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Shell-Tipps

Know-how für die Kommandozeile

10.09.2010
Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sie manche Aufgabe schneller als in grafischen Programmen bewältigen. Wir stellen die wichtigsten Anwendungen vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.

Tipp: Was steckt drin im Rechner?

Viele Fragen oder Probleme auf Linux-Mailinglisten betreffen die eingebaute Hardware des Rechners. Auch auf den EasyLinux-Mailinglisten [1] suchen viele Benutzer Rat, wenn es um Scanner, Drucker oder eingebaute WLAN-Karten geht. Häufig fragen die erfahrenen Nutzer direkt zurück: "Welcher WLAN-Chipset, welche Sound-/Grafikkarte, was für eine CPU ist das genau?"

Bevor Sie lange nach einem Handbuch des Computers suchen oder gar zum Schraubenzieher greifen, um hineinzuschauen, machen Sie lieber einen Ausflug auf die Shell. Das Programm hwinfo verrät Ihnen jede Menge über das Innenleben des Rechners und angeschlossene Geräte. Das gleichnamige Paket rüsten Sie im Zweifelsfall über den Paketmanager nach; sowohl OpenSuse als auch Ubuntu bringen es fertig gepackt mit.

Die ausführbare hwinfo-Datei befindet sich im Verzeichnis /usr/sbin/. Ist dieses nicht in Ihrem Pfad enthalten, rufen Sie das Kommando über den vollen Pfad (/usr/sbin/hwinfo) auf; andernfalls reicht es, wenn Sie hwinfo tippen. Ohne weitere Angaben wirft das Tool mit Informationen nur so um sich, und die Zeilen fliegen über den Bildschirm. Um die Ausgabe einzugrenzen, geben Sie daher an, für welche Hardwarekomponente Sie sich interessieren. Informationen zum Prozessor erhalten Sie z. B. über hwinfo --cpu.

Alternativ übergeben Sie als Parameter z. B. --memory, um mehr über das BIOS, die Soundkarte, den Bildschirm, Maus oder Trackpad sowie den Arbeitsspeicher zu erfahren. Welche Hardware das Tool kennt und unterstützt, verrät das folgende Kommando:

hwinfo --help

Die Liste hinter der Angabe hw_item is one of (Hardware-Gegenstand ist) zeigt die verfügbaren Parameter an.

Tipp: Aktualisierungs-Intervall für "top" verändern

Der Prozessmonitor top zeigt in Windeseile Informationen zu laufenden Programmen auf der Shell an. Wie sehr die Anwendungen CPU und Arbeitsspeicher beanspruchen, die Prozess-ID und den Nice-Level präsentiert das Tool übersichtlich in einer Art Tabelle. In regelmäßigen Abständen aktualisiert der Prozessmonitor dabei die Angaben. In der Voreinstellung geschieht dies nach jeweils drei Sekunden.

Ist Ihnen das zu schnell oder langsam, verändern Sie das Aktualisierungsintervall. Rufen Sie top auf und drücken Sie dann die Taste [D] (für delay, Verzögerung). In der Zeile vor der hervorgehobenen steht nun:

Change delay from 3.0 to:

Im Klartext heißt das "Verändere Verzögerung von 3.0 auf". Hinter dem Doppelpunkt geben Sie nun einen neuen Wert ein, zum Beispiel 1, wenn Sie möchten, dass top jede Sekunde neue Werte anzeigt. Drücken Sie hier jedoch einfach nur die Eingabetaste, belässt der Prozessmonitor es beim aktuellen Wert.

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