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Aufgemöbelt

out of the box

Hack es klein!

Aus dem Hauptmenü wählen Sie jetzt 3. Locate tracks. Nach der obligatorischen Dateiauswahl geht es mit einigen Konfigurationsdaten weiter (Abbildung 3). Hier sind bereits sinnvolle Voreinstellungen getroffen. In die sogenannte RMS-("Root Mean Square"-)Datei werden die gewichteten Mittelwerte eines Blocks (4410 Werte) geschrieben. Diese Information wird von GramoFile für die meisten Funktionen benötigt und sollte daher auf jeden Fall erzeugt werden.

Abbildung 3: Pausen finden mit Track location

Der Vorgang kann eine Weile dauern, dann verkündet GramoFile stolz, wieviele Tracks es gefunden hat (Abbildung 4), und speichert die Fundstellen in eine Textdatei mit der Endung .tracks. Die genaue Arbeitsweise der Funktion können Sie in der Datei Tracksplit2.txt nachlesen.

Abbildung 4: Drei Stücke gefunden

Zu diesem Zeitpunkt wurde die Audiodatei noch nicht zerlegt. Es existieren lediglich die Positionen in der .tracks-Datei, die Sie, wenn nötig, auch noch mit einem Texteditor "feintunen" können. Als Basisname der .tracks-Datei wird der in der Dateiauswahl eingegebene verwendet. Einen Ausschnitt aus einer Beispieldatei zeigt Listing 1.

Listing 1

Ausschnitt aus einer .tracks-Datei

Number_of_tracks=3
 # Track 1 - blocks 8 to 2514 - length: 0:04:10.700
 Track01start=0:00:00.800
 Track01end=0:04:11.500
 # Track 2 - blocks 2535 to 4187 - length: 0:02:45.300
 Track02start=0:04:13.500
 Track02end=0:06:58.800
 # Track 3 - blocks 4212 to 6218 - length: 0:03:20.700
 Track03start=0:07:01.200
 Track03end=0:10:21.900

Raus mit den Knacksern

Jetzt können wir in einem Arbeitsgang die Audiodatei in einzelne Stücke unterteilen und dabei "entknacksen". Dazu bietet GramoFile verschiedene Filter an, die sich hinter dem Menüpunkt 4. Process the audio signal verbergen. Die Funktion Split tracks sollte immer angekreuzt sein (Abbildung 5), es sei denn, die aufgenommene LP- oder Single-Seite besteht ohnehin nur aus einem Stück.

Abbildung 5: Filter in GramoFile

Links finden Sie alle verfügbaren Filter. Mit den Cursortasten werden sie markiert und mit Return in die Auswahl auf der rechten Seite übernommen. Der voreingestellte Conditional Median Filter II ist in den meisten Situationen die beste Wahl.

Wollen Sie stattdessen die Aufnahme nur in einzelne Stücke zerteilen, aber das Signal ansonsten unverändert lassen, wählen Sie den Filter Copy Only. Zu den meisten Filtern existieren noch weitere Parametereinstellungen, die Sie mit Return auf einem bereits gewählten Filter erreichen. Für die Experimentierfreudigen gibt es einen Filter, der sich – mit ausreichend C-Kenntnissen – selbst programmieren lässt (Experimenting Filter).

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LinuxUser 06/2012

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