Warum sollte man überhaupt anfangen, selbst Programme zu schreiben? Gibt es nicht schon genug Programmierer auf der Welt? Das Problem ist, viele Dinge funktionieren zwar schon im Ansatz, sind aber einfach für den eigenen Gebrauch zu komliziert oder unkomfortabel. Da wünscht man sich schnell seinen privaten Programmierer, der hier und da etwas feilt und zum Schluss eine optimale Bedienbarkeit hinbekommt. Was liegt näher, als sein eigener Privat-Programmierer zu sein? Der Programming Corner soll einen Einstieg in die Welt der Programmierung bieten, und zwar mit einfachsten Mitteln.
Programmiersprache BASH
Die Bourne-Again SHell, kurz BASH, hat sich als Standard-Shell der meisten Linux-Distributionen etabliert. Doch sie ist mehr als eine einfache Kommandozeile zum Aufruf von Programmen, sie ist vielmehr eine fast komplette Programmiersprache.
Diese Serie wird sich nicht allein mit den Interna der BASH beschäftigen, sondern vielmehr auch das eine oder ander nützliche Programm am Rande streifen. Die Beispiele selbst sind zwar direkt auf die BASH gemünzt, die Programmiertechniken sind weitestgehend universell gehalten und können auch im Zusammenhang mit anderen Sprachen verwendet werden.
Erste Schritte
BASH-Programme werden auch "Scripte" (Protokolle) genannt. Sie beginnen einleitend mit der zu verwendenden Shell und enthalten ansonsten nur Befehle, die Sie auch außerhalb des Programms von Hand eingeben könnten. Hier das (bei Lehrern) allseits beliebte "Hallo Welt!":
#!/bin/bash echo Hallo Welt! echo Hallo Welt!
Die erste Zeile ist strenggenommen eine Kommentarzeile, da sie mit einer Raute # beginnt. Generell gilt, hinter der Raute bis zum Zeilenende stehen nur Kommentare. Auch dürfen Leerzeilen zur besseren Übersicht benutzt werden. In der ersten Zeile befindet sich die Angabe, mit welchem Programm dieses Script verarbeitet werden soll. Das kann neben der BASH auch durchaus Perl oder TCL/TK sein. Per echo wird dann in der zweiten und dritten Zeile Hallo Welt! ausgegeben, gefolgt von einem Zeilenumbruch.



