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Stallman auf der TEDx-Konferenz in Genf

Für alle Linux-Interessierten, die gut Englisch verstehen, gibt es ein knapp 14-minütiges Video von Richard Stallman, in dem er – unterlegt mit hübschen selbst gemalten Folien – die Vorteile und die Relevanz freier Software erklärt, im Vergleich mit proprietärer Software und auch in Abgrenzung zu "Open Source" Software. Den Ansatz vieler Schulen, im Unterricht proprietäre Software zu verwenden, stellt er amüsant mit Lehrern auf eine Stufe, die Schüler zum Rauchen anleiten: Beides erzeugt Abhängigkeit, und Schulen sollten das nicht tun, so Stallman.

Das auf der GNU-Projekt-Webseite verfügbare Video [1] zeigt Stallmans Vortrag auf der TEDx-Konferenz in Genf [2], den er im April 2014 gehalten hat. (Hans-Georg Eßer/hge)

[1] http://audio-video.gnu.org/video/TEDxGE2014_Stallman05_LQ.webm

[2] http://www.ted.com/tedx/events/11463

SteamOS-Update 133 mit neuen Treibern

Der Spieleentwickler Valve hat seine Linux-Distribution SteamOS (eine auf Debian basierende Linux-Distribution, die vollständig auf die Spieleplattform Steam ausgerichtet ist) aktualisiert: Es gibt neue Versionen der proprietären Nvidia-Treiber und des Kernels, der jetzt zusätzliche Netzwerkkarten unterstützt. Wer eine Intel-Grafikkarte verwendet, darf sich zudem über bessere Performance freuen.

Der proprietäre Nvidia-Treiber liegt in der Version 340.32 vor. Gegenüber seinem Vorgänger behebt er einen Fehler, der nach dem Wechsel vom Desktop in den Steam-Client einen weißen Bildschirm produzierte. Neu ist der Intel-Vaapi-Treiber für Steams In-Home-Streaming. Abschließend haben die Entwickler fehlerbereinigte Versionen von OpenSSL, libav und einigen weiteren Bibliotheken beigelegt. Alle Neuerungen führt die Ankündigung [1] auf. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://steamcommunity.com/groups/steamuniverse/discussions/1/35221584678322281/

Libre Music Production erklärt Open-Source-Musikprogramme

Das neue Projekt Libre Music Production [1] möchte die Nutzung von quelloffenen Musikprogrammen vorantreiben. Dabei helfen soll das gleichnamige Internetportal, auf dem Anleitungen, Video-Tutorials und Artikel in die Open-Source-Programme einführen.

Das Material soll vor allem die Nutzergemeinschaft beisteuern: Sowohl Neulinge als auch erfahrene Musiker sind aufgefordert, Nachrichten, Anleitungen und Erfahrungsberichte zu schreiben und auf der Seite zu veröffentlichen.

Bereits zum Start des Portals gibt es unter anderem eine Einführung in die Audio-Server-Software JACK sowie Video-Tutorials zur Digital Audio Workstation (DAW) Ardour 3. Wichtige Begriffe erklärt der Jargon Buster [2], häufige Fragen beantworten die FAQ [3].

Zu den Mitbegründern von Libre Music Production gehören unter anderem die Musiker Gabriel Nordeborn und Staffan Melin. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://libremusicproduction.com/

[2] http://libremusicproduction.com/jargonbuster

[3] http://libremusicproduction.com/faq

Ubuntu Mate soll offizielle Ubuntu-Variante werden

Derzeit arbeitet ein Team an einer Ubuntu-Variante, die standardmäßig die Desktop-Umgebung Mate verwendet [1]. Bereits die erste Version der neuen Distribution soll ein von Canonical offiziell unterstützter "Flavor" (wie Kubuntu und Xubuntu) werden. Wie das Ubuntu-Mate-Team in seinem Blog mitteilt, stehe das zuständige Ubuntu Technical Board einer Aufnahme positiv gegenüber [2]. Es würden lediglich ein paar Unterlagen fehlen, welche die Entwickler in den kommenden Tagen nachreichen wollten.

Erst im Juni hatte Projektleiter Martin Wimpress die neue Ubuntu-Variante in Angriff genommen [3]. Derzeit gibt es nur eine Alphaversion, zum Redaktionsschluss hieß es, die finale Fassung werde im Oktober zusammen mit Ubuntu 14.10 ("Utopic Unicorn") erscheinen – wenn diese EasyLinux-Ausgabe am Kiosk liegt, ist die Software also vielleicht schon verfügbar. Das Ubuntu-Mate-Team setzt sich derzeit vor allem aus Mate-Entwicklern und Mitgliedern des Debian-Mate-Paketteams zusammen.

