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© Kristian Peetz, fotolia

Externe Platte für Linux, Windows und Mac OS

Datenaustausch

Wer Linux, Windows und Mac OS verwendet, steht vor einem Problem, wenn es um das Formatieren einer externen Platte geht, die Daten aller drei Betriebssysteme aufnehmen soll. Die Lösung des Problems heißt ExFAT.

Wollen Sie eine gemeinsame externe Platte für Windows und Linux formatieren, können Sie diese mit dem Windows-Dateisystem NTFS versehen, das auch Linux gut beherrscht; Mac OS kann NTFS-Platten jedoch nur lesen. (Der Schreibzugriff lässt sich unter Mac OS zwar aktivieren, funktioniert aber nicht zuverlässig.) Ein Dateisystem, das alle drei Systeme out of the box beherrschen, ist FAT (unter Linux vfat), doch scheidet es häufig wegen seiner Dateigrößenbeschränkung auf 4 GByte aus: Große DVD-Images lassen sich auf einer FAT-Partition nicht speichern.

Die Einschränkung von FAT bei den Dateigrößen hat Windows mit dem erweiterten FAT-System ExFAT (Extended FAT) behoben – damit kommt auch Mac OS klar, allerdings spielt hier Linux zunächst nicht mit und meldet beim Einstöpseln einer ExFAT-Platte ein unbekanntes Dateisystem.

Die Lösung des Problems ist ein ExFAT-Treiber für Linux, der FUSE (Filesystem in Userspace) verwendet; auch der Linux-NTFS-Treiber verwendet FUSE, so dass sich der ExFAT-FUSE-Treiber in guter Gesellschaft befindet.

Die Einrichtung des Treibers läuft unter OpenSuse und Ubuntu unterschiedlich, wir beschreiben sie darum getrennt.

OpenSuse

Die Treiber für OpenSuse finden Sie im OpenSuse Build Service [2], es gibt Pakete für verschiedene OpenSuse-Versionen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Der OpenSuse Build Service bietet Treiberpakete für ExFAT an.
  1. Wählen Sie auf der Webseite rechts in der Tabelle Build Status Ihre OpenSuse-Version aus und klicken Sie auf den Link (z. B. auf openSUSE_11.4).
  2. Auf der erscheinenden Seite klicken Sie unter Architecture: i586 auf die erste Paketdatei fuse-exfat-0.9.5-6.1.i586.rpm. Es öffnet sich eine weitere Seite; dort klicken Sie erneut auf den Dateinamen (der dort Teil einer Überschrift ist).
  3. Firefox fragt nun, mit welchem Programm Sie die Datei öffnen möchten. Die Vorgabe Apper führte im Test mit OpenSuse 12.1 zu Problemen, und das Paket wurde nicht installiert; wählen Sie darum den Download der Datei aus. Firefox speichert das Paket in Ihrem Ordner Downloads.
  4. Öffnen Sie mit [Alt]+[F2] und Eingabe von konsole in das Schnellstartfenster ein Terminalfenster.
  5. Geben Sie darin den Befehl

    sudo rpm -i Downloads/fuse*rpm

    ein; nach dem Abschicken dieses Kommandos müssen Sie noch das Root-Passwort angeben. Über das Kommando installieren Sie das Paket.

Ubuntu

Unter Ubuntu ist die Nachinstallation schnell erledigt, wenn Sie ein Repository ergänzen, das die nötigen Pakete enthält. Dazu öffnen Sie zunächst über [Alt]+[F2] und Eingabe von konsole in das Schnellstartfenster ein Terminalfenster. Darin geben Sie dann die folgenden Befehle ein:

sudo apt-add-repository ppa:relan/exfat
sudo apt-get update
sudo apt-get install fuse-exfat

Nach dem ersten Kommando müssen Sie eventuell Ihr Benutzerpasswort eingeben; der zweite Befehl aktualisiert die Liste der verfügbaren Pakete, und der dritte spielt das Treiberpaket ein.

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