Nachrichten

Robolinux 7.8.3: Sicheres Linux

Die Entwickler der auf Debian basierenden Distribution Robolinux [1] haben die Version 7.8.3 freigegeben. Ihr liegen erstmals der Tor-Browser, der BleachBit Data Scrubber und eine neue App namens Stealth Text Vault bei. Darüber hinaus erlaubt Thunderbird das Verschlüsseln von E-Mails.

Nutzer von Robolinux 7.8.3 können zudem über TorChat anonym chatten. Das Programm BleachBit löscht laut Beschreibung nicht mehr benötigte Dateien und Müll: Unter anderem entfernt es temporäre Dateien, den Browser-Cache, den Seitenverlauf und Cookies. In Thunderbird vorinstalliert ist ab sofort die Enigmail-Erweiterung, die zusammen mit GnuPG das komfortable Verschlüsseln und Unterschreiben von E-Mails nach dem PGP-Standard gestattet.

Die von den Robolinux-Machern entwickelte Anwendung "Stealth Text Vault" versteckt mithilfe des Programms steghide Daten in anderen Dateien, wie etwa Bildern (Steganographie-Verfahren). Sämtliche Neuerungen listen die Release-Notes [2] auf Sourceforge auf.

Robolinux 7.8.3 gibt es mit den Desktop-Umgebungen KDE, Gnome, LXDE und Xfce jeweils in einer 32- und einer 64-Bit-Fassung. Robolinux ist vor allem durch seine integrierten Tools bekannt, mit der sich eine komplette Windows-XP-Installation mit wenigen Mausklicks in eine virtuelle Maschine übertragen und dort weiter betreiben lässt. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://robolinux.org/

[2] http://sourceforge.net/projects/robolinux/files/

Raspberry-Pi-Cluster

Auf der Messe Big Bang Fair 2015 hat der britische Geheimdienst GCHQ das Projekt Bramble vorgestellt [1]. Dabei handelt es sich um einen Verbund aus mehreren zusammengeschalteten Raspberrry-Pi-Computern.

Nach Angaben des GCHQ bilden jeweils acht Raspberry Pis einen Block, den das GCHQ OctaPi nennt. Mehrere dieser Blöcke lassen sich dann zu einem größeren Rechenverband zusammenschalten. Die einzelnen Raspberry Pis erhalten ihren Strom über das Netzwerkkabel (Power over Ethernet, PoE). Jeder Mini-Computer schultert zudem einen kleinen Bildschirm, der seinen Status anzeigt.

Der komplette Bramble besteht aus acht OctaPis, insgesamt also aus 64 Raspberry Pis. Hinzu kommen zwei Kontrollknoten, die als Vermittler zwischen Cluster und dem übrigen Netzwerk dienen.

Für den Cluster entwickelte Software kümmert sich darum, dass Rechenaufgaben auf alle Raspberry Pis verteilt werden. Sie basiert auf Node.js, Bootstrap und Angluar. Der Bramble diente ursprünglich als Lehrwerkzeug für die Software-Ingenieure des GCHQ, soll aber nun auch in Schulen die Lehre effizienter Programmierung ermöglichen. Weitere Informationen zum Bramble liefert die Ankündigung des GCHQ. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://www.gchq.gov.uk/press_and_media/news_and_features/Pages/GCHQs-Raspberry-Pi-Bramble.aspx

Steam: Nur 1 % Linux-Nutzer

Der Online-Shop der Spieleplattform Steam [1] hat die Marke von 1 000 Linux-Spielen überschritten. Damit hat sich in nur knapp einem Jahr die Anzahl der verfügbaren Linux-Spiele etwa verdoppelt. Der Verkauf von Linux-Spielen auf Steam startete vor etwas über zwei Jahren. Rechnet man auch noch die Erweiterungspakete mit ein, kommt man sogar auf derzeit über 1 800 Einträge.

Dennoch spielen die meisten Steam-Nutzer immer noch unter Windows. Wie die letzte Steam-Hardware und Software-Umfrage für den Februar [2] ergab, stagniert die Zahl der Linux-Nutzer bei einem Prozentpunkt. Tatsächlich ist die Nutzerzahl sogar leicht gefallen. Die am häufigsten eingesetzte Distribution war Ubuntu 14.04.1 LTS. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://steampowered.com/

[2] http://store.steampowered.com/hwsurvey

Frische Linux-Notebooks von der CeBIT

Beim Linux-PC-Anbieter Tuxedo Computers [1] gibt es neue Modelle, die auf der CeBIT vorgestellt wurden. In den Geräten stecken die gerade erst erschienenen Intel-Broadwell-Mobil-CPUs und die neueste Nvidia-Generation – und Tuxedo hat die dafür nötigen Treiber und Distributionsanpassungen parat.

Insgesamt zwölf Geräte sind neu: Angefangen bei den 14-Zoll-Notebooks UX1404 (siehe Abbildung) und UC1404 sowie deren 15,6-Zoll-Bruder BU1504 (alle mit mattem Display und Intel-Grafik). Die Laptops sind mit Prozessoren bis zum Core i7-5500U bestückbar.

Weiter oben in der Leistung siedeln die Modelle DX1305, DX1505 und XC1505 (13,3 und 15,6 Zoll) mit den neuesten Nvidia-Chips Geforce GTX 960M, vielen RAM-Bänken und bis zu vier Festplatten. Mit 17,3-Zoll-Bildschirmdiagonale und damit nicht mehr besonders portabel, aber mit Geforce-GTX-Spielegrafik und beleuchteter Tastatur als Linux-Gamer-Laptops ausgestattet sind die Geräte DX1705 und XC1705.