Die offiziellen Ubuntu Flavors müssen ein paar technische Anforderungen erfüllen, insbesondere müssen sie die gleichen Pakete installieren und das vorgegebene Repository für Updates verwenden. Im Gegenzug bietet Canonical den Entwicklern Hilfestellungen und Dienste. Ubuntu Mate verwendet den Mate-Desktop, der wiederum auf der alten Gnome-Version 2 basiert und dessen traditionelle Benutzeroberfläche weiterleben lässt. (Tim Schürmann/hge)

[1] https://ubuntu-mate.org/

[2] https://ubuntu-mate.org/blog/progressing-towards-ubuntu-mate-beta1/

[3] https://plus.google.com/+MartinWimpress/posts/4FYXQ8VjRVV

Zorin OS 9 Lite und Educational Lite erschienen

Die Zorin Group hat Lite-Varianten ihrer Distribution Zorin OS 9 freigegeben [1]. Sie sind vor allem für schwache und alte Rechner gedacht und bringen eine Benutzeroberfläche mit, die sich an Windows anlehnt.

Zorin OS 9 Lite und Educational Lite basieren auf Lubuntu 14.04 und erhalten genau wie dieses einen Long Term Support bis 2019. Als Desktop-Umgebung kommt das schlanke LXDE zum Einsatz. Diesem haben die Zorin-Entwickler eine neue, in Blau getauchte Optik verpasst. Die Bedienung lehnt sich nach wie vor an Windows an, Umsteiger sollten sich in Zorin OS also schnell zurechtfinden. Windows-Anwendungen führt das enthaltene Programm Wine aus.

Die Educational-Lite-Variante bringt ein paar Lehr- und Lernprogramme mit, die auch im großen Bruder Zorin OS 9 Educational enthalten sind. Beide Lite-Versionen liegen nur als 32-Bit-Varianten vor, was für den angedachten Einsatz auf alten PCs sinnvoll ist. Die auf der Zorin-Homepage angebotenen ISO-Images [2] sind mit knapp 1 GByte zu groß für eine CD, müssen also für die Installation auf DVD gebrannt werden. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://zorin-os.com/

[2] http://zorin-os.com/free.html

Document Foundation finanziert LibreOffice für Android

Die Document Foundation (TDF) sucht Firmen und Entwickler, die eine Android-Version von LibreOffice entwickeln [1]. "Grundlegende Bearbeitungsfunktionen" solle die App anfangs bekommen und die Arbeit so bald wie möglich beginnen. Bezahlen wird das die TDF. Das "Schlüsselprojekt, das bis Ende Februar 2015 fertig sein soll", werden Firmen im Auftrag der Document Foundation TDF liefern. Dafür brauche es ein Basis-Framework für Writer, Calc, Impress, Draw und Math. Die wichtigsten technischen Entscheidungen seien ja schon beim LibreOffice Viewer für Android gefallen. (Markus Feilner/hge)

[1] http://blog.documentfoundation.org/2014/09/04/tender-for-base-framework-for-an-android-version-of-libreoffice-with-basic-editing-capabilities-201409-01/

Computec übernimmt EasyLinux und Schwesterzeitschriften

In eigener Sache: Die Computec Media GmbH in Fürth übernimmt alle deutschsprachigen Aktivitäten der Medialinx AG, darunter die Zeitschriften EasyLinux, Linux-Magazin, LinuxUser und Raspberry Pi Geek, sämtliche Websites sowie das Online-Schulungsportal "IT-Academy" und den deutschen "Linux New Media Award" [1]. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Kartellamt.

Das Portfolio der Computec Media GmbH umfasst nach eigener Angabe 13 regelmäßige Print- und zwei Sonderpublikationen sowie 14 Online-Portale zu den Themenkomplexen Gaming, Electronic Entertainment, IT, Kino/DVD, Kids & Musik. (Markus Feilner/hge)

[1] http://www.computec.de/presse/pressemitteilungen/artikel/detail/2014/09/03/computec-media-uebernimmt-linux-und-raspberry-pi-aktivitaeten-der-medialinx-ag.html

Linux Mint Debian Edition steigt auf Debian Stable um

Die auf Debian basierende Linux-Mint-Variante (kurz LMDE) wird zukünftig nicht mehr auf dem Testing-Zweig von Debian aufbauen, sonderen stattdessen die stabile Ausgabe von Debian Jessie nutzen. Die Neuauflage von LMDE soll den Codenamen "Betsy" erhalten. Dies kündigte Projektleiter Clement Lefebvre im Entwicklerblog an [1]. Das Team sei gerade dabei, die Paket-Repositories aufzusetzen und verschiedene Pakete dorthin zu portieren. Im November soll dann LMDE "Betsy" veröffentlicht werden.

Für Nutzer der aktuellen LMDE-Version mit Update 8 soll es eine Upgrade-Möglichkeit geben. Wer Betsy vorab testen möchte, muss sich noch ein wenig gedulden: Eine erste Betaversion erscheint irgendwann "zwischen jetzt und November". Debian 8 alias "Jessie" ist derzeit noch in der Entwicklung und wird die nächste stabile Debian-Version.

Das auf Ubuntu basierende Linux Mint nutzt bereits nur noch die Ubuntu-Versionen mit Langzeitunterstützung. Durch den Umstieg auf die stabilen Basisdistributionen wollen die Entwickler mehr Zeit insbesondere für die Pflege und Weiterentwicklung des Desktops erhalten. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://segfault.linuxmint.com/2014/08/upcoming-lmde-2-to-be-named-betsy/

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