel vorkommenden Elemente zur Auswahl an. Darunter befinden sich drei Felder, die die aktuelle Belegung für die linke, mittlere und rechte Maustaste anzeigen. Ein Klick mit einer der Maustasten aufs Spielfeld setzt das jeweilige Element an der Position des Maus-Cursors.

Unter der Elementauswahl lassen sich verschiedene Zeichenfunktionen (Einzeln, Linie, Box, …) anwählen. Die wichtigste Funktion in diesem Block ist Test – damit können Sie den aktuellen Level testspielen. Mit Save speichert MirrorMagic Ihre Level-Kreationen im Verzeichnis /.mirrormagic.

Mit dem Level Creator haben Sie so auch ohne Programmierkenntnisse die Möglichkeit, MirrorMagic zu erweitern. Wenn dem Autor des Programms genügend neue Levels zugeschickt werden, wird es bald ein drittes Level-Set geben. Die Fan-Gemeinde wird es Ihnen danken – seien Sie kreativ!

Glossar

SDL

Die "Simple Directmedia Layer Library" ist eine Bibliothek zur einfachen und plattformübergreifenden Grafik- und Sound-Programmierung.

Quelltext

Die für Menschen lesbare Form einer Software. Durch das Übersetzen ("Kompilieren") mit einem Compiler wird daraus ein ausführbares Programm.

make

Programm zur Ablaufsteuerung beim Übersetzen von Quelltexten. Die Konfigurationsdatei von make (das Makefile) enthält dabei beispielsweise Informationen über Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Quelldateien.

Target

Ein Makefile enthält sogenannte Targets (Ziele). Wird make mit dem Namen eines Targets als Argument aufgerufen, so führt es die zum Erreichen dieses Ziels nötigen Schritte aus. Während das Default-Target (das nicht explizit angegeben werden muss) üblicherweise das Kompilieren bewirkt, kopiert das install-Target das fertig übersetzte Programm ins Zielverzeichnis.

Shell

Einer der wichtigsten Bestandteile jedes Unix-Systems – die kommandozeilengesteuerte Benutzerschnittstelle.

~

Die Tilde steht als Abkürzung für das Home-Verzeichnis des aktuellen Benutzers. Ist man beispielsweise als Benutzer tux eingeloggt, so wird ~ von der Shell normalerweise zu /home/tux expandiert.

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LinuxUser 06/2012

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