Tipp: Neue Kalender für Evolution

Die Kalenderkomponente von Gnomes PIM-Suite Evolution hilft Ihnen dabei, Ihre Termine im Blick zu behalten. Schulferien, Feiertage, die Mondphasen, Spieltermine der Deutschen Eishockey Liga oder der Fußball-Bundesliga müssen Sie aber nicht mühsam von Hand eintragen. Im Netz gibt es jede Menge fertige Kalender im iCalendar-Format (Dateiendung .ics), die Sie einfach importieren können. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Dateien auf der eigenen Festplatte oder online vorliegen – Evolution kann mit lokalen und entfernten Kalendern gleichermaßen umgehen. So stellen Sie eine lokale .ics-Datei für Evolution zur Verfügung:

  1. Gehen Sie zur Evolution-Kalenderkomponente und erstellen Sie über Datei / Neu / Kalender einen neuen Kalender. Aus dem Drop-down-Menü Art wählen Sie den Eintrag Auf diesem Rechner.
  2. Danach geben Sie dem Kalender einen Namen und suchen darunter eine Farbe aus.
  3. Aktivieren Sie dann die Checkbox Optionen anpassen. Über die Schaltfläche Dateiname öffnen Sie einen Dateiauswahldialog, in der Sie die .ics-Datei auswählen können.
  4. Optional stellen Sie darunter ein, wann Evolution die Kalenderdaten aktualisiert: Beim Öffnen, Bei Dateiänderungen oder Regelmäßig. Wenn Sie die Checkbox Nur lesen erzwingen aktivieren, können Sie später keine Änderungen an diesem Kalender vornehmen – ein sinnvoller Schutz für Daten, die sich garantiert nicht ändern. Klicken Sie abschließend auf OK, und Evolution importiert die neuen Daten (Abbildung 2).

    Abbildung 2: Kalenderdateien im iCalender-Format liest Evolution in Windeseile ein.

Alternativ starten Sie den Importassistenten über Datei / Importieren. Klicken Sie auf Vor und wählen Sie dann die Checkbox Eine einzelne Datei importieren an. Über Vor geht es weiter – jetzt suchen Sie die .ics-Datei aus. Den Dateityp legt Evolution automatisch richtig fest. Klicken Sie wieder auf die Schaltfläche Vor, zeigt Evolution alle vorhandenen Kalender an. Hier offenbart sich der Nachteil dieser Variante: Mit dem Assistenten können Sie keine neuen Kalender anlegen, sondern die iCalender-Dateien nur zu bestehenden Kalendern hinzufügen.

Einige Webseiten bieten Kalender-Abonnements an. Das sind .ics-Dateien, die ein Anbieter für Sie aktualiasiert. Kalenderprogramme empfangen die Daten dann aus der Onlinequelle und zeigen die aktuellen Termine an. Meistens stehen diese Dateien über WebDAV zur Verfügung und verstecken sich hinter einer webcal-URL. Wenn Sie einen solchen Link mit Firefox anklicken, bietet ein Dialogfenster an, den Kalender mit Evolution zu öffnen (Abbildung 3).

Wenn Sie die Checkbox Auswahl für webcal-Links speichern aktivieren, landen zukünftig alle diese Links im Gnome-Programm. Nach der Bestätigung über OK blendet Evolution einen Dialog ein, in dem Sie das Feintuning vornehmen: Bestimmen Sie hier das Auffrischintervall und die Farbe und klicken Sie abschließend auf Abonnieren.

Abbildung 3: Per Mausklick wandern die Bundesliga-Spieltermine in den Evolution-Kalender.

Tipp: Evolution: Kalender aus dem Web verwalten

Die Kalender-Abos aus dem Netz zeigt Evolution in einer eigenen Kategorie (Im Web) an. Über einen Klick mit der rechten Maustaste auf einen der dort gelisteten Enträge öffnen Sie ein Kontextmenü. Dieses bietet schnellen Zugriff auf praktische Funktionen. Auf Datenträger speichern beispielsweise legt die .ics-Datei lokal auf der Festplatte oder einem externen, schreibbaren Speichermedium ab.

Anwender, die nicht rund um die Uhr online sind, dürften sich über Für Offline-Benutzung verfügbar machen freuen: Diese Option veranlasst das Kalenderprogramm, die Daten lokal auf die Platte zu kopieren, so dass sie auch im Offline-Modus weiter verfügbar sind. Die Bestätigung zeigt der Eigenschaften-Dialog des Kalenders: Hier ist nun die Checkbox Den Kalenderinhalt lokal zur Arbeit im Offline-Modus kopieren aktiviert. Weitere Konfigurationsmöglichkeiten, etwa die Adresse des Abos und das Aktualisierungsintervall, finden Sie ebenfalls in diesem Dialogfenster.

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