Systemd 227 veröffentlicht

Systemd 227 veröffentlicht

"Viele neue Großartigkeiten"

Die Entwickler von Systemd haben eine neue Version ihres Init-Systems veröffentlicht. Wie so häufig gibt es neben Fehlerkorrekten auch zahlreiche kleine neue Funktionen und Änderungen.

Systemd 227 nutzt das Mount-Monitor-Feature der Bibliothek „libmount“. Dadurch konnten die Systemd-Entwickler zwar ihre entsprechende eigene Implementierung entfernen, Systemd hängt allerdings dadurch ab sofort auch vom Paket „util-linux“ in der recht neuen Version v2.27 ab.

Die neue Systemd-Version unterstützt jetzt auch die PIDS- und NET_CLS Cgroup-Controller. Zusammen mit passenden neuen Einstellungen lässt sich so unter anderem die Anzahl der Tasks in einer Cgroup beschränken.

Der Befehl „systemctl is-system-running“ liefert den Status „offline“ zurück, wenn das System ohne Systemd gestartet ist. Die Watchdog-Timeouts liegen jetzt bei drei Minuten. Kleinere Änderungen gab es auch bei mehreren Eigenschaften für Units. So kann man etwa bei der Direktive „WorkingDirectory=“ den speziellen Wert „~“ verwenden, was wiederum das Arbeitsverzeichnis auf das Heimatverzeichnis des hinter „User=“ angegebenen Benutzers setzt.

Mit dem neuen Kernel-Parameter „systemd.crash_reboot=1“ oder über den Parameter „CrashReboot=“ in der Konfigurationsdatei „systemd.conf“ kann man bei einem Kernel-Absturz einen automatischen Reboot erzwingen.

Eine neue (interne) Bibliothek soll IPv4-Adresskonflikte erkennen. Das Framework „ask-password“, das beim Systemstart Passwörter unter anderem zur Entschlüsselung von Festplatten abfragt, kann das eingegebene Passwort ab sofort im Kernel-Keyring cachen.

Sämtliche Neuerungen listet Entwickler Lennart Poettering in seiner entsprechenden Ankündigung auf. Einen Artikel zu Systemd gab es zuletzt in der Zeitschrift EasyLinux 03/2015 und im LinuxUser 10/2015.

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