Schon seit den 70er Jahren gibt es Betriebssysteme, die Datenträger über Laufwerksbuchstaben ansprechen: Die Bezeichnungen A: und B: für die ersten beiden Diskettenlaufwerke in einem PC verwendet Windows als Nachfolger von Microsoft DOS (Disk Operating System), und MS-DOS hat dieses Konzept von dem noch älteren System CP/M (Control Program for Microprocessors) übernommen, das in den 80er Jahren auf Heimcomputern wie dem Commodore C128 und dem Schneider CPC lief.
Als dann die ersten Festplatten für PCs auf den Markt kamen, wurde einfach weiter gezählt, und so erhielten DOS-Partitionen die Bezeichnungen C:, D: usw.; mit CD-/DVD-Laufwerken und sonstigen Geräten kamen noch mehr Buchstaben dazu, und Netzwerk-Volumes (Freigaben) werden unter Windows typischerweise mit "höheren" Buchstaben (H:, M:, …) angesprochen.
Das Konzept der Laufwerksbuchstaben ist eigentlich recht praktisch: Mit nur zwei Zeichen (Buchstabe und Doppelpunkt), die einem Pfad vorangestellt werden, gibt man das Gerät an, auf dem zu suchen ist. Die Unterscheidung zwischen Festplatten und DVD-Laufwerken als verschiedenen Geräten wird so auch durch die unterschiedlichen Buchstaben passend symbolisiert.
Wer mit mehreren Platten oder vielen Partitionen arbeitet, verliert aber schnell die Übersicht: Jede Partition (mit einem DOS-/Windows-Dateisystem) erhält unter Windows einen eigenen Laufwerksbuchstaben, und bei zwei "Laufwerken" C: und D:, die auf der gleichen Festplatte liegen, werden die Begriffe unsinnig, denn das "C-Laufwerk" und das "D-Laufwerk" sind ja nur zwei benachbarte
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