aufm.jpg

Jo´s alternativer Desktop: ROX

RISC rocks

Ein Window Manager ist Ihnen zu wenig und KDE oder GNOME zu viel? Machen Sie aus Ihrem Fenster-Verwalter einfach ein Environment!

deskTOPia

Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor.

Linux mag zu Recht mit einigem Stolz sein Zehnjähriges feiern, doch abseits der beliebten Desktop-Oberflächen KDE und GNOME wird eines recht schnell deutlich: Dieses System wurde nicht von Marketingstrategen erdacht, um es zu verkaufen, sondern von Programmierern, die eigene Ideen rund um ihr Arbeitspferd verfolgten. Und so wirkt manches für den einen oder anderen Umsteiger doch etwas befremdlich: Plötzlich sollte man wissen, welche Dateien man besitzt, was sie bezwecken, und wo sie am besten gelagert werden.

User-Sicht

Der Wunsch nach "intuitiver" Bedienung wurde und wird daher immer lauter: Der Computer soll einfach verwendet werden können. Nicht die Dateien interessieren den Normal-User, sondern die Verfügbarkeit gewünschter Informationen.

Zwar gehen die Meinungen über effektives Arbeiten am (Linux-) Rechner weit auseinander – vom puristischen Arbeiten an einer Eingabeaufforderung bis zum Verbannen der Tastatur zugunsten der Maus ist alles vertreten – doch letztlich bleibt ein Unix-Grundsatz unumstößlich: "Alles ist eine Datei". Wer z. B. auf ein Diskettenlaufwerk zugreifen möchte, findet dieses unter /dev/fd0 und kann mit einem darin befindlichen Datenträger umgehen, als wäre er eine einzige Datei. Systeminformationen werden sowieso in Dateien aufbereitet, wie der deskTOPia-Artikel zu ProcMeter3 [1] verdeutlichte.

So muss der intuitive Desktop in erster Linie komfortabel mit Dateien umgehen können – sei es beim Verschieben auf Diskette, dem Erstellen eines Links auf dem Desktop oder eines Verweises auf ein Programm im Startmenü. Auch Drag&Drop ist meist nichts weiter als eine Dateioperation. Letztlich verstecken sich dahinter immer Aufgaben, für die ein Datei-Managers prädestiniert ist.

Nachhilfe

Ein Kernbestandteil jeder modernen Desktop-Umgebung ist daher der Datei-Manager. Bei entsprechendem Funktionsumfang kann er einen Window Manager ergänzen, so dass die Summe aus beiden unter Umständen ein Desktop Environment ergibt, das Drag&Drop, aufeinander abgestimmtes Datei-Handling, Session-Management und Desktop-Icons beherrscht.

Zwei solche speziellen Datei-Manager waren bereits deskTOPia-Thema: DFM [2] und XFTree innerhalb des Artikels zum Desktop-Environment XFce [3]. Etwas umfangreicher und komfortabler fällt ROX-Filer aus, das Herzstück des ROX-Desktops. Er erkauft sich seinen Komfort und seine Funktionsvielfalt allerdings durch höhere Anforderungen an seinen Partner, den Window Manager: Nur wenn dieser GNOME-kompatibel ist, stehen alle Funktionen zur Verfügung. Einsetzen lässt sich der ROX-Desktop aber auch mit einfacher geschnitzten Fenster-Managern.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Jo´s alternativer Desktop: ROX (2)
    Ihren ROX-Desktop konnten Sie bereits im letzten Heft aufsetzen – in dieser Ausgabe kommen die "Plugins" für diesen Desktop-Browser zum Zug.
  • deskTOPia: Panelizer
    Einfache Window-Manager haben gegenüber einer Desktop-Umgebung viele Vorteile: Sie sind klein, schnell und hochgradig konfigurierbar. Meistens fehlt jedoch ein Panel, das der Arbeitsumgebung zusätzliche Funktionen beschert.
  • deskTOPia: SuxPanel
    Platz für ein Panel ist auf dem kleinsten Desktop. Hat der Fenstermanager kein passendes im Gepäck, rüsten Sie einfach selbst eines nach: zum Beispiel das SuxPanel.
  • Rox-Filer 2.9
    Der schlanke Dateimanager Rox-Filer bringt in der neuen Version Inotify-Support mit und lässt Backslashes beim Umbenennen von vielen Dateien zu.
  • deskTOPia: wmdrawer
    Programmstarter gibt es wie Sand am Meer. Um nicht nur einer von vielen zu sein, muss eine solche Anwendung schon besondere Features bieten: so wie wmdrawer.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 07/2017: VIDEOSCHNITT

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Irgend ein Notebook mit Linux Mint - vllt der Dell Latitude 3480???
Universit Freiburg, 26.06.2017 13:51, 3 Antworten
Hey Leute, bin am Verzweifeln weil ich super gerne auf Linux umsteigen würde aber kein Noteboo...
scannen mit LINUXMINT 18.0 - Brother DCP - 195 C
Christoph-J. Walter, 21.06.2017 08:47, 4 Antworten
Seit LM 18.0 kann ich nicht mehr direkt scannen. Obwohl ich die notwendigen Tools von der Brothe...
Anfänger Frage
Klaus Müller, 24.05.2017 14:25, 2 Antworten
Hallo erstmal. Habe von linux nicht so viel erfahrung müsste aber mal ne doofe frage stellen. A...
Knoppix-Live-CD (8.0 LU-Edition) im Uefiboot?
Thomas Weiss, 26.04.2017 20:38, 4 Antworten
Hallo, Da mein Rechner unter Windows 8.1/64Bit ein Soundproblem hat und ich abklären wollte, o...
Grub2 reparieren
Brain Stuff, 26.04.2017 02:04, 7 Antworten
Ein Windows Update hat mir Grub zerschossen ... der Computer startet nicht mehr mit Grub, sondern...