Shuttleworth: “Weniger ist mehr!”

Shuttleworth: “Weniger ist mehr!”

Stellungnahme

Mark Shuttleworth hat sich in seinem Blog dazu geäußert, warum er die Devise “Weniger ist mehr” für wichtig hält. Er erklärt damit einige Design-Entscheidungen für 10.04.

Kaum haben sich die Gemüter in der Frage der Fensterdekoration und Button-Anordnung beruhigt, sorgt ein neues Thema für Gesprächsstoff in der Ubuntu-Community — die fehlenden Tooltips im Systemabschnitt des Gnome-Panels. Während die Gegner der Änderung argumentieren, das neue Ubuntu sei damit weniger benutzerfreundlich, bringen die Befürworter “Aufräumen” als wichtigsten Grund an.

Mark hat nun die Entscheidung in seinem Blog noch einmal bestätigt und erklärt sie mit der Devise: Weniger ist mehr. Das bisherige Durcheinander im Gnome-Panel sei eine Verschwendung von Platz und Code und er stehe zu dieser Entscheidung, auch wenn sie sich später als falsch erweisen sollte:

“I apologise in advance for the mistakes that I will certainly make, and which others on the design team may make too, but I think it’s important to defend our willingness to pare things back and let the core, essential goodness shine through. We have to balance innovation and change with clarification and focus. We can’t *stop* innovating and changing, and we have to be willing to remove things that someone will miss.”

Zugleich bemerkt Shuttleworth, dass dem Design unter Ubuntu und Linux im Allgemeinen viel zu wenig Bedeutung beigemessen worden sei und er froh sei, dass dieses Thema nun so viel Aufsehen erregt. Zugleich verteidigt er auch hier die Entscheidungen seines Teams:

“It’s hard to bring clarity in a crowd. Or mob.”

Er fordert alle auf, sich in den Bugreports an der Diskussion zu beteiligen, konstruktive Kritik sei auch auf der Ayatana-Mailingliste gut aufgehoben.

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4 Kommentare
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Gelegenheitsschreiber
16 Jahre her

Hallo alle!

In einem Punkt hat M. S. Recht: Dem Design, also der Augenfreundlichkeit, wurde bisher zu wenig Beachtung geschenkt. Aber nicht generell unter Linux, nene.

Bis auf die letzte Idee von openSUSE, fand ich deren Designs immer gut bis schön. Ich passe zwar nach *jeder* Linuxinstallation die Oberfläche an meine Geschmack an aber wenns um Ubuntu ging, war ich nie zu müde, um diese für mich grauenvolle braune Design nach grün oder blau umzugestalten.

Selbst Mandriva mit finde ich nicht so schlimm. Aber alles Geschmackssache …

GS

TeaAge
16 Jahre her

Ja, dem Design wurde nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, denn Design ist mehr als “Augenfreundlichkeit”. Es geht dabei auch um die Bedienbarkeit. Doch wann ist eine Software gut bedienbar und fürs Auge gut erfassbar? Um das herauszubekommen und auszuloten müssen Studien durch geführt werden und zwar richtig mit Blickbewegungsmessungen und standardisierten Fragenkatalogen. Das ist alles andere als einfach, schließlich haben die Psychologen dafür mit der Ingenieurspsychologie eine eigene Fachrichtung für so Sachen (ist natürlich nicht auf Software beschränkt. Da geht es allgemein um die Mensch-Maschine-Interaktion) und erfordert viel Wissen und hohen Aufwand … zusammen gefasst: es kostet viel Geld und das… Mehr »

TeaAge
16 Jahre her
Reply to  TeaAge

Korrektur:
Das Projekt heißt http://www.kiu-online.de und nicht KUI.

Gruß

Benjamin Quest
16 Jahre her

Ich frage mich nur, wieso beispielsweise die Tooltips denn überhaupt da sind (bzw. waren)? Ich denke, eine Bedienoberfläche, die “zu mir spricht” ist für mich letztendlich leichter zu bedienen gerade in den Bereichen, die ich nur gelegentlich mal nutze. Oder anders gesagt, 9 mal kann man den Tooltip weglassen, beim 10. Mal bin ich echt froh drum. Und wenn mich das GUI-gequassel nervt, dann kann ich es ja auch abschalten. Die Fensterbuttons nach links zu versetzen ist auch so eine Null-Idee. Besser bedienbar wird dich Chose davon nicht. Das gleiche ist es jetzt mit den Tooltips. Mich kotzt – mit… Mehr »

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