Auf der Messe zu besichtigen gab es zudem die Business-Modelle BC1503 und BX1503 mit Dockingstation und die beiden Kleinst-PCs Tuxedo Micro und Core. Beide lassen sich platzsparend am Monitor befestigen.

Im Onlineshop [2] gibt es z. B. das UX1404 mit dem matten 1600x900-Display in zahlreichen Konfigration, angefangen vom kleinsten Modell für 599 Euro (4 GByte RAM, 500-GByte-Festplatte, Intel Pentium 3805U) bis zu großen Konfigurationen mit mehreren SSD-Platten für knapp 2000 Euro. (Jan Kleinert/hge)

[1] http://www.tuxedocomputers.com/

[2] http://www.tuxedocomputers.com/Linux-Hardware/Linux-Notebooks/

Crossover Linux 14.1

Codeweavers hat Crossover [1], seine Laufzeitumgebung für Windows-Programme unter Linux, in einer neuen Version veröffentlicht.

Crossover nutzt Wine für die Ausführung von Windows-Programmen unter Linux, wird aber unter einer kommerziellen Lizenz vertrieben. Wie üblich versucht Codeweavers den ständig wechselnden Anforderungen von Windows-Programmen und auch den neuen Versionen von Linux-Distributionen gerecht zu werden. In Version 14.1 gibt es deshalb eine Reihe Bugfixes, etwa was das Ausführen von Outlook betrifft, das nun stabiler laufen soll. Ubuntu 14.04.2 zählt zu den Linux-Versionen, auf denen sich Crossover nun ebenfalls heimisch fühlen soll.

Der Software-Installer verrichtet laut der Ankündigung von Codeweavers [2] seine Tätigkeit unter allen Linux-Distributionen nun flotter. Das Unternehmen bietet neben den Bezahlversionen eine Testversion an, mit der sich prüfen lässt, ob ein benötigtes Programm auch unter Linux läuft. (Ulrich Bantle/hge)

[1] https://www.codeweavers.com/products/crossover-linux/

[2] https://www.codeweavers.com/support/forums/announce/?t=24;msg=171507

Linux New Media Award 2015

Bei der CeBIT gab es auch in diesem Jahr Auszeichnungen für besondere Leistungen im Bereich Linux und Open Source.

Mit den Preisen werden in Hannover Jahr für Jahr Projekte, Organisationen, Personen und Unternehmen ausgezeichnet. Der Award für das "Most Innovative Free Software Project" ging an Docker [1]. Den Preis für den "Most Android-Aware Hardware Vendor" konnte Fairphone [2] entgegennehmen.

Die Gewinner der Linux New Media Awards werden von einer Fachjury aus rund 300 internationalen Experten gewählt. Neben den Redaktionen von Linux-Magazin, LinuxUser, EasyLinux, RaspberryPi Geek und anderen stimmen auch Open-Source-Granden wie Alan Cox, Jon "maddog" Hall oder Bruce Perens ab.

In der Kategorie "Best Software for Raspberry Pi" votierte die Jury für Raspbian [3]. Als Gewinner des "Most Secure Instant Messaging System" konnte sich Jabber/XMPP with OTR [4] über einen Award freuen. Das "Best Open Source Cloud / Datacenter Management System" heißt für die Jury OpenStack [5].

Den Publikumspreis verleihen die Leser des Linux-Magazins Online und der Linux Community. In diesem Jahr galt es, die beste Open-Source-Software für Fotografen zu küren – die Wahl der Leser fiel dabei auf DigiKam [6]. (Ulrich Bantle/hge)

[1] https://www.docker.com/

[2] http://www.fairphone.com/

[3] http://www.raspbian.org/

[4] http://xmpp.org/

[5] https://www.openstack.org/

[6] https://www.digikam.org/

Android für den Desktop

Das Console-OS-Projekt [1] arbeitet an einer Android-Version für x86-Rechner. Sie soll sich dabei auch auf großen Monitoren einfach bedienen lassen. Die Macher haben jetzt eine erste Entwicklerversion veröffentlicht.

Die als Developer Release 1 bezeichnete Version basiert noch auf Android 4.4.2, aktuell ist bereits Android 5. Offiziell läuft Console OS derzeit nur auf einigen ausgewählten Rechnern und Notebooks, darunter etwa das Dell XPS 13. Eine vollständige Liste [2] findet sich auf der Webseite des Projekts. Wer Console OS auf einem anderen System auf eigene Gefahr ausprobieren möchte, braucht einen möglichst aktuellen Intel-Core-Prozessor (ab der dritten Generation "Sandy Bridge") oder einen 64-Bit-Atom ("Bay Trail"), Intel-Grafik, WLAN (in Form eines Intel-3160 und Intel-7260-Chipsatzes) und 64-Bit-UEFI-Firmware. AMD-Prozessoren sowie Grafikkarten von Nvidia und AMD unterstützt Console OS derzeit noch nicht. Console OS soll sich dabei im Dual-Boot-Modus neben Windows, Mac OS X und Linux installieren lassen.

Für den Download der Developer Release 1 von Console OS ist eine Registrierung auf der Homepage des Projekts notwendig. Zukünftige Versionen von Console OS sollen auch OpenGL unterstützen, wodurch sich sogar Spiele starten ließen. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://consoleos.com/

[2] http://wiki.consoleos.com/w/Devices

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 3 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

EL 11/2017-01/2018: Einstieg in Linux

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...