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Knifflige Baumpflege

Das Point-and-Click-Adventure Botanicula

13.07.2012
Im April veröffentlichten die Macher von Machinarium ihr brandneues Abenteuer Botanicula. Ohne Worte begeistert es Knobelfreunde mit einer fesselnden Geschichte, viel Humor und einer abgedrehten Optik.

Keine Dialoge, keine Bildschirmtexte – nur ein Mauszeiger, der fünf kleine Baumbewohner über dicke und dünne Äste scheucht. Die liebenswerte Bande versucht ein Samenkorn sicher von den Bäumen herab auf die Erde zu bringen und dort einzupflanzen. Es ist nicht irgendein Samenkorn, sondern das letzte ihres Heimatbaumes. Alle übrigen Exemplare haben hässliche schwarze Spinnenwesen verspeist. Nebenbei terrorisieren sie die übrigen Tierchen und entziehen dem Baum langsam die Lebensenergie.

Gefährlicher Abstieg

Der Weg nach unten ist alles andere als einfach. Immer wieder blockieren Hindernisse den Weg. So stürzt gleich zu Beginn eine dicke beflügelte Kartoffel ab. Um an ihm vorbei zu kommen, müssen die fünf Helfer die überall in den Ästen verstreuten Federn aufspüren und diese dann der Kartoffel wieder anstecken.

Während ihrer Reise trifft die Gruppe auf viele weitere kuriose Baumbewohner (Abbildung 1). Die verhalten sich mal feindselig, mal zuvorkommend und in einigen Fällen sogar verdammt hinterlistig. Einige der Wesen erzählen in kleinen animierten Rückblenden ihre Erlebnisse. Auf diese Weise erfährt der Spieler langsam immer mehr über die kleine Baumwelt und den Einbruch der Spinnenwesen.

Abbildung 1: Unterwegs treffen die fünf Freunde auf zahlreiche kuriose Lebewesen.
Abbildung 2: Ein Beispiel für ein typisches Rätsel: Um auf den oberen Ast zu gelangen, müssen Sie einen unfreiwilligen Helfer einspannen.

Jeder der fünf Freunde sieht nicht nur anders aus, sondern hat auch individuelle Fähigkeiten. So kann die kleine Feder fliegen, die dicke Mohnkapsel ihre Muskeln spielen lassen und der dünne Zweig im wahrsten Sinne des Wortes lange Finger machen. Einige der Rätsel lösen Sie nur, wenn Sie die Kräfte geschickt kombinieren (Kasten Angeln gehen).

Angeln gehen

Vorsicht, hier steht die Lösung für ein Rätsel, das Sie vielleicht selbst lösen wollen. Sie ist ein kleines Beispiel dafür, wie Sie die Fähigkeiten der Figuren geschickt kombinieren. So kann nur das Zweigwesen einen Schlüssel aus einem riesigen Bottich angeln, während ihm gleichzeitig die große dicke Mohnkapsel als Boot dient.

Dirigent

Die Bande steuern Sie nicht direkt mit der Maus, sondern klicken einfach Objekte in der Landschaft an. Reagieren diese nicht von selbst, stiefeln die fünf Freunde los. Nur in Ausnahmefällen können Sie Gegenstände aufnehmen und an anderer Stelle benutzen. Das macht die Rätsel nicht einfacher, ihr Schwierigkeitsgrad steigt vielmehr im Laufe der Reise immer weiter an. Insgesamt warten über 150 liebevoll gezeichnete Bildschirme auf ihre Erkundung.

Die Linux-Version von Botanicula ließ sich zum Redaktionsschluss ausschließlich über die Homepage erwerben [1]. Die im Einzelhandel angebotene DVD-Box enthält – neben einem Poster – lediglich die Versionen für Windows und Mac OS X. Dafür kostet das komplett kopierschutzfreie Spiel über die Homepage nur 10 Dollar, für die Schachtel verlangt der deutsche Vertrieb Daedalic mehr als das doppelte [4].

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