Auf in die Prärie, äh Peripherie

Geben Sie als nächstes ein beherztes

[agrytz]$<b>/sbin/lspci<b>
 00:00.0 Host bridge: Intel Corporation 440BX/ZX - 82443BX/ZX Host bridge (rev 03)
 00:01.0 PCI bridge: Intel Corporation 440BX/ZX - 82443BX/ZX AGP bridge (rev 03)
 00:04.0 ISA bridge: Intel Corporation 82371AB PIIX4 ISA (rev 02)
 00:04.1 IDE interface: Intel Corporation 82371AB PIIX4 IDE (rev 01)
 00:04.2 USB Controller: Intel Corporation 82371AB PIIX4 USB (rev 01)
 00:04.3 Bridge: Intel Corporation 82371AB PIIX4 ACPI (rev 02)
 00:0b.0 Ethernet controller: Intel Corporation 82557 [Ethernet Pro 100] (rev 08)
 01:00.0 VGA compatible controller: ATI Technologies Inc 3D Rage LT Pro AGP-133 (rev dc)

ein. Hier sehen sie alle PCI-Geräte aus Ihrem Computer. Beachten Sie, dass im Prinzip alle Geräte in Rechner über den PCI-Bus kommunizieren. Erst das jeweilige Interface, beispielsweise die ISA-Bridge bei älteren ISA-Karten, bzw. der jeweilige Controller ermöglicht ein anderes Protokoll.

Noch etwas gesprächiger ist der Befehl lspci -v, dessen Ausgabe wir hier aus Platzgründen nicht abdrucken. Hier findet man alles, was man braucht: Von den benutzten Interrupts über DMA-Port bis hin zu Speicherbereichen wird alles ausgegeben. lspci arbeitet übrigens auf den Dateien /proc, stellt sie aber deutlich übersichtlicher dar. Wer mag, kann sie sich mit cat /proc/pci, cat /proc/interrupts, cat /proc/dma und cat /proc/ioports selbst ansehen.

Blätter am Prozess-Baum

Aber wir schweifen ab: Eigentlich wollten wir ja möglichst viel über die Hardware, also Typenbezeichnungen und Modellnummer sowie Leistungsmerkmale herausbekommen. Dazu eignet sich grundsätzlich ein durchforsten des /proc-Zweigs im Datei-System. Geben Sie auf der Kommandozeile tree | less ein.

Was finden wir hier: Nun zuerst einmal hat jeder Prozess sein eigenes Verzeichnis, das die Nummer seiner ID trägt. Dann befinden sich hier aber ebenfalls Verzeichnisse zu den Hardware-Komponenten. Ein paar haben wir ja schon kennengelernt.

Hier ist ein Ausschnitt aus der Ausgabe, der den Zweig mit einem IDE-Gerät zeigt:

01 |-- ide
 02 |   |-- drivers
 03 |   |-- hda -> ide0/hda
 04 |   `-- ide0
 05 |       |-- channel
 06 |       |-- config
 07 |       |-- hda
 08 |       |   |-- cache
 09 |       |   |-- capacity
 10 |       |   |-- driver
 11 |       |   |-- geometry
 12 |       |   |-- identify
 13 |       |   |-- media
 14 |       |   |-- model
 15 |       |   |-- settings
 16 |       |   |-- smart_thresholds
 17 |       |   `-- smart_values
 18 |       |-- mate
 19 |       `-- model

Wollen Sie nun wissen, was für ein Gerät das ist, dann versuchen sie doch einmal ein cat /proc/hda/model, wobei hda ein Link auf das Unterverzeichnis ide/hda ist. Alles in allem finden Sie hier ziemlich viele Informationen, aber vorsicht: Sie müssen der Superuser root sein, um sich einige der Dateien ansehen zu können. Da es nicht angeraten ist, nur einfach so zum rumspielen mit Administratoren-Rechten ausgestattet zu sein, suchen wir also nach einer anderen Lösung. Vielleicht gibt es ja sogar ein grafisches Tool? Es gibt tatsächlich eines und dies wollen wir Ihnen am Ende der Geschichte vorstellen.

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