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Fedora 21 erschienen

Das Fedora-Projekt hat Version 21 seiner Distribution freigegeben. Erstmals gibt es Fedora in drei verschiedenen Varianten, die sich an unterschiedliche Nutzer richten.

Für Endanwender gedacht ist die Fedora 21 Workstation. Als Desktop-System kommt es somit den alten Fedora-Versionen nahe. Gegenüber den Vorgängern haben die Entwickler vor allem die Installation überarbeitet und vereinfacht. Des Weiteren können Anwender den künftigen X11-Nachfolger Wayland ausprobieren.

Als Desktop-Umgebung kommt standardmäßig Gnome 3.14 zum Einsatz, Firefox liegt in Version 33.1 bei, und LibreOffice klettert auf Version 4.3.2. Programmierer können sich vom neuen Werkzeug DevAssistant schnell eine passende Entwicklungsumgebung einrichten lassen.

Neben der Workstation-Variante stellt das Fedora-Projekt auch Images für den Einsatz in der Cloud bereit (Fedora 21 Cloud). Wer einen Server aufsetzen möchte, greift schließlich zum Fedora 21 Server. Alle drei Varianten teilen sich die gleiche Basis, Fedora 21 Base genannt. So kommt stets der Linux-Kernel 3.17 zum Einsatz, während sich um den Systemstart Systemd 217 kümmert. Auch die übrigen Systemwerkzeuge, wie RPM, Yum, Anaconda & Co. sind in allen drei Varianten identisch.

Sämtliche Neuerungen listen die Release Notes [1] auf, die drei Varianten stehen auf der Homepage des Fedora-Projekts [2] bereit. (Tim Schürmann/hge)

[1] https://lists.fedoraproject.org/pipermail/devel-announce/2014-December/001473.html

[2] https://getfedora.org/

Bier brauen mit Linux

Ein ungarisches Start-up-Unternehmen sammelt derzeit auf Indiegogo Geld für die Produktion eines Bierbrauautomaten. Den Brauvorgang steuert dabei ein Linux-System, die Einstellungen nehmen Anwender bequem über einen Touch-Screen oder eine Smartphone-App vor.

Wer die Brewie getaufte Brauanlage haben möchte, muss auf Indiegogo [1] mindestens 1 599 US-Dollar überweisen, zuzüglich 50 Dollar Versandkosten. Die Auslieferung soll Ende 2015 beginnen. Die Zutaten für ein Bier erhalten Besitzer in kleinen, vorportionierten Säckchen, die sie lediglich in die Maschine werfen müssen – den Brauvorgang erledigt Brewie dann automatisch. Auf diese Weise lassen sich etwa 20 Liter Bier auf einmal brauen. Die Bedienung der Maschine erklären Videos und Beschreibungen auf der Indiegogo-Seite sowie der Brewie-Homepage [2].

Wie die Seite Linuxgizmos [3] herausgefunden hat, verwendet der Prototyp der Maschine einen Cortex-A8-Chip von Texas Instruments, auf dem ein angepasstes Poky Linux läuft. Die fertig ausgelieferten Brewies könnten aber noch auf einen Allwinner A13 wechseln.

Die Kampagne läuft noch bis zum 31. Januar. Das Ziel der Entwickler, 100 000 Dollar einzusammeln, wurde Ende 2014 erreicht; zum Redaktionsschluss stand der Zähler schon auf über 107 000 Euro. Die Massenproduktion soll im kommenden August starten. (Tim Schürmann/hge)

[1] https://www.indiegogo.com/projects/brewie-world-s-first-fully-automated-home-brewery#home

[2] http://www.brewie.org/

[3] http://linuxgizmos.com/brewing-machine-hops-to-it-with-linux/

Linux auf Supercomputern

Die 500 schnellsten Computersysteme laufen fast alle mit Linux. Insgesamt nutzen 97 Prozent der Supercomputer das freie Betriebssystem. Dies geht aus der aktuellen Statistik des TOP500-Projekts [1] hervor. Demnach laufen 485 Maschinen unter Linux. Insgesamt unterstehen dem freien Betriebssystem knapp 23 Millionen Prozessorkerne mit einer Gesamtleistung von etwa 300 Millionen Gigaflops.

Betrachtet man die Erhebungen in den vergangenen Jahren, so stieg der Einsatz von Linux im Supercomputer-Bereich vor allem zur Jahrtausendwende rapide an. Seit 2010 stagniert der Marktanteil auf einem hohen Niveau.

Windows nutzt laut TOP500-Projekt mit dem "Magic Cube" in China nur noch ein Rechner; ein weiterer in Saudia Arabien verwendet mehrere Betriebssysteme. Auf den restlichen 13 Supercomputern werkelt ein anderes Unix-System.

Das TOP500-Projekt erfasst in seiner Liste regelmäßig die 500 schnellsten Supercomputer der Welt. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://www.top500.org/statistics/details/osfam/1

Meizu Smartphone mit Ubuntu Touch

Canonical hatte 2013 erfolglos versucht, über eine Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo den sportlichen Betrag von 32 Millionen US-Dollar für die Produktion eines selbst entwickelten Smartphones einzusammeln [1]. Das "Ubuntu Edge" genannte Gerät sollte eine Parallelinstallation von Ubuntu Touch [2] und Android erhalten und sich über eine Dockingstation auch als Desktop-Ersatz eignen.

