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Die wichtigsten Neuerungen von Fedora 14

02.11.2010 Fedora 14 alias "Laughlin" steht zum Download bereit. Die immer wieder als Vorreiter bezeichnete Distribution. hat sich auch diesmal wieder viel Mühe gegeben ihrem Ruf gerecht zu werden. Doch die Neuerungen brauchen auch etwas mehr Speicherplatz. Die aktuelle Distribution hat eine Größe von gut 5 GByte.

Das schöne an GNU/Linux Distributionen ist, das jede so ihre Eigenarten hat. Die Besonderheit von Fedora ist es, Änderungen oder Neuerungen von Programmen, die es in die distributionseigenen Paketquellen geschafft haben, schnellstmöglich und stabil zu integrieren. Dazu ist natürlich ein möglichst reibungsfreies Zusammenspiel und eine flache Kommunikation notwendig.

Dies ermöglicht die Red Hat Eigenentwicklung: "ABRT – Automatic Bug Reporting Tool" [1] Vom Linux Einsteiger oder "nur" Fedora Benutzer bis zum Entwickler werden damit selbständig Fehler bearbeitet. Fehlerberichte können lokal gespeichert werden oder auch direkt online eingestellt werden. Hierzu ist jedoch ein Account beispielsweise bei Bugzilla [2] notwendig. Dort bekommt der Meldende dann auch Anregungen oder Hilfestellung bei der Problemlösung, meistens vom Paketentwickler oder Maintainer selbst.

Abbildung 1: Das neue Bug-Reportingtool von Fedora 14 unter KDE.

Das ist neu

Die Neuerungen lassen sich für die jeweiligen Benutzergruppen: Desktop User, Entwickler und Sysadmin grob unterteilen. Desktop User können nun, dank der neu implementierten Bibliothek libjpeg-turbo, Bilder schneller laden und anzeigen lassen. Bei nicht seltenen lokalen Bilderalben von 500 MByte Größe oder mehr, ist der Performance Gewinn auch auf schwächeren Prozessoren gut sichtbar.

Mit einer weiteren Red Hat Entwicklung namens SPICE (Simple Protocol for Independent Computing Environments) [3] bekommt Fedora 14 ein komplettes Framework für eine virtuelle Desktop-Infrastruktur mitgeliefert. Damit ist es möglich dem einzelnen Desktop Benutzer quasi überall und Hardware unabhängig seine Arbeitsumgebung bereit zu stellen. Dabei stellt sich der Hypervisor auch auf die Gegebenheiten vor Ort ein. Die 2D-Beschleunigung und Verschlüsselung wird wenn möglich aktiviert und ein vor Ort vorhandenes Eingabegerät wie die Maus wird erkannt und eingebunden. [4]

Abbildung 2: Schematische Darstellung des Simple Protocol for Independent Computing Environments.

Überholte Werkzeugkästen

Fedora vereinfacht nun die Zusammenarbeit für Entwickler am MilkyMist-Projekt [5] Warum nicht gleich mal direkt auf E mbedded Open Hardware programmieren? Im Fedora Electronic Lab bekommen Entwickler und solche die es werden wollen alle notwendigen Informationen. Dort findet sich auch ein angepasster Spin von Fedora. Diesen Spin [6] nutzt auch John "Maddog" Hall seit neuestem. Fedora 14 bringt auch die Programmiersprache D und Python in den aktuellen Versionen mit.(Siehe Tabelle) Für die GCC-Entwickler bringt Fedora 14 nun das Grafische Interface (GUI) GNUStep mit. Rakudo Star, eine Implementation von Perl 6 und ein neues Memory Debugging Tool zum Finden von "Speicherfressern" runden hier die Wunschliste ab.

Abbildung 3: Neue Icons und Aktivierung bei "Mouseover". Der KDE4-Desktop nach dem Start von der LiveCD.

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Infos zum Autor

Michael a/k/a majestyx

Michael (Majestyx) Kappes

Inhaber einer kleinen IT Firma, arbeitet seit über 10 Jahren mit Freier Software.
(http://glx-consult.com)

Aktives Mitglied der FSFE Berlin (Fellow)
(http://blogs.fsfe.org/majestyx/)

Die meisten Wege legt er zu Fuß, per Rad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Sein Interesse gilt ins besonders der gegenseitigen Beeinflussung von Sozialen und gesellschaftspolitischen Bereichen auf und von Freier Software.

Zum Blog von Michael (Majestyx) Kappes →


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