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Reife Schnittkunst

Workshop: Videoschnitt mit Broadcast 2000c

Projekt-Management

Speichern Sie nun das Projekt über File/Save as... ab. Bitte beachten Sie, dass Broadcast 2000 hier nur die Anordnung der Spuren bzw. der Effekte speichert, nicht aber die Videos selbst. Diese bleiben so stets in ihrem Originalzustand und können auch mehrfach verwendet werden. Leider hat dies auch den Nachteil, dass die Ausgangsfilme stets an ihren Positionen auf der Festplatte verbleiben müssen.

Um aus dem arrangierten Film ein fertiges Video zu erzeugen, verwenden Sie den Menübefehl File/Render. Es öffnet sich ein Fenster, das den gleichen Aufbau wie das Fenster bei der Aufnahme des Video-Rohmaterials aufweist.

Abbildung 15: Dieses Fenster erscheint beim Rendern des fertigen Videos

Haben Sie hier alle notwendigen Einstellungen vorgenommen (vergessen Sie nicht, Render audio tracks bzw. Render video tracks zu aktivieren), genügt ein Klick auf Make it so!, und Broadcast berechnet den fertigen Film. Diesen können Sie mit einem geeigneten Abspielprogramm auf jedem Computer wiedergeben. Bitte beachten Sie, dass dieser Rechenvorgang einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Abbildung 16: Hier sieht man die fertige Überblendung: Als Film wurde ein Video über Tux herangezogen; einmal von vorne und einmal von hinten…

Weitere Funktionen

Kleine blaue Rechtecke

Wie im Artikel erwähnt wurde, befinden sich im Hauptfenster am Anfang und am Ende eines jeden Films kleine blaue Rechtecke. Sollten diese bei Ihnen nicht zu sehen sein, stellen Sie sicher, dass der Menüpunkt View/Show Edits aktiviert ist. Mit Hilfe dieser Markierungen können Sie nicht nur den Anfang und das Ende eines Videos besser erkennen, sondern auch auf dessen Länge Einfluss nehmen: Klicken Sie hierzu mit der linken Maustaste auf eines der beiden blauen Rechtecke, halten die Taste gedrückt und verschieben Sie es mit der Maus an die neue gewünschte Stelle - lassen Sie dort die Maustaste wieder los. Die Länge hat sich nun verändert. Es gibt hier verschiedene Modi, die Sie unter Settings/Preferences und dort unter dem Punkt Interface (die drei langen grünen Schalter) einstellen können.

Automatismen

Über das View-Menü lassen sich für alle Spuren sog. Gummibänder (in Broadcast als Automation bezeichnet) einblenden. Mit ihnen lässt sich z. B. die Lautstärke einer Audiospur direkt mit der Maus im Hauptfenster verändern. Hierzu ein Beispiel: Wählen Sie im Menü View/Fade autos. Es wird in jeder Spur eine graue Linie eingeblendet. Klicken Sie auf einen beliebigen Punkt dieser Linie, halten die Maustaste gedrückt und verschieben die Maus nach oben oder unten. Lassen Sie an anderer Stelle die Maustaste wieder los. Klicken Sie auf einen zweiten, beliebigen Punkt auf der grauen Linie und verschieben Sie diesen Punkt erneut. Wie Sie sehen können, erhält die Linie einen Knick. Starten Sie die Wiedergabe und verfolgen Sie, wie sich das Video bzw. der Ton ein- und ausblendet. Mit dem A-Schalter einer jeden Spur auf der linken Seite können Sie auswählen, ob die Automationen für diese Spur aktiviert werden sollen oder nicht.

Glossar

Analoges Video

Die Bilder des Films werden in Form eines elektromagnetischen Signals auf entsprechenden Speichermedien wie einem magnetischen Videoband aufgezeichnet.

Digitales Video

Im Gegensatz zu analogem Video erfolgt die Speicherung der Filmbilder als Folge von Einsen und Nullen. Auf diese Weise lässt sich das Videomaterial auf der Festplatte als Datei abspeichern und mit dem Computer bearbeiten.

PAL

Deutsche Übertragungsnorm für Farbfernsehsignale.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 06/2012

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