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09.10.2013

Mini-PC mit Linux Mint

CompuLab nimmt jetzt Vorbestellungen für die MintBox 2 [1] entgegen. Der Mini-PC mit Intel-Core-i5-Prozessor kommt mit vorinstalliertem Linux Mint und kostet 600 Dollar.

Der Prozessor Core i5-3337U läuft mit 1,8 GHz und bietet eine integrierte HD4000-Grafikeinheit. Zusätzlich verfügt die Box über 4 GByte Hauptspeicher, eine Festplatte mit 500 GByte, WLAN und vier USB-2-Anschlüsse. Die komplette Hardwareausstattung listet CompuLab auf einer separaten Seite auf [2]. Zum Preis kommen noch die Kosten für den Transport sowie Steuern hinzu. Die MintBox 2 soll seit Ende September auch über Amazon erhältlich sein.

Mit der Einführung der neuen MintBox hat CompuLab den Preis des Vorgängermodells gesenkt. Die MintBox Pro [3] gibt es für 439 Dollar (plus Versand und Steuern). Als Prozessor kommt dort ein AMD APU G-T56N zum Einsatz, in dem zwei Prozessorkerne mit 1,65 GHz und eine Radeon-HD-6320-Grafikkarte stecken. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://fit-pc.com/web/purchasing/order-mintbox/

[2] http://fit-pc.com/web/specifications/?PN=IPC-D2x2-C3337NL-H500-WB-XLM-FM4U-BMint

[3] http://fit-pc.com/web/purchasing/order-mintbox/

Steam: Spiele verleihen

Zukünftig sollen Nutzer der Verkaufsplattform Steam ihre erworbenen Spiele auch an Freunde ausleihen können. Wann Betreiber Valve diese Funktion freischaltet, ist allerdings noch offen.

Nach Angaben von Valve [1] startet zunächst eine Betaphase mit ausgewählten Nutzern. Diese sollen dann ihre Spiele für bis zu zehn weitere Nutzer freischalten können. Starten lässt sich das Spiel dann allerdings immer nur von einer einzigen Person, die Steam-Software soll im Zweifelsfall dem Käufer den Vortritt einräumen. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://store.steampowered.com/sharing/

Wayland statt X-Server

Red Hat und Intel arbeiten mit Hochdruck an einer Portierung von Gnome auf den vorgesehenen X11-Nachfolger Wayland [1]. Schon in Fedora 20 sollen Anwender eine Tech-Preview-Version installieren können. Christian Schaller erläutert in seinem (sehr technischen) Blog-Beitrag [2], welche Anpassungen an der Gnome-Shell nötig sind.

In der kommenden Fedora-Version 20 sollen Anwender im Login-Manager GDM die Wahl haben, eine Wayland-Session mit Gnome-Desktop zu starten. Schaller weist darauf hin, dass man in dieser Session zwar Programme starten können soll, diese aber sehr wahrscheinlich (noch) nicht stabil laufen werden. Die Entwickler wollen damit primär die Einstiegsschwelle für Entwickler heruntersetzen.

Eine stabil laufende Version von Gnome und Wayland peilt das Team für Fedora 21 an. Den aktuellen Status der Portierung verzeichnet eine eigene Seite im Gnome-Wiki [3]. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://wayland.freedesktop.org/

[2] http://blogs.gnome.org/uraeus/2013/09/09/fedora-wayland-update/

[3] https://wiki.gnome.org/ThreePointNine/Features/WaylandSupport

Smartphone "Ubuntu Edge" gescheitert

Im Juli lief über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo eine Kampagne mit dem überaus ehrgeizigen Ziel, 32 Millionen US-Dollar zu beschaffen, mit denen die von Mark Shuttleworth geführte Ubuntu-Firma Canonical ein neues Smartphone namens Ubuntu Edge entwickeln wollte. Clou des Geräts wäre eine Parallelinstallation von Android und einer Ubuntu-Version für Smartphones gewesen, auch die geplante Hardwareausstattung war vielversprechend. Über eine Docking-Station wären Edge-Besitzer in der Lage gewesen, das Smartphone als Desktop-PC zu verwenden und darauf im Ubuntu-Modus z. B. normale Office-Anwendungen mit Tastatur und Maus zu steuern.

Wer sich mit ca. 500 Euro am Crowdfunding beteiligte, hätte nach einem knappen Jahr ein Ubuntu Edge erhalten, für Firmen gab es auch größere Pakete bis hin zum "Enterprise Bundle" für 80.000 US-Dollar, das 115 Geräte enthalten sollte.

Zum Ende der auf einen Monat begrenzten Funding-Phase stand der Zähler auf 12,8 Millionen US-Dollar: Das ist zwar ein Rekord für Indiegogo (und generell für das Crowdfunding), aber das Ziel wurde deutlich verfehlt.

Die Aktion hat aber gezeigt, dass viele Anwender sich ein solches Gerät wünschen, das einen klassischen PC überflüssig macht: Knapp 20.000 Personen wollten das Edge im Rahmen der Kampagne kaufen [2]. Die Entwicklung von Ubuntu for Phones [3] wird also weiter gehen. (Hans-Georg Eßer/hge)

[1] http://www.indiegogo.com/projects/ubuntu-edge

[2] http://www.indiegogo.com/projects/ubuntu-edge?c=activity

[3] http://www.ubuntu.com/phone

Linux auf dem Mac in der Parallels-VM

Wer einen Apple-Rechner mit OS X nutzt, kann sein Lieblings-Linux in einer virtuellen Maschine laufen lassen. Der Marktführer für diesen Anwendungsfall heißt seit Jahren Parallels Desktop, im September legte der Hersteller eine funktional verbesserte Version nach. Parallels Desktop 9 [1] bietet laut den Amerikanern eine erhöhte Ablaufgeschwindigkeit der virtuellen Maschinen und eine bis zu 40 Prozent bessere Performance beim Plattenzugriff. Start und Herunterfahren der VM gelänge bis zu 25 Prozent schneller, das Versetzen in den Ruhezustand brauche bis zu 20 Prozent weniger Zeit.

