Workshop-Übersicht
2. Textverarbeitung mit Kword - Teil 2: Eine Zeitung
3. Tabellen und Diagramme mit Kspread und Kchart
4. Grafiken und Bilder mit Killustrator
5. Präsentationen mit Kpresenter
Das gesamte KOffice-Paket wird standardmäßig mit der neuen Desktop-Umgebung KDE2 ausgeliefert. Falls Sie noch keine der neueren Distributionen verwenden, die diese bereits standardmäßig enthalten, können Sie sich kostenlos unter http://www.kde.org, die für Ihre Distribution passende Version herunter laden. Wer den Download scheut, sollte auf vielen Heft-CDs, wie z. B. der Linux-User Ausgabe 12/2000, fündig werden. Eine entsprechende Installationsanleitung finden Sie übrigens in Ausgabe 01/2001 des Linux-Users.
KOffice wurde vollständig in die KDE2-Desktop-Umgebung integriert. Zwar lässt es sich unter gewissen Umständen unter einem anderen Desktop, wie dem alten KDE oder GNOME starten, unerfahrene Anwender bzw. wenig ambitionierte Bastler sollten davon allerdings Abstand nehmen. Im schlimmsten Fall könnten einige Leistungsmerkmale nicht mehr nutzbar oder unangenehme Störungen während des gesamten Betriebes auftreten. Aus diesen Gründen raten wir Ihnen generell dazu, immer KDE2 als Grundlage für den Einsatz von KOffice zu verwenden.
Das Ziel vor Augen
Die ersten beiden Workshop-Teile sollen sich ausschließlich mit der Textverarbeitung Kword befassen. Anhand von zwei kleinen Beispielen zum Mitmachen sollen dabei die Funktionsweisen und die Bedienung des Programms erläutert werden. In diesem ersten Teil wird dazu ein Geschäftsbrief erstellt, der neben einer angemessenen Formatierung über eine kleine Tabelle verfügen soll. Bitte beachten Sie, dass sich das gesamte KOffice-Paket zu diesem Zeitpunkt noch im Entwicklungsstadium befindet. Abstürze der einzelnen Anwendungen sind nicht selten, weshalb Sie keiner der aktuellen KOffice-Komponenten wichtige Daten anvertrauen sollten (vgl. Kasten "Probleme und Zukunftsaussichten").
Alles im Kasten
Im Gegensatz zu allen anderen bekannten Textverarbeitungen, wie StarOffice oder Applixware, verwendet Kword ein zunächst etwas merkwürdig aussehendes Konzept. Während die erst genannten Anwendungen alle seitenorientiert arbeiten, stellt Kword eine sogenannte rahmenbasierte (engl.: frame-based) Textverarbeitung dar. Bei einer herkömmlichen Textverarbeitung geben Sie Ihren Text immer direkt auf der Seite ein. Auch alle zusätzlichen Objekte wie Bilder, Tabellen, usw. plazieren Sie in der Regel direkt auf der Seite. Kword hingegen geht immer von einer leeren Seite aus, auf der Sie sogenannte Frames (dt.: Rahmen) anordnen können.
Diese Rahmen nehmen nun ihrerseits die eigentlichen Inhalte, wie z. B. Grafiken oder - und das ist das neue - sämtliche Texte auf. Für jedes dieser Objekte existiert dabei immer ein eigener, passender Rahmentyp. Mit diesem Konzept wollen die Entwickler von Kword einen eindeutigen Schritt in Richtung Desktop-Publishing Programm gehen. Ziel soll es hierbei werden, dass der Anwender komplexere Dokumente, wie z. B. eine Zeitung, direkt in Kword erstellen kann, ohne eine zusätzliche, externe Anwendung heranziehen zu müssen. Der große Preis für diese Flexibilität liegt in der zunächst geringeren Einsteigerfreundlichkeit. Aber keine Angst: Durch unsere folgende Einführung bringen wir etwas Licht in den Begriffs- und Bedienungsdschungel.



