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Ans Netz mit isdnconfig

ISDN-Konfiguration auf der Konsole

01.08.2001 Als Benutzer einer Debian-Distribution müssen Sie sich nicht durch unzählige Felder einer Eingabemaske klicken, um Ihre ISDN-Geräte für den Internetzugang einzurichten, denn das Konfigurations-Tool isdnconfig zeigt seine Vorzüge im xterm oder der Textkonsole - und ist dabei alles andere als kryptisch.

Ein kurzer Überblick

Das Programm isdnconfig ist ein Teil des Debian-Paketes isdnutils, das nach seiner Installation ein Startskript in das Verzeichnis /etc/init.d legt. Auf diesem Wege initialisiert es den PPP-Daemon ipppd und liest die Datei der Netzwerk-Geräte ein.

Das Startskript wird beim Hochfahren des Rechners aktiviert oder durch das root-Kommando /etc/init.d/isdnutils start in Gang gesetzt. Der Befehl /etc/init.d/isdnutils stop hingegen schickt die isdnutils in den Feierabend, wenn Sie größere Konfigurationen vornehmen. Sollten Sie also nach der Installation der isdnutils Ihren Rechner neu gebootet haben, klärt ein /etc/init.d/isdnutils stop die Situation, bevor Sie mit der ISDN-Konfiguration fortfahren. In Heft 08/2000 finden Sie weitere Informationen zum Thema ISDN, die wir unter dem Schwerpunkt ISDN4Linux für Sie zusammengestellt haben.

Grundlagen

Damit Sie Ihre ISDN-Karte nutzen können, müssen Sie zunächst die entsprechenden Module als Root mit dem Kommando modprobe laden, oder den ISDN-Treiber in den Kernel übersetzen, falls nicht schon beides zusammen in Ihr System installiert wurde. Da der Kernelbau jedoch ein gerütteltes Maß an Erfahrung voraussetzt, sollten Sie als Einsteiger von dieser Möglichkeit vorerst absehen.

Das Modul hisax unterstützt alle gängigen passiven ISDN-Karten, wie beispielsweise die AVM Fritz PCI-Karte, eine Teles-ISDN-Karte oder eine ELSA und sollte in Ihrer Distribution enthalten sein.

Sagen Sie hisax mit einem Root-Befehl, welche Karte Sie verwenden. Wenn Sie eine Fritz PCI-Karte einbinden wollen, dann formulieren Sie das Kommando so:

modprobe hisax type=5 io=0x340 irq=10 protocol=2

Vor der Syntax dieses Kommandos brauchen Sie nicht zu erschrecken, denn der Befehl man hisax gibt Ihnen eine umfangreiche Hilfe zur Hand.

Mit dem Kommando lsmod sagt Ihnen die Shell, ob hisax geladen wurde und auf seinen Einsatz wartet. Wenn Sie mit dem Ergebnis Ihrer Arbeit zufrieden sind, öffnen Sie, noch immer als Root, in Ihrem Lieblingseditor die Datei /etc/modules. Mit einem Eintrag darin erreichen Sie, dass hisax nach jedem Systemstart für Sie zur Verfügung steht:

hisax type=5 io=0x340 irq=10 protocol=2

Nachdem Sie Ihre ISDN-Karte eingebunden haben, öffnen Sie ein xterm oder die virtuelle Textkonsole und rufen als root das Programm isdnconfig auf, damit Ihnen der Anschluss zum Internet offen steht:

comone:~ # isdnconfig

Abbildung 1: Das Hauptmenü von isdnconfig

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LinuxUser 06/2012

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