Neu für Linux-Gäste sind verschachtelter Virtualisierungssupport mit Xen oder KVM, Shared Applications, gemeinsame Profilordner, die auch symbolische Links (Verknüpfungen) enthalten dürfen, und ein automatisches Update der Parallels-Tools im Gastsystem. Beim Hochfahren von Linux von CD oder DVD erkennt Parallels 9 den Betriebssystemtyp nun selbständig, und es gibt einen Download-Wizard für neue Ubuntu-Versionen.

Offiziell unterstützt Parallels Desktop 9 Debian Linux 6.0 bis 7.1, Ubuntu 10.04 bis 13.10, OpenSuse 12.2/12.3, Fedora 17 bis 19, Mandriva 2011 und einige Linux-Distributionen für den Unternehmenseinsatz. Neu dabei sind Linux Mint 14/15 und Mageia 2.

Bestandskunden können für 50 Euro aktualisieren, beim ersten Kauf sind 80 Euro fällig, und Studenten zahlen die Hälfte. (Jan Kleinert/hge)

[1] http://www.parallels.com/products/desktop/

"Linux for Workgroups": Kernel 3.11

In Anlehnung an die Windows-Version 3.11 von 1993, die auch "Windows for Workgroups" hieß, hat Linus Torvalds Anfang September die neue Kernel-Version 3.11 freigegeben und "Linux for Workgroups" getauft. Als Gag zeigt der neue Kernel beim Booten ein Pinguin-Logo mit an Windows erinnernder bunter Flagge an. Noch mehr Spaß gab es in der Ankündigung des Release Candidate 7, die eine Variation des historischen ersten Postings über Linux ("Hello everybody out there using Minix, I'm doing a (free) operating system (just a hobby, won't be big and professional like gnu) for 386(486) AT clones…" [1]) war und die er genau 22 Jahre später auf Google+ postete [2].

Zu den Top-Features im neuen Kernel gehören Änderungen im Grafikbereich. Über den Bootparameter radeon.dpm=1 lässt sich das noch experimentelle dynamische Powermanagement für die freien ATI-Treiber aktivieren, das Strom spart und die Betriebstemperatur senkt. Der Nouveau-Treiber unterstützt das Dekodieren von H.264-/MPEG2-Videos mit Hilfe des Videoprozessors VP2.

Die neue Kernel-Version wird voraussichtlich in Ubuntu 13.10 enthalten sein, das kurz nach Erscheinen dieser Ausgabe fertiggestellt wird. (Hans-Georg Eßer/Kristian Kißling/hge)

[1] https://groups.google.com/forum/#!topic/comp.os.minix/dlNtH7RRrGA[1-25-false]

[2] https://plus.google.com/+Linux/posts/f96weYxzEu1

OpenSuse 13.1 mit Evergreen-Support

Die kommende Version 13.1 von OpenSuse soll über die üblichen 18 Monaten hinaus Stabilitäts- und Security-Updates erhalten. Das hat das Evergreen-Team der Distribution mitgeteilt [1]. Insgesamt soll Version 13.1 damit einen Wartungszeitraum von mindestens drei Jahren bieten.

Das Evergreen-Team versorgt derzeit die OpenSuse-Versionen 11.1, 11.2 (bis November 2013) und 11.4 (bis November 2014) mit verlängerter Unterstützung. Weitere Informationen über Evergreen gibt es auf einer Seite im OpenSuse-Wiki [2].

OpenSuse 13.1 soll im November erscheinen und dank Evergreen bis November 2016 gewartet werden. (Mathias Huber/hge)

[1] http://lists.opensuse.org/opensuse-announce/2013-08/msg00000.html

[2] http://en.opensuse.org/openSUSE:Evergreen

Suse-Studie: Linux weiter auf Vormarsch

Nicht zuletzt weil Anwender und Entscheider endlich die "irrationalen Ängste" ablegen würden, sei Linux im Servermarkt weiter auf dem Vormarsch, behauptet eine Studie, die der Distributor Suse erstellen hat lassen. Hauptantrieb seien dabei die Themen Sicherheit und Hochverfügbarkeit, aber auch die niedrigeren Kosten und die Planungssicherheit. Drei Viertel aller Unternehmen wollen ihren Linux-Server-Bestand ausbauen.

Laut der Untersuchung [1] verwenden heute bereits vier von fünf Unternehmen Linux, fast die Hälfte davon als Hauptbetriebssystem für die Firmenserver. Jeder Siebte nutze Linux auf einem Webserver, aber mehr als 75 Prozent wollen laut Suses Informationen binnen Jahresfrist einen LAMP-Server (Linux, Apache, MySQL, PHP) integrieren.

Die wichtigsten Gründe für den Umstieg auf Linux seien Themen wie Sicherheit, die niedrigeren TCO (Total Cost of Ownership), die guten Hochverfügbarkeitsfähigkeiten von Linux, aber auch die Möglichkeit, sich nicht von einem einzelnen Hersteller abhängig zu machen, so Suse. (Markus Feilner/hge)

[1] http://www.novell.com/docrep/2013/07/linux_gains_momentum.pdf

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