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Neues in Fedora 13

Administration

Um Ihr Fedora korrekt einzurichten, begeben Sie sich in das Menü System in der Menüleiste auf dem Desktop. Aus dem Untermenü Administration heraus installieren Sie zum Beispiel neue Software (Software hinzufügen) und schauen, ob Software-Aktualisierungen vorliegen. Die dazugehörige grafische Oberfläche erinnert an Synaptic, obwohl Fedora mit RPM-Paketen arbeitet. Freunde der Shell installieren Software am schnellsten mit dem Kommandozeilen-Tool yum.

Im Menü Administration konfigurieren Sie ansonsten den Drucker, aktivieren auf Wunsch eine Firewall und richten neue Benutzer und Gruppen ein. Bei der Firewall handelt es sich um die system-config-firewall in Version 1.2.25. Sie läuft bereits nach dem Start im Hintergrund (Abbildung 8) und erlaubt es Ihnen, einige Dienste als vertrauenswürdig zu markieren und Ports anzugeben, die aus dem Internet erreichbar sein sollen. (Das ist nur für Rechner relevant, die eine "echte" IP-Adresse haben, also nicht über einen DSL-Router o. ä. ins Internet kommen.) Funktioniert eine Anwendung, die Zugang zum Internet benötigt, nicht, deaktivieren Sie testweise die Firewall.

Das Einrichten der Firewall ist recht komplex. Spielen Sie indes stets die Aktualisierungen für den Browser und seine Plug-ins ein, halten Sie Ihr System aktuell und bieten keine überflüssigen Dienste an, sollten Sie in der Regel keine Firewall benötigen. Welche Dienste laufen (etwa CUPS, SSH-Server etc.), sehen Sie, wenn Sie ein Terminal öffnen, Root-Rechte erlangen und netstat -tulpe eingeben. Eine Möglichkeit, Dienste mit Hilfe einer grafischen Oberfläche zu beenden, bietet Fedora nicht an.

Abbildung 8: Standardmäßig läuft unter Fedora 13 eine Firewall. Für Einsteiger ist sie trotz grafischer Oberfläche allerdings schwierig zu bedienen.

Hardware, Grafik, KDE

Auch am Umgang mit der Hardware haben die Entwickler von Fedora 13 geschraubt: Die neue Version erkennt mehr Drucker direkt nach dem Anschließen und installiert automatisch die passenden Treiber. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie den Drucker über USB-Kabel oder Bluetooth mit dem Rechner verbinden. Fedora identifiziert die Geräte über eine universelle Gerätekennung, welche die Drucker beim Anschließen an den Rechner übermitteln.

Zu der Hardware, die unter Fedora 13 besser laufen soll, gehören auch Webcams. Nachdem der Kernel bereits zahlreiche Treiber dafür mitbringt, konzentriert sich das Projekt nun auf die Unterstützung so genannter Dual-Mode-Kameras. Diese dienen zugleich als Webcam und Fotoapparat: Per Knopfdruck nehmen sie ein Foto auf, das oft eine höhere Auflösung bietet als der normale Video-Stream.

Interessant für Grafiker und Designer dürfte sein, dass das Thema Farbmanagement auch bei Fedora zunehmend in den Fokus rückt. Dieses sorgt dafür, dass die Farben auf einem gedruckten Bild und seinem Original auf dem Monitor nicht zu stark variieren. Anhand so genannter ICC-Profile, welche die Geräte mitbringen, lassen sich die Farben besser aufeinander abstimmen. Über das Menü System / Einstellungen gelangen Sie zum Punkt Farbprofile, über den Sie Profile importieren und zuweisen.

Apropos Grafik: Während Fedora 13 die freien Nouveau- und Radeon-Treiber für Nvidia- und ATI-Karten bestens unterstützt (es gibt sogar Ansätze von 3D-Support für einige Grafikkarten), kann es unter Umständen Probleme mit den proprietären Treibern der Hersteller geben. Für den eingesetzten X-Server 1.8 fehlen nämlich noch die passenden Catalyst-Treiber für neuere ATI-Karten, die für optimale 3D-Grafikleistung nötig sind. Wenn Spiele also einen wichtigen Faktor bei der Wahl des Betriebssystems darstellen, sollten Sie als ATI-Besitzer überlegen, ein anderes System zu nutzen.

Fedora gilt zwar standardmäßig als Gnome-Distribution, aber es bringt auch eine KDE-Variante mit. Diese setzt auf KDE 4.4, das eine bessere Integration von PulseAudio in Phonon verspricht. KDE 4.4 hat zudem einige neue Programme in KDE-4-Versionen an Bord, wozu neben dem Brennprogramm K3b auch die Bürosuite KOffice zählt. KDEs Soundserver Phonon entdeckt nun auch PulseAudio-Geräte und blendet, wenn der PulseAudio-Soundserver läuft, andere Geräte automatisch aus, die ihn nicht verwenden. Darüber hinaus zeigt der Mixer KMix die Lautstärkeregler von PulseAudio an – auch für einzelne Anwendungen. Wollen Sie Fedora mit KDE-Oberfläche installieren, laden Sie entweder die entsprechende KDE-Version [2] herunter oder rufen den Paketmanager auf, wählen auf der linken Seite KDE-Desktop und rechts die nötigen Pakete.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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