Ubuntu 26.04 LTS bekommt Virtualization HWE Stack

Ubuntu 26.04 LTS bekommt Virtualization HWE Stack

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Virtualization HWE für Ubuntu

Seinen LTS-Versionen von Ubuntu spendiert Canonical einen Hardware Enablement Stack (HWE), der unter anderem einen neueren Kernel nachrüstet. Einen solchen Stack gibt es ab Ubuntu 26.04 auch für die zentralen Virtualisierungskomponenten wie QEMU und Libvirt.

Die Softwareauswahl in LTS-Versionen soll möglichst stabil bleiben. Im Gegenzug kommt man nicht in den Genuss von neu entwickelten Funktionen und insbesondere Treiber für nigelnagelneue Hardware. Canonical stellt deshalb einen HWE bereit, mit dem Anwender die Kernkomponenten von Ubuntu deutlich auffrischen können. Dazu gehörten bislang vor allem der Kernel und der Grafik-Stack. Nicht dabei waren Komponenten zur Virtualisierung, wie etwa QEMU. Das wiederum wird zu einem Problem beim Confidential Computing.

Dabei schottet man virtuelle Maschinen möglichst weitreichend gegeneinander ab. Den wichtigsten Beitrag leisten dazu entsprechende Prozessorfunktionen wie Intels TDX oder AMDs SEV-SNP. Die Entwicklung in diesem Bereich schreitet aus Sicht von Canonical allerdings extrem schnell voran. Einige Techniken erfordern sogar einen Umbau in gleich mehreren Virtualisierungskomponenten. Da die LTS-Fassungen von Ubuntu als Unterbau von produktiven Systemen und insbesondere Clouds dienen, sollten die Systeme möglichst bei der Entwicklung des Confidential Computing mithalten. Der HWE aktualisiert zumindest die KVM im Kernel, QEMU und Co jedoch nicht.

Canonical hat deshalb den Virtualization HWE Stack eingeführt. Er enthält neue Versionen für QEMU und Libvirt, sowie das UEFI-Framework EDK2 und das Legacy-BIOS Seabios. Die Komponenten im Stack aktualisiert Canonical nach einem Rolling-Modell: In den ersten beiden Jahren nach Erscheinen einer LTS-Version hievt Canonical stets im Halbjahresrhythmus die Softwarepakete im Virtualization HWE Stack auf neue Versionen.

Die wiederum stammen aus den dann jeweils aktuellen Ubuntu-Zwischenreleases. Auf diese Weise erhält man etwa unter Ubuntu 26.04 LTS das in Ubuntu 26.10 verfügbare QEMU. Den Virtualization HWE Stack aktualisiert Canonical allerdings nicht zeitgleich mit der Veröffentlichung von Ubuntu 26.10, sondern absichtlich mit etwas Verzögerung. Administratoren erhalten so die Gelegenheit, die neuen Versionen von QEMU und Co ausgiebig zu testen.

Die Updates betreffen wohlgemerkt nur die Komponenten im Virtualization HWE Stack: Das restliche System bleibt ein Ubuntu 26.04 LTS. Darüber hinaus muss man sich aktiv für den Stack entscheiden und ihn explizit einschalten (Opt-in). In solch einem Fall verwalten ihn Administratoren als Ganzes über das Werkzeug „ubuntu_virt_helper“.

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