Verwandlungskünstler

Um die Aufzeichnungen für Geräte, die den offenen GPX-Standard nicht unterstützen, zu verwenden, gilt es, sie ins richtige Format zu konvertieren. Ganze Arbeit leistet hier das Programm GPSBabel [5]. Allerdings steht für die Linux-Version keine funktionierende grafische Oberfläche zur Verfügung; das Programm über die Konsole zu bedienen, ist ziemlich mühsam. Abhilfe schafft der Online-Dienst GPSies [6]. Der Konverter (Abbildung 5) erlaubt es, die meisten Formate in andere umzuwandeln.

Abbildung 5: Der Online-Service GPSies erlaubt nicht nur das Konvertieren verschiedener Tracking-Formate in andere, sondern auch, sie zu bearbeiten und zu veröffentlichen.

Der Service unterstützt die wichtigsten Formate, unter anderem von den Herstellern Garmin, Navigon und TomTom. Darüber hinaus ermöglicht es die Seite auch, Tracks zu bearbeiten. Der Aufbau und die Möglichkeiten verraten, dass die Seite die Google-Maps-API nutzt. Allerdings bietet sie neben den Maps von Google auch die von Microsoft, Yahoo und OpenStreetMap als Overlay an. Eine weitere Möglichkeit, Tracks in andere Formate umzuwandeln, bietet die Seite GPS Visualizer [7]. Anders als GPSies wandelt sie diese aber hauptsächlich in allgemeinkompatible Formate um. Dazu zählen die Grafikformate PNG und SVG, Plaintext und die Google-Formate KML und KMZ. Eine einfache Möglichkeit, aufgezeichnete Tracks als Anhaltspunkt für Routen zu verwenden, bietet Google Maps.

Fazit

Die Auswahl an Software, mit der Sie GPS-Tracks auf dem lokalen Computer bearbeiten können, hält sich gerade für Linux in engen Grenzen. Abhilfe schaffen diverse Webdienste, etwa Google Maps oder GPSies, die das ohne größere Probleme bewerkstelligen.

Glossar

GPS

Das Global Positioning System (GPS) verwenden GPS-Empfänger, die (ähnlich wie ein Radio) von Satelliten ausgestrahlte Signale empfangen. Für eine genaue Lokalisierung benötigt der GPS-Empfänger mindestens vier Signale unterschiedlicher Satelliten, aus denen er mittels Triangulation den aktuellen Standort ermittelt. Vor allem Smartphones nutzen darüber hinaus A-GPS, das zunächst über das Mobilfunknetz den groben Standort und danach via Satellit den genauen ermittelt. Vorteil dieser Technik ist ein deutlich schnelleres Verorten.

GPX

GPX steht für das GPS Exchange Format, das von der Firma TopoGrafix entworfen wurde. Das offene und lizenzfreie Modell basiert auf XML und hat sich zwischenzeitlich als Standard zum Aufzeichnen und Weitergeben von Routeninformationen durchgesetzt. Es speichert neben den Koordinaten auch die Höhe des Aufenthaltsorts und die Zeit.

Infos

[1] MyTracks: http://mytracks.appspot.com

[2] Google Maps: http://maps.google.de

[3] QLandkarte: http://www.qlandkarte.org

[4] Google Earth: http://earth.google.com/intl/de/

[5] GPSBabel: http://www.gpsbabel.org

[6] GPSies: http://www.gpsies.com

[7] GPS Visualizer: http://www.gpsvisualizer.com

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