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Synchronisation 2.0

Datenaustausch

Kontaktfreudig

Wer ein Google-Mail-Konto benutzt, gleicht via Conduit auch das Adressbuch mit Evolution ab. Ob Sie das lokale Adressverzeichnis an Googles E-Mail-Dienst schicken oder ob Sie Evolution mit Googles Kontakten bekanntmachen möchten, spielt keine Rolle. Der Abgleich funktioniert in beide Richtungen problemlos. Allerdings sollten Sie auch hier statt der Two-Way Synchronization lieber zwei Gruppen einrichten und so die Richtung bestimmen – das beugt Datenverlust vor.

Abgleich mit Telefonen und iPod

Unter Synchronisieren verstehen viele Anwender inzwischen den Austausch bestimmter Daten zwischen einem externen Gerät (Handy, PDA) und dem lokalen Rechner. Hier punktet Conduit sicher nicht. Laut Webseite lassen sich mit Hilfe der Software ganze zwei Geräte synchronisieren: das N800 von Nokia und der iPod. Da wir kein N800 zur Hand hatten, versuchten wir, Daten mit einem iPod Touch und einem iPod Classic auszutauschen.

Während ersterer gar keine Anstalten machten, mit Conduit zu kooperieren, wurde der iPod Classic von OpenSuse und Ubuntu generell erkannt und eingebunden. Allerdings scheiterte trotzdem die Zusammenarbeit zwischen Conduit und dem Musikabspieler. OpenSuse 11.1 zeigte den iPod als eigenen Ordner an, gab beim Versuch zu aktualisieren aber lediglich eine Fehlermeldung aus. Unter Kubuntu 10.04 tauchte die Hardware gar nicht erst im Conduit-Fenster auf. Hier scheiterte auch ein Test mit einer Conduit-Version aus dem Quellcode-Fundus der Entwickler. Lediglich unter OpenSuse 11.2 sah die iPod-Integration zunächst ganz gut aus: Im Fenster erschienen unter dem Namenseintrag des iPods (der gute pott) diverse Dienste, die sich offiziell synchronisieren lassen (Abbildung 6). Leider funktionierte das in den meisten Fällen nicht. Das liegt daran, dass OpenSuse 11.2 – wie auch Kubuntu 10.04 – das HFS+-Dateisystem des tragbaren Geräts im "Nur-Lesen"-Modus einhängt. Das lässt sich zwar ändern, aber nur über die Kommandozeile und auf einem mitunter riskanten Weg. Insofern stehen Sie unter OpenSuse 11.2 theoretisch vor dem Problem, dass Conduit zwar Daten vom iPod auf Ihre Festplatte schaufelt, der umgekehrte Weg aber nicht funktioniert. Das wäre immerhin ein Anfang, leider klappt auch die Ein-Weg-Kommunikation nur eingeschränkt. Im Test ließen sich allein die Kontakte auf die lokale Festplatte schieben. Beim Versuch, sie um Musik- und Kalenderdaten zu ergänzen, tauchte jedoch eine Fehlermeldung auf – zum Synchronisieren der iPod-Daten mit Ihrem Rechner wählen Sie also am besten einen anderen Weg.

Abbildung 6: Zumindest unter OpenSuse 11.2 erscheinen passend zum angestöpselten iPod auch ein paar synchronisierbare Dienste.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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