Das Open-Source-Programm BleachBit verspricht, mit wenigen Mausklicks im Linux-System aufzuräumen und beispielsweise nicht mehr benötigte, temporäre Dateien zu löschen. Jetzt haben die Entwickler die Version 2.0 freigegeben.
Anwender können nun Dateien per Drag-and-Drop in das Hauptfenster ziehen. Die neue Version 2.0 bietet jetzt auch „Secure Delete“ für SQLite-Datenbanken. Wenn BleachBit nach Updates für sich selbst sucht, kommuniziert es verschlüsselt über das HTTPS-Protokoll mit dem entsprechenden Server.
Die Linux-Fassung der Anwendung räumt ab sofort auch das Log von journald auf. Der Bluetooth-Daemon befindet sich zudem auf der Whitelist. BleachBit berücksichtigt die XDG Base Directory Specification. Der „XChat Cleaner“ heißt jetzt Hexchat. Auf Ubuntu- und Debian-Systemen verwendet das Tool nicht mehr „su“ um Root-Rechte zu erlangen, sondern PolicyKit. Den „Lifearea Cleaner“ haben die Entwickler verbessert. „apt clean“ ruft BleachBit jetzt über „apt-get“ auf, womit das Tool jetzt einen eventuell von Dpkg gesetzten Lock berücksichtigt.
Die Caches der Browser Google Chrome und Chromium räumt das Tool jetzt besser auf und kann zudem die Site Engagement History löschen. Die mitgelieferte „.desktop“-Datei enthält jetzt passende Kategorien, zudem gibt es eine „appdata.xml“-Datei mit Informationen für verschiedenen App Stores. Fertige Pakete der Software offerieren die Entwickler ab sofort auch für die Distributionen Ubuntu 16.10 und 17.04, Fedora 25 und 26 sowie openSUSE Leap 42.x.
Abschließend haben die Entwickler zahlreiche Fehler behoben. BleachBit 2.0 setzt Python 2.6 oder 2.7 voraus, das ältere Python 2.5 wird nicht mehr unterstützt. Den Programmcode haben die Entwickler zudem soweit angepasst, dass er unter Python 3 läuft.
Alle Neuerungen listen die Release Notes auf, der Quellcode des Programms steht auf GitHub bereit. Die fertigen Pakete warten auf der BleachBit Homepage.





