Tipp: Gnome-Commander: Beim Start Verzeichnis angeben

In der Voreinstellung zeigt der praktische Dateimanager links und rechts jeweils das eigene Home-Verzeichnis. Möchten Sie schon beim Programmstart den Aufenthaltsort festlegen, geben Sie diesen einfach per Option an. Dazu rufen Sie den Dateimanager nicht über das Anwendungen-Menü auf, sondern über den Schnellstarter ([Alt]+[F2]) oder ein Terminalfenster.

Die Anzeige der linken Hälfte beeinflussen Sie mit -l "ordner" und die der rechten über -r "ordner". Abbildung 2 zeigt den Aufruf im Schnellstarter, der Sie links zum Ordner /usr/share/doc und rechts ins Verzeichnis Dokumente im eigenen Home-Verzeichnis bringt.

Abbildung 2: Welche Verzeichnisse der Gnome-Commander rechts und links anzeigt, können Sie per Aufrufparameter festlegen. Dazu verwenden Sie die Optionen "-l" und "-r".

Tipp: Gnome-Terminal: Neues Profil mit Transparenz

Die Konsolenanwendung des Gnome-Desktops gestalten Sie ganz nach Ihren Wünschen. Dieser Tipp zeigt, wie Sie ein neues Profil mit transparentem Hintergrund erstellen, durch das die Desktoptapete durchscheint:

  1. Öffnen Sie das Terminal, zum Beispiel über den Eintrag Anwendungen / Zubehör / Terminal im Startmenü oder über Eingabe von gnome-terminal in ein Schnellstartfenster ([Alt]+[F2]).
  2. Wählen Sie aus dem Menü Datei den Punkt Neues Profil. Ins Feld Profilname tragen Sie einen eigenen Bezeichner ein, beispielsweise Transparenz. Die Einstellung Default im Drop-down-Menü Basierend auf können Sie übernehmen und auf Anlegen klicken. Sie sehen nun den Einrichtungsdialog für das neue Profil.
  3. Auf dem Reiter Allgemein können Sie unter anderem den Namen des Profils verändern, die Schriftart und -größe aussuchen und einrichten, ob das Terminal fetten Text erlaubt und die Terminalglocke aktiv ist. Letztere sorgt für das Beep aus den Lautsprechern, das ertönt, wenn Sie beispielsweise zweimal [Tab] drücken oder [Rückschritt], wenn Sie schon am Anfang der Eingabezeile sind. Übrigens: Diese Einstellung zeigt nur dann Wirkung, wenn Sie dem Gnome-Desktop in den allgemeinen Klangeinstellungen (System / Einstellungen / Klang) erlauben, akustische Signale auszugeben. Auch die Form des Cursors (Rechteck, Unterstrich oder senkrechter Strich), die Größe des Terminalfensters und die Zeichen, die das Terminal als Wörter betrachtet, passen Sie hier an.
  4. Die Einstellungen des Reiters Titel und Befehl können Sie in der Regel übernehmen. Interessant für die gewünschte Transparenz wird es im Bereich Farbe. Wenn Sie nicht die Farben vom System-Thema verwenden möchten, klicken Sie in die Checkbox, um diese zu deaktivieren. Anschließend suchen Sie darunter eine Vorder- und Hintergrundfarbe aus, die zum Desktophintergrund passt. Ist hier ein eher helles Bild zu sehen, suchen Sie aus dem Drop-down-Menü Integrierte Schemata eine schwarze Schrift auf hellem Hintergrund aus. Schmückt den Desktop ein dunkles Bild, eignet sich eher eine weiße Schrift, damit der Text noch lesbar ist bei transparentem Hintergrund.
  5. Um die Transparenz selbst zu aktivieren, wechseln Sie zum Reiter Hintergrundtyp. Hier schalten Sie per Klick in die Checkbox Transparenter Hintergrund die Voreinstellung Keiner (einfarbig) aus. Danach passen Sie über den Schieberegler darunter an, wie stark die Desktoptapete durchscheinen soll. Bewegen Sie den Regler nach rechts, um den Hintergrund blasser zu machen. Ziehen Sie den Regler hingegen nach links, um die Transparenz zu erhöhen.
  6. Auch die Einstellungen der Reiter Rollbalken und Kompatibilität können Sie normalerweise übernehmen. Wenn Sie auf Schließen klicken, ist das neue Profil über Datei / Neues Terminal oder Datei / Neuer Reiter verfügbar, und der Desktophintergrund erscheint durch das transparente Gnome-Terminal (Abbildung 3).

    Bestehende Profile können Sie übrigens jederzeit nachbearbeiten, wenn Sie aus dem Menü Bearbeiten den Punkt Profileinstellungen wählen. Es öffnet sich derselbe Dialog, wie in Schritt 2 dieser Anleitung beschrieben.

    Abbildung 3: Bei transparenten Terminals scheint das Hintergrundbild des Desktops durch und bleibt so immer im Blick.

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