Bilder richtig taggen

Aus Ubuntu User 01/2012

Bilder richtig taggen

© Sinisa Botas, 123RF

Daten für die Ewigkeit?

Können Sie die Metainformationen Ihrer Fotos auch noch in 20 Jahren lesen? Erst allmählich gibt es (Open-Source)-Lösungen, welche die verschiedenen Standards harmonisieren.

Angeregt durch die Frage eines Lesers beschäftigen wir uns diesmal mit Metadaten von Bildern (siehe Kasten Metadaten). Das Problem besteht nicht nur theoretisch: Auch für Ubuntu-Anwender lautet die schlichte Frage: Mit welchem Bildbetrachter soll ich meine Fotos verwalten, damit auch die in die Bilder eingebauten Informationen die nächsten 20 Jahre überstehen?

Metadaten

Versteckt in den Daten von Bildern finden Sie meist auch ergänzende Informationen zu diesen – die Metadaten. Sie geben beispielsweise an, wo Sie ein Bild aufgenommen haben und mit welcher Blende. Sie enthalten aber auch Informationen, die Sie selbst eingeben – etwa den Titel.

Leider fehlt bisher ein einheitliches Metadaten-System für digitale Bilder, einige Bildtypen bringen gar eigene Varianten mit. So nutzen Bilder im PNG-Format neben XMP ein eigenes Metadaten-System [1], bei dem so genannte Chunks zum Einsatz kommen (“iTXt, tEXt, and zTXt chunks”). RAW-Fotos greifen für ihre Metadaten wahlweise zu den Standards XMP, Exif und IPTC (DNG von Adobe) oder Exif, Makernote (CR2 von Canon) und viele mehr. Fast jeder Kamerahersteller bringt ein eigenes RAW-Format mit. Die Formate sind dabei unterschiedlich gut darin, Metadaten aufzunehmen. Im Artikel konzentrieren wir uns jedoch im wesentlichen auf den Umgang mit JPG- und TIFF-Dateien, die XMP, Exif und IPTC verstehen.

Ein Wendepunkt in der Metadaten-Diskussion war sicherlich der 24. September 2008. Auf der Photokina in Köln kündigte die Metadata Working Group eine erste Richtlinie zur Kompatibilität von Metadaten an. Die wurde notwendig, weil verschiedene Metaforma...

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