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Seitenmacher

DTP mit Scribus

Vorlagen

Wer Zeitschriften, Bücher u. ä. layoutet, möchte die sich wiederholenden Formatierungen nicht jedesmal neu per Hand auszeichnen. Wie professionelle DTP-Programme kennt daher auch Scribus Format-Vorlagen für Seiten und Absätze.

Seitenvorlagen werden Musterseiten genannt. Um eine solche zu erstellen, wählen Sie Bearbeiten / Musterseiten... aus dem Menü. Ein Klick auf Neu öffnet einen Dialog, in dem Sie deren Eigenschaften einstellen (Abbildung 14).

Abbildung 14: Musterseite anlegen

Im Textfeld Name vergeben Sie einen möglichst aussagekräftigen Namen für die neue Seite, in der (nur bei doppelseitigem Layout erscheinenden) Liste darunter wählen Sie, ob es sich um eine rechte oder linke Seite handelt.

Solange der "Musterseiten bearbeiten"-Dialog geöffnet ist, sehen Sie im Arbeitsbereich die Musterseite. Dort fügen Sie alle Elemente, die immer wieder erscheinen (etwa Kopf- oder Fußzeilen) ein. Platzhalter für automatische Seitenzahlen geben Sie ein, indem Sie in einem Textrahmen die Tastenkombination [Alt-#] drücken, für zweistellige Zahlen zweimal [Alt-#].

Bei Betätigung des Verlassen-Buttons im Musterseiten-Dialog wird die Vorlage automatisch zusammen mit dem Dokument gespeichert. Alle Elemente, die Sie auf der Musterseite angelegt haben, sind beim Bearbeiten eines damit formatierten Dokuments vor Veränderungen geschützt.

Mit dem Menübefehl Seite / Einfügen... gelangen Sie in einen Dialog, in dem Sie auf von Ihnen erstellten Musterseiten basierende Seiten ins Dokument einfügen. (Bei doppelseitigem Layout legen Sie die Vorlagen in den Listen Rechte Seite basiert auf bzw. Linke Seite basiert fest.) Wenn Sie die Musterseiten nachträglich bearbeiten, werden alle Änderungen auf die schon bestehenden Seiten übernommen. Um einer bestehenden Seite eine andere Musterseite zuzuweisen, wählen Sie Seite / Musterseite anwenden... aus dem Menü. Es erscheint ein Dialog, in dem Sie die Musterseite für die aktuelle Seite auswählen.

Absatzvorlagen oder Stilvorlagen speichern Absatzausrichtung und -abstände, nicht jedoch Schriftart, -größe und -farbe. Diese Formatierungen müssen Sie über die Befehle im Menü Stil oder in der Maßpalette jedesmal neu eingeben. Einen Überblick über die vorhandenen Stilvorlagen erhalten Sie, indem Sie Werkzeuge / Stilvorlagen zeigen aus dem Menü wählen. Anfangs sind noch keine vorhanden. Um eine solche Vorlage anzulegen, doppelklicken Sie den Eintrag kein Stil. Ein Dialog erscheint, in dem Sie Ihre Stilvorlagen bearbeiten (Abbildung 15).

Abbildung 15: Stilvorlagen verwalten

Abbildung 16: Stilvorlage bearbeiten

Ein Klick auf Neu öffnet ein Fenster, in dem Sie die Angaben zum Aussehen des Stiles machen (Abbildung 16). Ins Feld Name kommt eine Bezeichnung, in den Feldern Senkrechte Abstände, Einrückungen und Ausrichtung bestimmen Sie das Aussehen des Absatzes, der mit dieser Stilvorlage formatiert wird. Ein Klick auf OK bringt Sie zurück zur Stilvorlagenübersicht, dort speichert Sichern die soeben erstellte Vorlage und schließt die Übersicht.

Um eine Vorlage anzuwenden, wählen Sie den gewünschten Absatz aus und klicken in der Vorlagenliste einmal auf den Namen der Vorlage.

Ausgabe

Da der Autor mit dem bei Qt mitgelieferten PostScript-Druckertreiber nicht zufrieden war, hat er einen völlig neuen PostScript-Treiber entwickelt. Mit dem Befehl Datei / Drucken... öffnen Sie einen Dialog, in dem Sie die entsprechenden Druckoptionen einstellen (Abbildung 17).

Abbildung 17: Der Druckdialog

Über die Liste Druckauswahl wählen Sie einen Drucker oder legen fest, dass das Dokument in eine Datei gedruckt werden soll. Haben Sie sich für Letzteres entschieden, müssen Sie im Textfeld Datei: einen Dateinamen eingeben. Unter Druckbereich bestimmen Sie, welche Seiten gedruckt werden sollen und legen die Anzahl der Exemplare fest.

Das Feld Optionen bestimmt, auf welche Art die Datei gedruckt werden soll. Wollen Sie das Dokument in eine Druckerei geben, ist die Option Farbauszüge drucken interessant. Falls diese Option gewählt ist, druckt das Programm das Dokument in vier Teilen: Je einen für die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Black.

Um Dateien im PDF-Format zu erzeugen, benötigen Sie keinerlei Hilfsprogramme: Sie wählen Datei / Exportiere... / Als PDF sichern... aus dem Menü, es erscheint der "PDF-Datei erzeugen"-Dialog aus Abbildung 18.

Abbildung 18: Eine PDF-Datei erzeugen

Ins Feld Ausgabedatei geben Sie den Namen des zu erzeugenden PDF-Files ein. Unter Datei Optionen legen Sie das Ausgabeformat und die Auflösung fest. Für Dokumente, die gedruckt werden sollen, ist 300 dpi ein guter Wert. Wenn es Ihnen im Wesentlichen darum geht, das Dokument am Bildschirm zu lesen, können Sie die Auflösung verringern, das verkleinert die Datei.

Mit Komprimierung stellen Sie ein, ob die Datei gepackt werden soll, um Speicherplatz zu sparen. Da Daten-Komprimierung besonders bei großen Dateien Zeit benötigt, sollten Sie diese Option erst wählen, wenn das Dokument fertiggestellt ist.

Auf der Seite Schriften entscheiden Sie, welche Schriften in das Dokument eingebettet werden sollen, damit sie auch auf Systemen verfügbar sind, auf denen die entsprechende Schriftart nicht installiert ist.

Unter Lesezeichen schließlich legen Sie fest, ob die Datei mit Lesezeichen ausgegeben werden soll. Diese werden in manchen PDF-Anzeigeprogrammen – wie bereits erwähnt – als Inhaltsverzeichnis ausgegeben und erleichtern der Leserin die Navigation im Text. Die Liste Lesezeichen zeigt alle im Text definierten Bookmarks an.

Auf der Seite Extras bestimmen Sie, ob der Übergang von einer zur anderen Seite im PDF-Anzeigeprogramm mit Effekten wie Überblenden oder Rollen ablaufen soll.

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LinuxUser 06/2012

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