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Strategiespiel "Battle Worlds: Kronos"

Schach mit Panzern

Noch bis in die 1990er Jahre waren bockschwere rundenbasierte Strategiespiele äußerst beliebt. Der deutsche Entwickler King Art Games lässt diese gute alte Zeit in modernem Gewand wieder aufleben. Wer die gestellten Missionen meistern möchte, braucht eine gute und wohlüberlegte Taktik.

Battle Worlds: Kronos ist ein klassisches rundenbasiertes Strategiespiel: Auf einer aus Hexfeldern zusammengesetzten Landschaft zieht der Spieler nacheinander seine Panzer, Spähtrupps und Boote. Geraten sie in Schlagdistanz zu einem Feind, lässt er sie mit einem gezielten Mausklick angreifen. Jede Einheit führt allerdings nur eine limitierte Anzahl Aktionen aus. Ein Cerberus-Panzer kann beispielsweise ein paar Felder weit fahren und genau einen Gegner angreifen. Sind alle Aktionen aufgebraucht, steht die Einheit regungslos auf ihrem Feld und blockiert dieses gleichzeitig für andere Einheiten. Ähnlich wie beim Schach muss man sich folglich genau überlegen, in welcher Reihenfolge man welche Einheiten wohin zieht.

Der Nächste, bitte!

Haben alle Einheiten ihre Aktionen ausgeführt oder verzichtet der Spieler auf weitere Anweisungen, darf der Gegner sein Kriegsgerät bewegen. Da das Spiel somit strikt rundenbasiert abläuft, muss man bei einem Angriff des Gegners erst einmal tatenlos zusehen. Immerhin schießt eine angegriffene Einheit automatisch zurück, allerdings nur einmal: Treffen in derselben Runde noch andere Panzer, bleiben diese folglich verschont. Als wäre das noch nicht genug, schießt das lädierte Gefährt durch den zuvor angerichteten Schaden schwächer zurück.

Im Kampf gewinnt jede Einheit an Erfahrung. Ähnlich wie in einem Rollenspiel steigt sie nach einer Weile einen Level auf. Der Spieler erhält dann die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu verbessern: So lässt sich etwa die Panzerung um ein paar Prozentpunkte verstärken oder das Vehikel reparieren.

Aufstellung

Jede Einheit besitzt ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. So sind beispielsweise Explorer schnelle Aufklärungsfahrzeuge, die pro Zug besonders weit fahren können. Dafür richten sie mit ihren Waffen nur geringen Schaden an und können einen Gegner nur dann angreifen, wenn er auf einem Feld direkt neben ihnen steht. Das fahrbare Artilleriegeschütz Priest wiederum hat zwar einen recht großen Trefferradius und eine durchaus ordentliche Durchschlagskraft (Abbildung 1). Um aber überhaupt feuern zu können, muss das Geschütz erst sein Kanonenrohr ausfahren, was wiederum eine Runde Zeit kostet. Zudem verbraucht die Priest-Artillerie die von ihr verschossene Munition. Man muss folglich auf irgendeinem Weg für Nachschub sorgen.

Abbildung 1: Das hier aufgebaute Priest-Geschütz erreicht Gegner nur zwischen den zwei blauen Linien.

Eine weitere wichtige Rolle bei Angriffen spielt die Positionierung der Einheiten. Je mehr eigene Einheiten auf den Feldern direkt um einen Gegner stehen, desto größer ist der beim Gegner angerichtete Schaden. Im Gegensatz zu vielen anderen Strategiespielen ist in Battle Worlds: Kronos folglich eine aggressive Klammertaktik gefordert. Darüber hinaus besitzen die verschiedenen Einheiten einen unterschiedlich weiten Angriffsradius. Der Bandit-Buggy kann z. B. einen Gegner nur dann angreifen, wenn er genau zwei Felder von ihm entfernt steht (wie in Abbildung 2).

Abbildung 2: Die blau markierten Felder zeigen an, auf welche Felder der Bandit-Buggy feuern kann. Unter Beschuss steht dabei gleich der rote Explorer, der zudem von zwei weiteren Fahrzeugen eingekeilt ist und somit zusätzlichen Schaden erleidet.

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