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Datenaustausch

Synchronisation 2.0

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Über Conduit synchronisieren Sie Ihre Dateien, speziell E-Mails, Fotos, Notizen und Kalenderdaten. Wir schauen, wie und wie gut die Software diesen Job erledigt.

Conduit [1] ist ein Synchronisationstool für den Gnome-Desktop und laut Handbuch ein wahrer Tausendsasa. Die Anwendung verspricht den unkomplizierten Datenabgleich lokaler Quellen und diverser Internetdienste per Drag & Drop. Einige davon haben wir für diesen Artikel unter die Lupe genommen.

Installation und Start

Als Anwender von Kubuntu 10.04 installieren Sie über den Paketmanager die beiden Pakete conduit und gnome-pilot-conduits. Dazu rufen Sie im K-Menü den Eintrag Rechner / KPackageKit auf und geben in die Suchleiste conduit ein. Sie klicken dann auf die beiden Pfeile rechts daneben und auf Anwenden, um die Software zu installieren. Der Paketmanager listet in einem kleinen Fenster zahlreiche abhängige Pakete auf, die Sie zusätzlich auf den Rechner spielen müssen, da Conduit auf Gnome basiert. Klicken Sie auf Fortsetzen und geben Sie Ihr Passwort ein, um die Installation abzuschließen.

Unter OpenSuse spielen Sie die Pakete conduit und gnome-pilot-conduits sowie die Sprachanpassungen conduit-lang und gnome-pilot-conduits-lang über den Paketmanager YaST ein. Für OpenSuse 11.2 installieren Sie ergänzend die Pakete python-gnome und libgpod-python. Dann rufen Sie dann den Menüeintrag Rechner / Installieren von Software (OpenSuse 11.1) bzw. Software installieren (OpenSuse 11.2) auf, geben Ihr Nutzerpasswort ein, suchen nach conduit, setzen Häkchen vor den benötigten Paketen und klicken auf Annehmen bzw. Akzeptieren. Sie starten das Synchronisationstool danach über das K-Menü. Alternativ drücken Sie [Alt]+[F2] und geben den Befehl conduit ein.

Die Oberfläche von Conduit präsentiert sich viergeteilt: Am oberen Rand befindet sich die Menüleiste. Links sehen Sie die in einer Baumstruktur angeordneten Datenquellen und im rechten Bereich das so genannte Ansichtsteilfenster für die Synchronisationsgruppen. Unten rechts stoßen Sie auf einen Bereich, der eventuelle Fehler oder Konflikte beim Datenabgleich anzeigt.

Abgleich per Drag & Drop

Der Begriff "Datenquelle" ist ziemlich unglücklich gewählt: Als Datenquellen bezeichnet Conduit sowohl die Quelle als auch das Ziel einer Transaktion. Zum Synchronisieren ziehen Sie die einzelnen Datenquellen aus der linken Seite per Drag & Drop in den rechten Fensterbereich. Die Quelle (also den Datenlieferanten) ordnen Sie links und das Ziel (einen oder mehrere Datenempfänger) rechts davon an (Abbildung 1). Die Verbindungspfeile zeigen dabei die Synchronisationsrichtung an. Soll eine Gruppe aus mehreren Elementen bestehen, ziehen Sie einfach mehrere Elemente in denselben weiß hinterlegten Bereich.

Abbildung 1: Die Datenquellen ziehen Sie mit der Maus aus dem linken Bereich nach rechts und ordnen sie dort in Gruppen an.

Die einzelnen Objekte richten Sie über einen Rechtsklick und Einstellungen (Configure Item) ein. Was Sie dabei jeweils konfigurieren, hängt vom Typ der Datenquelle ab. Nicht eingerichtete Objekte melden Not Configured. Auch sonst zeigt Conduit sich recht auskunftsfreudig und beschriftet die Datenquellen gegebenenfalls mit New data to sync (neue Daten stehen zum Abgleich bereit) oder Synchronized OK (erfolgreich synchronisiert).

Im ersten Test sollte Conduit zeigen, wie gut der Abgleich zweier Ordner funktioniert. Dazu haben wir zuerst zwei Verzeichnisse auf demselben Rechner und danach ein lokales und ein entferntes Verzeichnis (per SSH) synchronisiert.

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