Knoppix und Ubuntu
Tipps und Tricks zu Knoppix und Ubuntu
Tipp: Knoppix: Plymouth für (K)Ubuntu deaktivieren
Dieser Tipp ist dann wichtig, wenn Sie (wie in Tipp ## beschrieben) Probleme mit dem Bootsplash von (K)Ubuntu haben und dieses System deshalb gar nicht starten können.
Booten Sie Ihren Rechner mit der Live-Distribution und warten Sie, bis die grafische Oberfläche von LXDE erscheint. Hängen Sie die (K)Ubuntu-Root-Partition ein und bearbeiten Sie darin die Grub-Konfiguration. Anschließend binden Sie das Verzeichnis mit den Gerätedateien (/dev) innerhalb des installierten Systems ein und verfahren dann genauso für das Schnittstellendateisystem (/proc). Danach wechseln Sie mit chroot in das (K)Ubuntu-System und aktualisieren die Grub-Konfiguration. Und das geht so:
- Klicken Sie in der Kontrollleiste auf das Symbol mit dem Terminal, um ein Terminalfenster zu öffnen.
Nun hängen Sie die Root-Partition Ihres Ubuntu-Systems ein. Tippen Sie dazu die folgenden Befehle:
sudo mkdir /mnt/tmp sudo mount /dev/sda1 /mnt/tmp
Das erste Kommando legt unterhalb von /mnt ein Verzeichnis namens /tmp an. Der folgende Aufruf hängt die Root-Partition dort ein, sodass Sie die entsprechenden Änderungen vornehmen können. Dabei ersetzen Sie /dev/sda1 durch die korrekte Partitionsbezeichnung Ihrer (K)Ubuntu-Installation.
- Bearbeiten Sie nun im Texteditor Ihrer Wahl die Datei /mnt/tmp/etc/default/grub. Dazu geben Sie z. B. in das geöffnete Terminalfenster das Kommando
gedit /mnt/tmp/etc/default/grubein (Abbildung 4). Danach passen Sie die Datei, wie im vorigen Tipp beschrieben, an. Schließen Sie den Texteditor und geben Sie im noch geöffneten Terminal die folgenden Befehle ein:
sudo mount -o bind /dev /mnt/tmp/dev sudo mount -t proc /proc /mnt/tmp/proc sudo chroot /mnt/tmp update-grub
Danach booten Sie den Rechner ohne Knoppix-Medium neu. Der Bootsplash sollte nun nicht mehr zu sehen sein.
Tipp: Ubuntu: Twittern über das Me Menu
Der Gnome-Desktop der Ubuntu-Distribution bietet als Neuerung das so genannte Me Menu. Dieses erreichen Sie über das Icon mit der Sprechblase im oberen Panel. Wenn Sie das Symbol mit der linken Maustaste anklicken, klappt die Sitzungsanzeige (so heißt das Menü eigentlich) nach unten auf. In der Voreinstellung sind sämtliche Zugänge unkonfiguriert, daher erscheinen alle Statusmeldungen ausgegraut (Abbildung 5).
Um das neue Menü zum Twittern zu verwenden, wählen Sie nach dem Aufklappen den Punkt Nachrichtenkonten aus. Im folgenden Dialog fügen Sie ein neues Konto hinzu. Im Angebot sind Flickr, Twitter, Identi.ca, Facebook & Co. Nach Auswahl des gewünschten Dienstes (in diesem Beispiel Twitter) geben Sie im nächsten Dialog die Anmeldedaten für Ihren Zugang ein und klicken dann auf Hinzufügen. Im Me Menu erscheint nun nach dem Aufklappen eine Eingabezeile, in der Sie Ihre Nachrichten (z. B. Tweets) absetzen können. Vorsicht: In der Grundeinstellung erscheint das, was Sie hier eingeben und per [Eingabe] abschicken, bei allen Diensten, die im Microblogging-Client Gwibber aktiviert sind. Haben Sie also außer einem Twitter- auch noch ein Identi.ca-Konto eingerichtet und ist dieses in Gwibber nicht temporär abgeschaltet, landet die Nachricht aus dem Eingabefeld des Me Menu gleichzeitig in beiden Microblogging-Plattformen.
Das im Hintergrund werkelnde Gwibber zeigt sich in der aktuellen Version deutlich weniger sperrig als die im letzten Heft getestete Variante [2]. Das Gwibber-Hauptfenster rufen Sie über das Panel-Applet mit dem Briefumschlag (Benachrichtigungsanzeige) auf den Plan, indem Sie das Icon und dann Nachrichten versenden anklicken. Dort schalten Sie am unteren Fensterrand schnell die gewünschten Plattformen an und aus. Geht eine Direktnachricht oder ein Tweet, der Sie erwähnt, ein, informiert die Benachrichtigungsanzeige Sie (Abbildung 6).