Anfang 2014 meldete Canonical dann, man habe einen Hardwarepartner für die Produktion eines Smartphones mit Ubuntu Touch gefunden – wollte aber noch keine Namen nennen. Nun gibt es Neuigkeiten: Das Smartphone Meizu MX4 mit vorinstalliertem Ubuntu Touch soll Anfang 2015 in Europa und Asien erhältlich sein. Die Kooperation haben Canonical und Meizu Ende November offiziell vereinbart [3]. Die Ubuntu-Macher wollen demnach Meizus Betriebssystem Flyme unterstützen, das auf Ubuntu Touch basiert.

Eine offizielle Bestätigung, dass es sich um das MX4 handeln wird, gibt es bislang nicht. Allerdings lief Ubuntu Touch auf dem Mobile World Congress 2014 auf einem MX3, was die Vermutung nährt, und Anfang Dezember ist zudem ein Foto aufgetaucht, das Ubuntu Touch auf dem MX4 zeigt [4]. Genauere Angaben zu Lieferterminen gab es zum Redaktionsschluss noch nicht. (Kristian Kißling/Hans-Georg Eßer/hge)

[1] http://linux-community.de/30882

[2] http://www.ubuntu.com/phone

[3] http://www.cnbeta.com/articles/349199.htm (Beitrag in chinesischer Sprache)

[4] http://www.gsmarena.com/new_photo_of_ubuntu_powered_meizu_mx4-news-10385.php

FreeBSD Foundation erhält Millionenspende

Die FreeBSD Foundation, die sich ausschließlich aus Spenden finanziert, hat bekannt gegeben, dass sie von WhatsApp-Mitbegründer und CEO Jan Koum eine Zuwendung in Höhe von einer Millionen US-Dollar bekommen hat [1]. Das sei die höchste Einzelspende in der 15-jährigen Geschichte der Foundation. Gleichzeitig sei sie ein weiteres Beispiel dafür, wie jemand, der FreeBSD erfolgreich einsetze, etwas an die Community zurückgebe. Man berate nun, wie das Geld am besten zu verwenden sei. Entsprechende Pläne sollten finanzielle Investments ebenso einschließen wie Ausgaben, mit denen sich die Fähigkeiten und Services der Foundation ausbauen lassen.

Jan Koum sagte, FreeBSD habe ihm geholfen, sich aus der Armut zu befreien, denn seine FreeBSD-Kenntnisse hätten ihm einst einen Job bei Yahoo eingebracht. Auch die späteren WhatsApp-Server liefen und laufen unter FreeBSD, einem Linux-ähnlichen Unix-System. (Jens-Christoph Brendel/hge)

[1] http://freebsdfoundation.blogspot.de/2014/11/freebsd-foundation-announces-generous.html

Raspberry Pi A+ für 20 Dollar

Der neue Raspberry Pi A+ [1] ist ab sofort offiziell für nur 20 Dollar erhältlich.

Wie das Modell A benutzt auch der A+ einen ARM-basierten BCM2835-Prozessor und 256 MByte RAM. Er ist aber deutlich kleiner (65 mm Länge im Vergleich zu 86 mm beim Modell A), verbraucht weniger Strom und enthält eine ganze Reihe von Verbesserungen. Dazu zählen mehr GPIO-Pins (General Purpose Input/Output, dt.: Allzweckeingabe/-ausgabe; 40 Stück) und ein Steckplatz für eine Micro-SD-Karte.

Das ursprüngliche Ziel bei Einführung des Raspberry Pi im Jahr 2011 war es, eine Linux-Box mit ARM-Prozessor für 25 Dollar anzubieten. Dieser Preis konnte mit dem neuen Modell A+ nun noch einmal um 5 Dollar unterboten werden. In Deutschland ist die neue Version unter anderem bei Reichelt [2] erhältlich und kostet dort 22,95 Euro zzgl. Versandkosten. (Linux-Magazin/hge)

[1] http://www.raspberrypi.org/products/model-a-plus/

[2] http://www.reichelt.de/index.html?ARTICLE=150492

Kubuntu 15.04 mit KDE Plasma 5

Wie Jonathan Riddell in einem Blog-Posting angekündigt hat, soll die kommende Version der Distribution Kubuntu standardmäßig den neuen Desktop Plasma 5 verwenden. Plasma ist die Desktop-Komponente des KDE-Projekts. Die Version 5 erschien erst im Sommer [1] und lässt noch einige Funktionen aus KDE 4 vermissen. Dennoch wollen die Kubuntu-Entwickler bereits in Kubuntu 15.04 als Standarddesktop Plasma 5 einsetzen. Er habe sich als solide und verlässliche Plattform erwiesen, und es sei Zeit, ihn der Welt zu zeigen, so Riddell [2]. Die noch fehlenden Teile hoffen die Entwickler bis zur Veröffentlichung von Kubuntu 15.04 nachliefern zu können.

Kubuntu 15.04 trägt den Codenamen "Vivid" und soll im April 2015 zusammen mit Ubuntu 15.04 erscheinen. Schon jetzt bieten die Kubuntu-Macher eine Vorschauversion [3] auf Plasma 5 an. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Plasma-5.0-bringt-ein-neues-Design-auf-neuer-Basis

[2] https://blogs.kde.org/2014/10/29/kubuntu-vivid-bright-blue

[3] http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Kubuntu-mit-Plasma-5

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