Schwarz auf weiß
Videos auf der Konsole - Framebuffer im Einsatz
DirectFB
Der schönste Framebuffer nützt wenig, wenn man keine Anwendungen hat, um ihn zu verwenden. Normale Anwendungen wie Mozilla, GIMP oder Xmms sind fest mit der X11-Oberfläche verwoben und funktionieren deswegen nicht mit dem Framebuffer Device. Auch wollen einige Bibliotheken mit dem Framebuffer nicht so recht zusammen arbeiten - beispielsweise die GTK+-Bibliothek. Um auf der Konsole Bilder anzuschauen oder fernzusehen, benötigt es also einige Extra-Programme. Primär genügen dafür die Tools fbi und fbtv, die aktuellen Distributionen beiliegen.
Wenn die Möglichkeiten des Framebuffers vollständig ausgeschöpft werden sollen, kommt man um den Einsatz der DirectFB Library ([1]) kaum herum. Bei DirectFB handelt es sich um eine Bibliothek, die Hardware-Beschleunigung auf Basis des Framebuffer Devices erlaubt. Der Geschwindigkeitsgewinn, der durch die Benutzung von DirectFB entsteht, ist so groß, dass es mit dem Programm mplayer ([2]) sogar möglich ist, Videofilme auf der Konsole zu schauen. Ein weiterer großer Vorteil von DirectFB ist die ausgesprochen schnelle 2D-Beschleunigung.
Futurama
Momentan tut sich viel bei der Framebuffer-Entwicklung: So soll in Kürze eine komplett überarbeitete Version des XDirectFB ([3]) veröffentlicht werden. Hierbei handelt es sich um eine Art "XFree86 ohne XFree86". Mit dem XDirectFB sowie der speziell für den DirectFB angepassten Version von GTK+ ([4]) wird es bald sogar möglich sein, komplette Window Manager und Programme wie GIMP ohne X11 zu betreiben.
Infos
[1] http://www.directfb.org - DirectFB
[2] http://www.mplayerhq.hu/ - mplayer
[3] http://www.directfb.org/xdirectfb.html - XDirectFB
[4] http://www.directfb.org/gtk.html - GTK+ für den DirectFB
[5] ftp://ftp3.de.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.4/linux-2.4.18.tar.gz - Linux 2.4.18



