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Groupware-Programm TeamDrive 2.1 für Linux und Windows

Dateien gemeinsam nutzen

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Mit TeamDrive bearbeiten mehrere Personen gemeinsam Dokumente – dabei kümmert sich die Software um Versionsverwaltung, Datensicherheit und hohe Verfügbarkeit. Der Hersteller erlaubt auch in der kostenlosen Version die gewerbliche Nutzung.

Mit dem Groupware-Programm TeamDrive können Sie Dateien austauschen und Dokumente sogar gemeinsam bearbeiten. Dazu überwacht das Programm Verzeichnisse auf lokalen Rechnern und gleicht die Inhalte der enthaltenen Dateien ab. Über eine Internetverbindung können berechtigte Kollegen, Freunde oder Mitglieder eines Teams die TeamDrive-Arbeitsbereiche ("Shared Spaces") nutzen. Als zentraler Ablageort bietet sich ein von TeamDrive bereitgestellter Server an, alternativ können Anwender einen eigenen WebDav-Server aufsetzen.

Der auf den PCs im Hintergrund laufende Dienst beeinträchtigt laut Hersteller die Geschwindigkeit des Systems lediglich minimal. Wenn Sie offline sind, arbeiten Sie mit den lokalen Kopien der Dateien; Abgleich und Versionierung erfolgen automatisch, sobald die Internetverbindung wieder steht. TeamDrive bringt dabei Linux-, Windows- und Mac-OS-Anwender zusammen, da es die Software für alle drei Plattformen gibt.

Wir beschreiben Installation, Einrichtung und Nutzung des Dienstes über den Server des Herstellers.

Sicherheit

Das Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein hat TeamDrive das Datenschutzgütesiegel verliehen. Bei Transfers verschlüsselt der Client die Daten automatisch mit 256 Bit, überträgt sie und legt sie auf den Servern des Anbieters ab. Der TeamDrive-Client entschlüsselt lediglich die Daten, für die der Benutzer Zugriffsrechte hat.

Das TeamDrive-System arbeitet mit einer Vielzahl verteilter Server-Systeme, wobei einige Server für die Daten zuständig sind und andere die Verfügbarkeit der Dienste sicherstellen. Ausfälle einzelner Daten- oder Dienstserver sollen die Funktion nicht beeinträchtigen.

Hosting-Partner von TeamDrive ist der Versandhandel Amazon. Er hat die eingesetzten Linux-Server auf hohe Verfügbarkeit ausgelegt. Die Lizenzbedingungen der Software schließen Schadensersatz und Haftung bei Datenverlust aus, laut Hersteller ist aber seit der Inbetriebnahme des Dienstes im Jahr 2004 noch nie ein Datenverlust vorgekommen. Entgegen der aktuellen Lizenz (EULA) erhalten alle Kunden eine angemessene Frist, um die auf dem Server gespeicherten Dateien zu sichern, sofern der kostenlose Dienst eingestellt werden sollte. Dies teilte uns der Hersteller auf Anfrage mit.

Arbeiten Sie 90 Tage lang nicht mit TeamDrive, warnt eine E-Mail Sie, dass das System Ihre Daten automatisch löschen wird. Auch wenn Sie in Ihrer Verzeichnisstruktur die maximale Pfadlänge von 247 Zeichen erreichen, erhalten Sie einen Hinweis. Die begrenzte Pfadlänge ist notwendig, um eine fehlerfreie Synchronisation von Ordnerstrukturen über verschiedene Betriebssysteme zu ermöglichen: 247 Zeichen sind der kleinste gemeinsame Nenner, der für die Unterstützung der Windows-Systeme nötig ist.

Installation

Sie legen Ihre Daten auf einem Server ab, den der Hersteller in der Basisversion kostenlos bereitstellt und betreibt. Somit fällt für die Serverkomponente keine Installation an. Lediglich den Client, der die Verbindung zum Server herstellt und sich um den Datenabgleich kümmert, müssen Sie auf Ihrem Rechner installieren.

Dieses rund 30 MByte große Programm laden Sie vom TeamDrive-Server [1] herunter oder nutzen das Archiv auf der Heft-DVD. Für Linux, Windows und Mac OS gibt es Programmpakete, wobei für jedes Betriebssystem eine einzige Programmversion verfügbar ist. Es gibt also keine separaten 32-Bit- und 64-Bit-Versionen und auch keine verschiedenen Pakete für Windows XP, Vista und 7 oder die diversen Linux-Distributionen. Wir haben TeamDrive auf 32-Bit- und 64-Bit-Linux-Versionen getestet: auf einer 64-bittigen OpenSuse 11.1 sowie einigen weiteren Linux-Distributionen mit einem 32-Bit-Kernel. TeamDrive setzt Kernel-Version 2.6.14 oder höher voraus.

Installieren Sie das passende Installationspaket vom TeamDrive-Server über den Dateimanager, z. B. Dolphin. Wenn Sie Firefox verwenden und die heruntergeladene Datei nicht finden, lassen Sie sich den Pfad über Extras / Downloads anzeigen. In der Download-Übersicht öffnen Sie über die rechte Maustaste den Ordner, in dem die Datei liegt. Unter Windows laden Sie eine exe-Datei herunter, für die Linux-Version hingegen die Datei TeamDrive-2.1.131-Linux-x86-Install_TMDR. Bei der Testinstallation unter OpenSuse und Mandriva Linux mussten wir die Datei mit der rechten Maustaste anklicken, die Registerkarte Berechtigungen aufrufen und die Option Ausfühbar aktivieren, um die Rechte zu korrigieren (Abbildung 1); unter Kubuntu reichte ein Klick auf die heruntergeladene Datei.

Abbildung 1: Wenn das Installationsprogramm noch nicht ausführbar ist, müssen Sie die Rechte anpassen.

Die Installationsroutine öffnet ein Fenster, in dem Sie die Sprache Deutsch auswählen, so dass Sie die Lizenz in der gewählten Sprache lesen können und das Menü im Client später deutschsprachig ist. Wählen Sie das für den Arbeitsbereich benötigte Verzeichnis aus. Der Installer richtet eine MySQL-Datenbank ein, Sie müssen sich aber nicht mit Datenbankadministration beschäftigen; die Installationsroutine erledigt das automatisch.

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